Huub Thelen (Hubertus Maria Joseph)
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Hubertus Maria Joseph Thelen


Kriegsdenkmal in Aachen-Eilendorf

Limburg 1940-1945,
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Huub Thelen
(Hubertus Maria Joseph)


 01-05-1920 Heerlen      17-10-2012 Marseille (92)
- Überlebenden - Gruppe Smit - Kriegsverbrecher*innen -

    Hubertus Thelen hatte deutsche Eltern, die aus Verlautenheide bei Aachen stammten und sich 1910 in Heerlen niederließen. Er war demobilisierter Soldat, Bergmann auf der Oranje Nassau IV und erst 21 Jahre alt, als er sich in der zweiten Hälfte des Jahres 1941 der Gruppe Smit anschloss. Siehe auch Cammaert. [1]

    Aus seiner Militärzeit kannte Thelen auch den 25-jährigen Charles Spreksel und konnte ihn schon im August 1940 davon überzeugen, sich der Gruppe Smit anzuschließen. Sie verkehrten viel miteinander, ohne aber wirklich dicke Freunde zu sein. So nahm Thelen Spreksel mit zu verschiedenen Personen, auf der Suche nach Waffen. [2]

    Über seine Motive ist nichts bekannt, aber Tatsache ist, dass Thelen bereits im September oder Oktober 1941 auf eigene Initiative einen Brief an den deutschen Bevollmächtigten für die Provinz Limburg, W. Schmidt, geschickt hatte, in dem er die Existenz der Gruppe Smit offenbarte. [2]

    Er wurde an die SiPo in Maastricht verwiesen. Dort erzählte er alles, was er über die Gruppe Smit wusste. Man drängte ihn, seine Widerstandsaktivitäten einzustellen, aber die Gruppe im Auge zu behalten. Thelen war der Meinung, dass das eine ohne das andere nicht ging, vielleicht weil er befürchtete, dadurch aufzufallen. Also wurde auch er verhaftet.

    Thelen war seit seiner Verhaftung am 2. Februar 1942 bis zur Kapitulation (Hitler-Deutschlands) ununterbrochen in Lagern inhaftiert. Dort benahm er sich ungebührlich. Er kollaborierte ständig mit den Deutschen und gab sich als „Volksdeutscher” aus. Auch deshalb wurde er von seinen Mitgefangenen gemieden. Er war unter anderem in Natzweiler, Dachau und Flossenbürg [2] inhaftiert. In der Nähe des letztgenannten Lagers wurde er 1945 befreit. Als er als KZ-Häftling zurückkehrte, ließ er sich in Heerlen nieder. [3]

    Später entging er der Strafverfolgung, indem er in die französische Fremdenlegion eintrat. Offenbar blieb er auch nach seiner Pensionierung dort wohnen, denn er starb im Alter von 92 Jahren in Marseille. [4]

    Fußnoten

    1. Cammaert, A. P. M. (1994). Het verborgen front: Geschiedenis van de georganiseerde illegaliteit in de provincie Limburg tijdens de Tweede Wereldoorlog, Rijksuniversiteit Groningen.Hoofdst. 2. De eerste militair-civiele verzetsformaties p.111
    2. KZ Flossenbürg, Wikipedia • NederlandsDeutschEnglishFrançaisPortuguês
    3. Harry van Dijck Een verraderlijke geschiedenis uit Heerlen over Charles Spreksel en de groep Smit, uit: Themanummer Tweede Wereldoorlog van MijnStreek, 2019 Nr.3, p. 4 ff.
      Uitgave Stichting Historische Kring ’Het Land van Herle’
    4. nllegioen.eu 1948 Tien vrienden in de dood gejaagd, verrader vluchtte naar vreemdelingenlegioen