Die Gefallenen des Widerstands in Niederländisch-Limburg
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Die Gefallenen des Widerstands in Niederländisch-Limburg

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Wittem

Redemptoristenklooster_(Wittem)


Befreit: 1944-09-15

Pater B.J Baars, der Leiter des Subdistriktes Wittem der LO, war im Lazarett seines Klosters das Opfer einer Infiltration durch einen deutschen Unteroffizier, einen gewissen Lambertz aus Aachen, der angab, er wolle desertieren, weil er ein so guter Christ sei. Anfangs war ihm das womöglich sogar ernst. Nach dieser Infiltration folgte am 21. Juli 1944 eine Verhaftungswelle, die bald als der „Schlag von Wittem“ bezeichnet werden sollte: P. Horbach, H.J.D. Hamers, J.M.W. Bisschoff, Pater Baars, J.H. van Houtem, Ortmans, die Brüder E.A.H.M. und J.M.H. Merckelbach, der Untergetauchte G. Pirovano, die Kapläne P.H.H. Houben und L.M.H. Penders und zwei unbeteiligte Einwohner von Vaals. Die Kapläne Wermeling und Franck sowie A. Noppeney entkamen. J. Merckelbach und die beiden Einwohner von Vaals wurden nach einigen Tagen wieder freigelassen. Die anderen wurden am 1. August von Maastricht nach Vught und fünf Tage später nach Sachsenhausen transportiert, von wo aus sie auf mehrere KZ’s verteilt wurden. Nur drei der zehn Häftlinge überlebten die Lager. Die anderen starben in Deutschland: H.J.D. Hamers (Oranienburg, 29-12-1944), J.M.W. Bisschoff (Buchenwald, 23-4-1945). B.J. Baars (Bergen-Belsen, 27-4-1945), J.H. van Houtem (Lübeck, 28-5-1945), L.M.H. Penders (Bergen-Belsen, 24-4-1945), P.H.H. Houben (Ludwigslust, 19-5-1945) en E.A.H.M. Merckelbach (Neuengamme, 15-1-1945).

Wittem – 5 Pers.   ⇒Alle Gefallenen des Limburger Widerstandes
Baars,
Bernhard J.
Jacques
∗ 1913-10-20
Rotterdam
† 1945-04-27
Bergen-Belsen
Wittem - L.O. - Pater B.J. Baars C.s.s.R. war Leiter des Subdistriktes (Rayonleider) der LO-Wittem, das zum Distrikt Gulpen gehörte. Die Distrikttreffen fanden abwechselnd im Haus der Schwestern der Liebe in Gulpen, im Kloster der Redemptoristen in Wittem und im Kloster der Franziskanerinnen in Nijswiller statt. Er wurde am 21. Juli 1944 beim Schlag von Wittem verhaftet.
Wand: rechts, Zeile 38-01
Houben,
Hubertus Petrus Hermanus
Sjeng
∗ 1915-07-09
Eys, gem. Wittem
† 1945-05-19
Ludwigslust
Wittem - L.O. - Geistlicher - Hubertus Petrus Hermanus Houben war Kaplan in Epen und Leiter der Katholischen Aktion. Er verwaltete im L.O.-Distrikt Gulpen, zusammen mit den Kaplänen Wermeling und Penders sowie Jaques Knops und Coenen die Gelder für Hilfszahlungen, bis Penders sie alleine übernahm. Er wurde am 21. Juli 1944 beim Schlag von Wittem verhaftet. Kurz nach seiner Befreiung starb er in Ludwigslust (Mecklenburg) an den Folgen der Strapazen im KZ Neuengamme. Beigesetzt auf dem katholischen Friedhof in Eys.
Wand: rechts, Zeile 39-05
Houtem, van
Johannes Hubertus
Lange Sjeng
∗ 1917-06-16
Mechelen
† 1945-05-28
Lübeck
Wittem - L.O. - lokale Kontaktperson - Sjeng van Houtem aus Wijlre / Wylré war Automechaniker und dort Kontaktperson zwischen den Untergetauchten und dem Subdistrikt Wylré der L.O. (duikhoofd). Er wurde am 21. Juli 1944 beim Schlag von Wittem festgenommen und über das Gefängnis in Maastricht in das Konzentrationslager Vught gebracht. Später landete er im KZ Sachsenhausen in Oranienburg. Als die Russen näher kamen, schickte die SS ihre Gefangenen immer weiter nach Deutschland. Diese mörderischen Reisen wurden nicht umsonst Todesmärsche genannt. Dabei wurde er von den Russen im Wald von Wittstock befreit.
Sein Zustand war damals sehr schlecht. Am 6. Mai 1945 wurde er über das Schwedische Rote Kreuz in ein Notkrankenhaus in Lübeck eingeliefert, das am 2. Mai von den Briten befreit worden war. Dort starb er am 28. Er wurde zunächst auf dem „Vorwerker Friedhof“ in Lübeck beigesetzt. Fast 3.000 Tote aus Konzentrationslagern, Deutsche, Niederländer, Polen, Esten, Letten, Ukrainer und Russen, ruhen auf diesem Friedhof. Er wurde auf dem katholischen Friedhof von Wylré neu begraben.
Wand: rechts, Zeile 38-05
Merckelbach /Merkelbach,
Emilius Antonius Hubertus Maria
Emile
∗ 1898-03-15
Wittem
† 1944-12-15
Neuengamme
Wittem - L.O. - Emile Merckelbach war Mitglied der Provinciale Staten (Provinzparlament) von Limburg und Vorsitzender der Coöperatieve Veilingvereeniging Kring Gulpen (Genossenschaftlicher Auktionsverein für Agrarprodukte, Kreis Gulpen). Beim Klap van Wittem am 21. Juli 1944 wurde auch er er als Mitglied der L.O. verhaftet. Die L.O. des Distrikts Gulpen wurde an diesem Tag schwer getroffen. Auch sein Bruder J.M.H. Merckelbach wurde verhaftet, aber kam nach einigen Tagen wieder frei.
Laut oorloggravenstichting.nl starb Emile am 15. Dezember 1944, laut Cammaert und vriendenkringneuengamme.nl am 15. Januar 1945.
Wand: rechts, Zeile 38-02
Wauthlé,
Jozef
∗ 1923-07-15
Mechelen (L)
† 1944-11-27
Brandenburg
Wittem - Joseph Marie Hubertus Wauthlé war Dreher. Versuchte nach England zu fliehen, wurde aber an der französisch-schweizerischen Grenze gefasst. Während der Zwangsarbeit äußerte er seine Meinung zu offen, woraufhin er zum Tode verurteilt wurde. In der deutschen Sterbeurkunde wird Hinrichtung als Todesursache angegeben.
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Wand: rechts, Zeile 38-03