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Limburg 1940-1945,
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Das Foto auf der rechten Seite wurde uns von Verwandten zugesandt.
Els Peusens war eine Schwester von Gerardine Peusens. Sie waren beide im Bildungswesen tätig.
Pierre Schunck schrieb in seinen Aufzeichnungen über den Widerstand in Valkenburg: Wielke Cremers und die Schwestern Peusens arbeitetenfungierten als Kurierinnen. [3]
Im Subdistrikt Valkenburg der L.O. gab es nur weibliche Kuriere. Sie waren weniger auffällig und wurden von den Besatzern nicht für fähig gehalten, Widerstand zu leisten. Für weitere Informationen über die Kuriere des Widerstands, klicken Sie auf diesen Link.
Aus der Mitteilung der Familie anlässlich des Todes ihrer Schwester geht hervor, dass sie während des Krieges schwer und langwierig krank wurde. Dann haben natürlich die anderen Kurierinnen ihre Arbeit übernommen.
Im Folgenden zitieren wir die Meldung anlässlich des Todes von Els selbst in ihrer Gesamtheit. Sie wurde uns von einem Familienmitglied zugesandt.
Sie fügte das Folgende hinzu:
Ich weiß von Els, dass sie in der Dunkelheit, auf einem Fahrrad ohne Licht, Nachrichten überbrachte. Els hat während des Krieges sicherlich viel getan.
Els erzählte auch, dass sie in die Hauswirtschaftsschule in Voerendaal ging, wo sie als Lehrerin arbeitete, und dass sie in den Heften der Kinder geheime Botschaften versteckt hatte, die sie zu überbringen hatte.
Sie hatte auch Kontakte zu amerikanischen Soldaten und korrespondierte jahrelang mit ihnen. Alle starben. Der letzte starb vor Els’ Tod.
Viel später wechselte Els von der Schule in Voerendaal an die MAVO am Hunneweg in Maastricht. Dort war sie u.a. Lehrerin für das Handelsregister.
Nach dieser nüchternen Aufzählung wird das Familienmitglied emotional.
Es hat sowohl Gerardine als auch Els ihr ganzes Leben lang sehr Weh getan, dass sie die einzigen waren, die von den Niederlanden oder Belgien keine Anerkennung für ihre Rolle im Krieg erhalten haben. Da sie die belgische Staatsbürgerschaft hatten, wurden sie nicht anerkannt, obwohl sie sich für zahlreiche Niederländer eingesetzt haben.
Vielleicht ist das der Grund dafür, dass dies in den Todesanzeigen kaum oder gar nicht erwähnt wird, siehe unten.
Das Traurige ist, dass es eine Möglichkeit der Anerkennung gegeben hätte. Das Verzetsherdenkingskruis (Widerstands-Gedenkkreuz) wurde genau für dieses Bedürfnis eingerichtet. Alle die nachweisen konnten, aktives Mitglied des Widerstands gewesen zu sein, hatten Anspruch auf dieses Kreuz. Es wurde auch an Personen verliehen, die nicht die niederländische Staatsangehörigkeit hatten. Es konnte auch posthum verliehen werden. [1]
Es musste jedoch von den Kandidaten selbst oder, wie es in der Praxis oft geschah, von Verwandten beantragt werden, sozusagen als Überraschung. Diejenigen, die nicht wussten, dass es so etwas gab, bekamen es also nicht. Und das Nationale Komitee für das Widerstands-Gedenkkreuz wurde aufgelöst.
Und jetzt? Es gibt viele, die nicht wussten, dass es so etwas gibt, es gibt viele Hinterbliebene, die immer noch gerne eine Anerkennung von Seiten des niederländischen Staates dafür hätten, dass ihr Familienmitglied unter Einsatz des eigenen Lebens für unsere Freiheit gekämpft hat.
Besuchen Sie unsere Seite über das Verzetsherdenkingskruis (Widerstands-Gedenkkreuz), um zu sehen, ob es für die Angehörigen dieser „vergessenen“ Widerstandskämpfer noch eine Chance gibt, Anerkennung zu erhalten. Siehe auch [2]
Aber unsere Anerkennung haben Sie auf jeden Fall.
Wissen Sie mehr? Schreiben Sie uns!
Hier folgt der größte Teil der Mitteilung der Familie über ihren Tod:
Trotz ihres Alters von 82 Jahren werden wir Els Peusens als eine energische Person mit jungem Geist in Erinnerung behalten. Sie war klein in der Statur, aber groß im Herzen. Vieles lag ihr am Herzen: ihr Enthusiasmus während ihres Arbeitslebens im Bildungswesen, die Jugend, die daran beteiligt war; das kulturelle Leben; der burgundische Lebensstil; die Reisen und Ferien und vor allem das Zusammensein mit ihrer Familie. Dies alles genoss sie sichtlich und intensiv.
Für ihre Hobbys nahm sie sich immer Zeit. Sie liebte Spaziergänge, Bowling, Yoga und Puzzles. Sie waren feste Bestandteile ihres Lebens. Eine besondere Vorliebe hatte sie für das Bridgespiel. Bei all diesen Beschäftigungen war sie mit ihrer Freundlichkeit und Fröhlichkeit eine starke Persönlichkeit.
Ihre enge Verbundenheit mit der Gemeinschaft zeigte sich unter anderem in ihrer Widerstandsarbeit, die nur wenigen bekannt ist; in ihrer seelsorgerischen Fürsorge für andere, für die ihr nie etwas zu viel war; in ihrem Einsatz für das kulturelle Erbe, wovon ihre Mitgliedschaft im und ihr Engagement für den Martin Stevens Fonds zeugen. Sie wollte nie ein Dankeschön hören. Das zierte ihre Bescheidenheit.
Durch die Jahre hindurch blieb Els immer mitten im Leben. Sie war eine Zeitgenossin. Sie verfolgte aufmerksam die modernen Entwicklungen. Das einzige, was sie beunruhigte, war die Zukunft. Sie hat diesen Punkt nicht unerwähnt gelassen, vor allem in Bezug auf ihre Schwester Gerardine, mit der sie in den letzten 20 Jahren Freud und Leid geteilt hat.
Els Peusens’ temperamentvolles irdisches Leben ist nun zu Ende gegangen. Möge sie nun auf ihrem Weg zu ihrer letzten Bestimmung Frieden finden.
Fußnoten