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Bibliothek Jesuiten Valkenburg, 1936

Es gab in der valkenburger Gegend einige deutsche Klostergründungen aus der Zeit des Kulturkampfes unter Bismarck. Dazu gehörte seit 1894 auch das sog. Jesuitenkloster. Es war eigentlich ihre Hochschule, das Collegium Maximum wurde nach Valkenburg verlegt und trug dort den Namen Ignatiuscollege. Es wurde von den Nazis beschlagnahmt, um dort eine Reichsschule der SS einzurichten.
Im Artikel Niet zeuren maar werken – Twee generaties Eck vanaf 1873, Het Land van Herle, jaargang 65 (2015), nr.3, p.98-126 schreibt Christine W.M. Schunck im Beitrag über Rektor Eck: Es wurde schon bald ein Zentrum der Wissenschaft und beherbergte unter anderem eine Bibliothek mit 180.000 Büchern, einer Sternwarte und außerdem die berühmte entomologische Sammlung des Biologen Erich Weissmann s.j.
Die Jesuiten von Valkenburg wurden im April 1942 von der SS gezwungen, sofort in ihre Heimat zurück zu kehren, ohne ihre Besitztümer.
Über die Wertgegenstände, die nicht in die Hände der SS fallen sollten, schreibt sie: 38 goldene Kelche, diverse Reliquiare mit Inhalt, ein prächtiges mit Goldbrokat durchwirktes Driestel mit Chormantel und einer mit Brillanten besetzten Monstranz (ein Geschenk von Kaiser Wilhelm II an ein Hohenzollern Jesuit) und ferner kostbare Messgewänder und Altarparamente.
Driestel ist die niederländische Bezeichnung für einen Satz von drei Kleidungstücken die in der alten Liturgie (bis ca. 1962) verwendet wurden. Ein „Driestel“ umfasst ein Kasel oder Chormantel für den Priester, Dalmatik für den Diakon und Tunicella für den Subdiakon. Verwendung z.B. in der sog. Dreiherrenmesse.

Album : Widerstand

Pierre Schunck
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