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Die Kinderküche

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Aber zunachst einmal das Inventar der Küche im Jesuitenkloster.

Mit der Familie des Bürgermeisters Hens standen wir auf gutem Fuß.
Und im Jahr 1941 saß Hens noch im Rathaus.
Eines Tages kam ich dort für eine Kleinigkeit und sah den NSBer Gaaietaan aus dem Büro des Bürgermeisters kommen. Als ich herein kam, fragte ich den Bürgermeister:
„Was wollte der Kerl hier?“ Hens war etwas angespannt und sagte: „Er will, dass wir jedwede Unterstützung leisten bei der Einrichtung einer Suppenküche für die Schulkinder.“ Und das war vor dem Krieg immer ein Teil der Arbeit des St.Elisabethvereins gewesen, von dem seine Frau Vorstandsmitglied war. Ich antwortete: „Nun, dann sollte die Katholische Aktion ihnen zuvor kommen und morgen anfangen.“ Das war angesprochen worden aber mal wieder zu schnell von mir vorgebracht.

Ich ging mit Frau Meeuwissen die schon immer für Schulkinder gekocht hatte, in Beratung. Woher bekommt man Lebensmittel? Und der Elisabeth Verein hat keine Utensilien mehr für Küche und Kantine. Woher bekommt man so etwas? Und wo macht man so etwas? Und jagen die Deutschen einen nicht weg und übernimmt dann das Winterhilfswerk den Job? Sowohl sie als auch Fräulein Ubags wollten gerne mitmachen, wenn ich eine Lösung finden würde. Männer der K. A. gingen für die Kinderküche hamstern bei den Landwirten in der Umgebung, mit einer bemerkenswerte Begeisterung etwas für andere Kinder zu tun. So konnten die Fahrer der Wäscherei Säcke voller Kartoffeln mitbringen. (Herbst 1941)
In Maastricht war eine Stiftung „Fabrieksvoeding“ (Ernährung in der Fabrik) gegründet worden.
Ich trat mit der Firma bei und für die Besatzer wurde unsere Kinderküche eine Werksküche, wodurch die Winter­hilfe da heraus gehalten wurde. Für Küchenutensilien ging ich mich erkundigen beim Ausführer des Bauunternehmers in der Reichsschule. Der drückte ein Auge zu und wir holten die komplette Küchen­einrichtung inkl. einen Dampf­kochkessel für 200 Liter Nahrung heraus. Das Ganze wurde auf einem Dachboden der Wäscherei aufgebaut und während des Winters 1941 konnten die Damen des ehemaligen St. Elizabethvereins wieder für die Schulkinder von Valkenburg kochen.

top Die Razzia

Eines Morgens im Frühjahr 1942 war plötzlich das ganze Gebäude von einer Einheit der niederländischen Gendarmerie unter der Leitung des Wachtmeisters Van Renesse (DB) (ein fanatischer NSB-er und Streber) umstellt. (Die niederländische Gendarmerie war und ist auch heute eine militärische Einheit. Die Dienstgrade sind dort auch militärisch. Sie heißt Marechaussee. ) Als dieser unangemeldet zu mir hereinkam, sagte er: „Sie stehen unter Arrest wegen des Verdachts auf verbotenem Waffenbesitz.“ Ich sollte zeigen, wo sich die Waffen befänden. Als ich mich dumm stellte, zog er einen Zettel hervor, auf dem ich glaubte, die Schrift eines neuen Beschäftigten zu erkennen. Dazu eine Skizze mit dem Hinweis: „Waffen vergraben im Garten, Revolver im Hof vergraben, Munition in Fässern mit Seife“. Inzwischen stehen wir im Hof ein Gendarm gräbt auf der Suche nach dem Revolver. Kaplan Horsmans kommt durch das Eingangstor und Van Renesse geht ihm entgegen. Der Gendarm nickt mir mit seinem Kopf zu: er hat den Revolver im Loch offen liegen. Er wirft ihn auf den Haufen ausgehobener Erde und schippt sofort eine Schaufel Erde darüber. Er gräbt eifrig weiter.
Meine Frau hatte drinnen zu bleiben. Das Telefon ging nicht. Alle Maschinen in der

Album : Widerstand

Pierre Schunck
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