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Limburg 1940-1945,
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Das Foto und die Daten von Geburt und Tod von Frederika Eva de Jong stammen vom Digitaal Joods Monument [1]
Soweit nicht anders angegeben, stammen die unten stehenden Daten und das Bild aus dem Artikel Oorlogsslachtoffers van boerderij Bovensbos von Piet Gommans. [2], aus dem wir hierunter wörtlich zitieren.
Die Familie De Jong-de Jong, bestehend aus Vater Arnold, seiner Frau Estella und der vierzehnjährigen Tochter Frederika Eva, lebte in Nimwegen. Arnold war dort Eigentümer eines Möbelhauses und erfuhr im Herbst 1942, dass er und seine Familie als Nächste deportiert werden sollten. Das bedeutete, dass sie untertauchen mussten. Sie mussten alles zurücklassen, suchten und fanden schließlich Sicherheit und Ruhe auf dem Bauernhof der Familie Krans im Bovensbos in Helden. Vater und Sohn Gerrit Krans sorgten für einen unterirdischen Unterschlupf, in dem sich die Familie bei Gefahr aufhalten konnte. Ansonsten wohnten, aßen und schliefen sie auf dem Bauernhof. Alles verlief ruhig, bis im Frühjahr 1943 das Lager kam.
Dieses Lager war ein militärisches Ausbildungslager für Untergetauchte. Aber viele nahmen es mit der Geheimhaltung nicht so genau. [3]
Am 17. Juli 1943 wurden sie bei der Durchsuchung des Bauernhofs entdeckt und ins Lager Westerbork gebracht. Am 27. August 1943 befanden sie sich laut Transportkarte noch in Baracke 67 in Westerbork.
… Am 31. August 1943 folgte der Transport nach Auschwitz, wo Mutter Estella (36) und Tochter Fredie (14) nach ihrer Ankunft in der Gaskammer ermordet wurden. Vater Arnold (44) durfte noch einige Monate Zwangsarbeit verrichten, aber am 29. Februar 1944 endete auch sein Leben in der Gaskammer.
Das einzige greifbare Zeugnis, das noch an den Aufenthalt der jüdischen Familie De Jong erinnert, ist neben Archivkarten aus den Nazi-Lagern und einigen Fotos ein kleines Gemälde mit der Darstellung des Bauernhofs Krans (Bovensbos), das vermutlich von Tochter Frederika während der Zeit im Untergrund angefertigt wurde.
Fußnoten