Die Gefallenen des Widerstands in Niederländisch-Limburg
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Die Gefallenen des Widerstands in Niederländisch-Limburg

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Die Geistlichen


Leo Moonen

Schon vor dem Krieg haben es die niederländischen Kirchen unmissverständlich ausgesprochen: Der Nationalsozialismus ist mit christlichen Grundsätzen unvereinbar. Auch Bischof Lemmens von Roermond war in dieser Hinsicht sehr eindeutig. Im Limburger Widerstand, vor allem bei der Hilfe für die Untergetauchten, waren die Geistlichen auf allen Ebenen präsent, darunter vor allem die Kapläne, also die Hilfsgeistlichen in den Pfarren. Auf Grund des Priestermangels kommt diese Funktion heute kaum noch vor. Der Sekretär des Bischofs, Onkel Leo Moonen, war Mitbegründer der LO und musste wie so viele seiner Kollegen mit seinem Leben dafür bezahlen.
Die orthodox-reformierten Geistlichen, vor allem im Bergbaurevier um Heerlen, waren als Diaspora-Gemeinden eine noch geschlossenere Gruppe und engagierten sich besonders für die Hilfe an Juden. Siehe in diesem Zusammenhang die Arbeit der Gruppe NV
Siehe auch die Liste der in der Gegend von Valkenburg aktiven Geistlichen, auch derjenigen die nicht gefallen sind. Und das ist nur EIN Landkreis.

Die Geistlichen – 30 Pers.   ⇒Alle Gefallenen des Limburger Widerstandes
Beckhoven, van
Gerardus
Pater Beatus
∗ 1899-09-21
Amsterdam
† 1945-03-20
Bergen-Belsen
Heerlen - L.O. - Geistlicher - Pater Beatus OFM, Flüchtlingshelfer mit einem umfangreichen Netzwerk. Er war sozusagen der Dreh- und Angelpunkt des Widerstands in Heerlen, der mit allen in Kontakt stand und so die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichsten Menschen ermöglichte. Klicken Sie oben auf „Heerlen“, um mehr darüber zu erfahren.
Mehr in unserer Geschichte Widerstand in Valkenburg
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Berix,
Jan Willem
Giel
∗ 1907-04-12
Meers
† 1945-03-13
Bergen-Belsen
Heerlen - L.O. - Geistlicher - Untergetaucht - In den ersten Tagen von September 1943 gründete er mit anderen den L.O.-Distrikt Heerlen. Wurde Distriktsleiter, nachdem sich Rektor Prompers aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hatte. Siehe auch die spezielle Seite auf dieser Website.
Mehr in unserer Geschichte Widerstand in Valkenburg
Jan Willem Berix op de lijst van personen die tijdens de bezetting belangrijk waren voor Valkenburg.
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Boorn, van den
E.A.G.
∗ 1911-07-04
Maastricht
† 1944-11-05
Effeld, Kr. Geilenkirchen
Posterholt - L.O. - Geistlicher - Eugène Alphonse Georges van den Boorn war Rektor in Posterholt bei Roermond. "Ende Oktober protestierte Rektor Van den Boorn energisch gegen die Plünderung von Vieh und die Verschleppung von Männern als Sklaven nach Deutschland. Er argumentierte, dass das deutsche Vorgehen gegen das Menschen- und Völkerrecht verstoße. Das kam bei Leutnant E. Heyermann aus Köln, der bei Van den Boorn einquartiert war, nicht gut an. Die beiden kamen nicht miteinander aus. Der Leutnant nutzte den Protest als Vorwand, um gegen seinen Gastgeber vorzugehen. Heyermann und seine Kumpane gingen äußerst gewalttätig vor. Am Abend des 28. Oktober 1944 misshandelten sie den Rektor brutal und sperrten ihn in den Keller seines Hauses. Daraufhin veranstalteten sie eine Saufparty in dem Haus und nahmen alles mit, was ihnen gefiel. In dieser Nacht brachten vier Gestapo-Mitglieder, darunter Lammertz, den schwer verletzten Van den Boorn nach Effeld. Heyermann und seine Kollegen erhoben die unwahrscheinlichsten Anschuldigungen gegen den Rektor. Er wäre im Besitz eines geheimen Senders, von Munition und einer falschen Briefmarke gewesen. Am 1. November musste Van den Boorn vor einem eilig einberufenen Kriegsgericht erscheinen. Am selben Tag wurde er auf Befehl von Lammertz zusammen mit fünf deutschen Deserteuren auf dem Friedhof von Effeld hingerichtet" (Cammaert VIb, §VIII.3.6., S. 632)
Wilhelm Lammertz aus Eschweiler, der Kommandant dieser Gestapodiensttelle direkt hinter der Grenze in Effeld, hat auch die Widerstandskämpfer Pierre Gruijters und Ab Schols erschießen lassen.
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Goossens,
Emile A.F.
∗ 1903-01-21
Venlo
† 0000-00-00
Bergen-Belsen
Echt - L.O. - Geistlicher - Untergetaucht - Kaplan in Echt 1936-1945. Für alliierte Piloten, jüdische Mitbürger und untergetauchte Widerstandskämpfer richtete er Fluchtwege nach Belgien und Nordfrankreich ein. „Anfang 1944 musste Kaplan Goossens untertauchen, weil der begründete Verdacht bestand, dass die SiPo ihn im Auge behielt. Nachdem er eine Weile umhergezogen war, landete er durch die Vermittlung von Pater Damen bei J. Simmelink in Nunhem. Dort wurde er am 29. Juni 1944 zufällig verhaftet.“ Cammaert III, S. 210. Siehe auch Kapitel VIb, S. 625.
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Helwegen,
Frans
∗ 1910-09-22
Roermond
† 1945-02-13
Buchenwald
Roermond - Geistlicher - Frans Marie Joseph Helwegen war römisch-katholischer Priester im östlichen Ritus in Litauen. Daher wurde er von den Sowjets als Agent des Westens betrachtet.
Frans Marie Joseph Helwegen buvo rytų apeigų katalikų kunigas Lietuvoje. Todėl sovietai jį laikė Vakarų agentu. 1944 m. rugpjūčio 29 d. jis buvo suimtas Mastrichte. Ką jis padarė, kad išprovokavo nacių neapykantą?
IRegina Laukaitytė: «F . Helwegen (1910-1945) - ein Niederländer, der nach Būčys Worten schnell und leicht, aber sehr fehlerhaft Russisch sprach. Er absolvierte das Russicum-Kolleg und wurde 1935 zum Priester des östlichen Ritus geweiht. Er schloss sein Theologiestudium an der Päpstlichen Universität Gregoriana mit dem Lizentiat ab und wurde im Juni 1937 in die Mission in Kaunas berufen. Als die Sowjets Litauen besetzten, wurde er verhaftet und nach Moskau transportiert. Als ausländischer Staatsbürger blieb er von Repressionen verschont und konnte nach Litauen zurückkehren. Im Januar 1942 (nach anderen Quellen 1943) verließ er Litauen in Richtung Holland, wo er von den Nazis verhaftet wurde. Er kam in Buchenwald ums Leben.» (Regina Laukaitytė, Greek Rite Catholicism in Lithuania: The Mission of Bishop Petras Būčys, 1930–1940 from: Occasional Papers on Religion in Eastern Europe, Volume 36|Issue 2, Article 2, March 2016, George Fox University, p. 12;)
Womit hat er sich den Hass der Nazis zugezogen?
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Hendrix,
Jan Jozef
∗ 1901-03-09
Grubbenvorst
† 1945-02-09
Buchenwald
Maasbracht - L.O. - Geistlicher - Aufgewachsen in Geysteren. Im Jahr 1927 Kaplan in Maasbracht. Traces of War (siehe Link unten) nennt ihn Schulleiter. Zusammen mit seinem Cousin G. Hermkens, Kaplan in Montfoort, wurde am 17. Dezember 1944 beim Führen von Menschen durch die Front (Frontübergang) gefangen genommen. (Cammaert VIb S. 629) Aber in Het grote gebod, (Das große Gebot) S. 327, lesen wir: „Verhaftet am 17. Dezember 1944 im Haus seines Vetters Hermkens“.
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Hermkens,
Gerardus
∗ 1903-01-05
Venlo
† 1945-02-18
Buchenwald
Montfort - L.O. - Geistlicher - Die L.O. in Montfort wurde von H. Seegers und Kaplan Gerardus Hendrikus Hubertus Hermkens angeführt. Am 16. Dezember 1944 startet die Wehrmacht eine Gegenoffensive in den Ardennen. Die Alliierten ziehen also viele Truppen aus Limburg ab, um die Ardennen zu verstärken. Deshalb verlassen 30 Zivilisten Montfort durch die Linien in das befreite Gebiet. Kaplan Hermkens organisierte diesen Marsch mit Hilfe seiner Kontakte zum Widerstand. Er und sein Cousin, Rektor J.J. Hendrix aus Beek-Maasbracht, der nach seiner Evakuierung bei Hermkens Unterschlupf gefunden hatte, wurden am 17. Dezember 1944 durch Verrat verhaftet. Die beiden Geistlichen landeten in Buchenwald. Am 8. Februar 1945 wurden beide bei einem Bombenangriff auf eine Fabrik, in der sie arbeiteten, schwer verletzt. Hendrix starb am 9. Februar, Hermkens neun Tage später. (Cammaert VI, S. 629)
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Hoogendijk,
Herman Charles Joseph
∗ 1897-01-24
Den Haag
† 1945-04-10
Buchenwald
Roermond - L.O. - Geistlicher - Seit 1935 war er Niederländisch Reformierter Pfarrer in Roermond. Verheiratet, 4 Kinder. Mitglied der L.O.-Roermond, außerdem Vertreter des Nationaal Steunfonds (Nationaler Unterstützungsfonds), eine Untergrund-Kasse, ursprünglich für Familien von Seeleuten, später unter der Leitung unter Anderem von Walraven van Hall auch für Untergetauchte wie beispielsweise Juden, Familien von Häftlingen usw.
Im Herbst 1944 musste Pfarrer Hoogendijk mit seiner Familie das Pfarrhaus am Roersingel in Roermond verlassen, weil dieser Stadtteil für die deutsche Wehrmacht geräumt werden musste. Unterschlupf fand er bei Mitgliedern seiner Gemeinde, die auch zwei englische Piloten im Haus hatten.
In der Nacht zum 16. Dezember 1944 sah die Polizei Licht im Haus. Die BewohnerInnen konnten fliehen, aber die beiden Piloten und Pfarrer Hoogendijk wurden gefunden und abgeführt. Man glaubte ihm nicht, dass er nichts damit zu tun hätte. Außerdem wurde in seiner Kleidung ein verbotenes Papier gefunden. So wurde er mit seiner Frau und seiner ältesten Tochter da behalten und zur weiteren Vernehmung über die deutsche Grenze gebracht.
Nach der Freilassung seiner Frau und seiner Tochter landete er zunächst im Gefängnis in Mönchen-Gladbach und dann im KZ Buchenwald. Dort ließen seine Kräfte rapide nach.
Anfang April sah man ihn noch gebeugt durch das Lager gehen, wurde aber am 4. April 1945 ins Revier eingeliefert. Dort starb er bald darauf.
Im Grunde wurde er bei seiner Festnahme schon lange gesucht.
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Houben,
Hubertus Petrus Hermanus
Sjeng
∗ 1915-07-09
Eys, gem. Wittem
† 1945-05-19
Ludwigslust
Wittem - L.O. - Geistlicher - Hubertus Petrus Hermanus Houben war Kaplan in Epen und Leiter der Katholischen Aktion. Er verwaltete im L.O.-Distrikt Gulpen, zusammen mit den Kaplänen Wermeling und Penders sowie Jaques Knops und Coenen die Gelder für Hilfszahlungen, bis Penders sie alleine übernahm. Er wurde am 21. Juli 1944 beim Schlag von Wittem verhaftet. Kurz nach seiner Befreiung starb er in Ludwigslust (Mecklenburg) an den Folgen der Strapazen im KZ Neuengamme. Beigesetzt auf dem katholischen Friedhof in Eys.
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Jacobs,
Karel
Père Hugues /Pater Hugo
∗ 1900-11-17
Antwerpen
† 1943-10-09
Bunnik (Utrecht)
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Belgien - früher Widerstand - Presse - Gruppe Erkens - Geistlicher - Er war kein Widerstandskämpfer in der niederl. Provinz Limburg, stand aber mit ihnen in engem Kontakt und darum steht auch er auf dieser Liste. Seine Widerstandstätigkeit begann damit, dass er entflohenen französischen Kriegsgefangenen zur Weiterflucht verhalf. Er war Zisterziensermönch in der Abtei von Val-Dieu und wurde am 21. Oktober 1932 zum Priester geweiht. Danach lehrte er in Val-Dieu Kirchengeschichte, war Kustos des Abteimuseums und Novizenmeister. Er und sein von ihm ausgebildete Mitbruder Stephanus Muhren waren im Spionagenetzwerk Clarence (dr. Jules Goffin aus Fouron-le-Comte) sowie in der bei Clarence so genannte Gruppe Holland (Nic. Erkens, zu der Zeit untergetaucht in Sittard) aktiv. Val-Dieu und Voeren liegen mitten im Dreiländereck Lüttich-Maastricht-Aachen und waren daher als Drehscheibe für Fluchtnetzwerke geradezu prädestiniert. Die beiden Mönchen versteckten Flüchtlinge im Kloster und auf den umliegenden Höfen und überwachte die deutschen Eisenbahnaktivitäten auf den Bahnlinien des Grenzgebiets. Sie wurden von ihrem deutschen Abt Alberich Steiger unterstützt, indem dieser u.A. mit hohen deutschen Offizieren tafelte. Gemeinsam mit seinem Mitbruder und Pol Nolens, Kaplan in Charneux, wurde eine illegale, in Charneux auf einem Matritzendrucker reproduzierte Zeitung verteilt, die in den drei Landessprachen (La Tribune Libre auf Französisch, Het Vrije Woord auf Niederländisch und Das Freie Wort auf Deutsch) die Missetaten des Nationalsozialismus anprangerte.
Am 19. März 1943, einen Tag nach P. Stephanus, von der Geheimen Feldpolizei als Folge des Hannibalspiels verhaftet, wurde Hugo Jacobs in Lüttich harten Verhören unterzogen, um ihm (erfolglos) ein Geständnis über die Mitwisserschaft oder Beteiligung des Abtes abzuringen. Am 11. August 1943 wurden er und zehn weitere Personen von einem Kriegsgericht in Utrecht wegen „Spionage und Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt. Sie wurden am 9. Oktober 1943 in Fort Rijnauwen bei Utrecht erschossen. Auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte trugen er und sein Mitbruder ihre weißen Zisterziensermönchskutten und sangen lautstark ein religiöses Lied. Seine Leiche wurde eingeäschert, die Asche später auf dem Klosterfriedhof Val-Dieu beigesetzt. Im Fort Rijnauwen und in der Abteikirche Val-Dieu erinnert eine Gedenktafel an ihn.
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.02-03
Jong, de
Henk
∗ 1911-10-20
Wijmbretseradeel
† 1945-02-12
Haarlem
Venlo - lokale Kontaktperson - Presse - NV - Geistlicher - Untergetaucht - Im Jahr 1940 wurde Hendrik Roelof de Jong zum Pfarrer der reformierten Kirche in Venlo ernannt. Er war Mitherausgeber der illegalen Zeitung Trouw und Mitarbeiter des Nationaal Steun Fonds (Nationaler Unterstützungsfonds, eine niederländische Widerstandsorganisation die den übrigen Widerstand finanzierte). Ab September 1943 vermittelte er in der Region Venlo Pflegefamilien für gerettete jüdische Kinder aus der Kinderkrippe gegenüber der Hollandschen Schouwburg in Amsterdam. Kontaktperson der LO für Protestanten in Nord-Limburg. 1944 tauchte er bei einer Tante in Amsterdam unter. Verhaftet am 27. Januar 1945. Am Montagnachmittag, dem 12. Februar 1945, wurde er zusammen mit sieben anderen in der Nähe der Jan-Gijzen-Brücke in Haarlem hingerichtet, wo zwei Tage zuvor ein Schusswechsel stattgefunden hatte, bei dem ein Feldgendarm ums Leben gekommen war. (Standesamt Venlo, Urkunde 468/1945). Ehrenfriedhof in Bloemendaal, Feld 35.
In Venlo haben vier Geistliche ihren Widerstand mit dem Leben bezahlt. Auf der Gedenktafel an der Martinusbasilika finden wir die Namen von drei Priestern dieser Kirche und auch den des reformierten Pfarrers Henk de Jong.
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Knops,
Hubert Maria
∗ 1888-08-05
Heerlen
† 1944-04-23
Echt
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Echt - L.O. - Geistlicher - Pfarrer von Koningsbosch, Gemeinde Echt. Verhaftet am 29. Februar 1944 wegen Hilfeleistung an Untergetauchte.


Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.04-18
Linders,
Johannes Antonius
Pater Sebaldus
∗ 1907-06-15
Mook
† 1944-08-11
Kamp Vught
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - L.O. - Geistlicher - Untergetaucht - Der Außenrand von Limburg - Jan Linders wurde in Mook geboren, trat unter dem Namen Sebaldus in den Franziskanerorden ein und wurde 1933 zum Priester geweiht. Während des Krieges lebte er im Kloster in Alverna [1] (Wijchen) und war dort Kaplan. Er half jüdischen Kindern und jüdischen Erwachsenen sowie anderen Untergetauchten, Unterschlupf und Schutz zu finden. Er versteckte Waffen und Munition für den Widerstand und leistete selbst Widerstand, unter anderem mit seinem Cousin Jacques E. Janssen, indem er alliierte Piloten von Roermond nach Belgien führte. Er war Vorstandsmitglied des Theatervereins Thalia in Nijmegen, von wo aus Menschen für den Widerstand rekrutiert wurden. Wahrscheinlich war er nicht vorsichtig genug und wurde deshalb verraten. Cammaert schreibt: "Von einem Pfarrer in Wijchen erfuhr er (der Verräter De Heus [14]) von der Widerstandsarbeit von J.E. Janssen aus Roermond, Filialleiter der Edah, einer Handelskette für Kolonialwaren. Da er sich in Roermond gut auskannte, besuchte er Janssen Ende Mai. Der Ladenbesitzer verriet nichts, weil der Pater aus Wijchen De Heus nicht traute und Janssen inzwischen vorgewarnt hatte.[2] Im März 1944 sah er sich schließlich gezwungen, selbst unterzutauchen, zunächst in Nijmegen und dann in Bussum, wurde aber dennoch am 7. Juni 1944 zusammen mit seinem Cousin Jacques verhaftet. Am 11. August 1944 wurde er im Kamp Vught zusammen mit 32 anderen hingerichtet, darunter sein Cousin Jacques und Herman Jeurissen (*Huissen 3.11.1888 - †11.8.1944) aus Alverna.
Der Provinzial der niederländischen Franziskaner, Rob Hoogenboom, nahm am 9. September im Nationaldenkmal von Kamp Vught die Auszeichnung „Gerechter unter den Völkern“ von Yad Vashem aus den Händen des israelischen Botschafters Haim Divon entgegen. [3] Bei dieser Gelegenheit sprach Wim Linders über seine Erinnerungen an Pater Sebald Linders.[4]
In Alverna (Wijchen) ist eine Straße nach ihm benannt.[5]

  1. Alverna Open Street Map
  2. A.P.M.Cammaert, Het Verborgen Front. Een geschiedenis van de georganiseerde illegaliteit in Limburg, 2 dln., Leeuwarden 1994
  3. Yad Vashem: J. Linders
    Wikipedia: Gerechter unter den Völkern
  4. YouTube Herinneringen aan pater Sebald Linders door Wim Linders
  5. Pater Sebald Lindersstraat, Alverna
  6. Website kamp Vught
    Denkmal an der Hinrichtungsstätte im Nationalen Mahnmahl Kamp Vught
  7. artikel van Verheijen in Tweestromenland nr.143
  8. De Gelderlander 5 mei 2012 met art. in bijlage Spectrum p. 4 en 5 (Kroniek Alverna)
  9. Jack Kooistra, Represailles in Limburg, p.210, 220-221
  10. Gedenkboek OGS 36 Amersfoort-Vught-Westerbork
  11. De Gelderlander, editie Regio Nijmegen 5 sept. 2015, p.6-7
  12. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/95064/johannes-antonius-linder
  13. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/linders,%20ofm/1f171575-40cb-4325-ab6e-0fd3c4f40c28
  14. Wikipedia NL: Joop de Heus
  15. Digital Monument

  16. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Lochtman,
Hein
∗ 1911-09-02
Kerkrade
† 1945-02-27
Bergen Belsen
Kerkrade - Maastricht - L.O. - Geistlicher - Kaplan in Limmel ab 1940 und Mitglied der LO in Maastricht. Versteckt UntertaucherInnen. Am 10. Mai 1944 wurde er verhaftet als Folge von Verrat durch Aldegonda (Gonnie) Zeguers-Boere und derart misshandelt, dass er lange Zeit bewusstlos war. Siehe auch: Der Verrat von Maastricht
Am 5. September 1944 kam er in das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Oranienburg, wo er in der Heinkel-Flugzeugfabrik arbeiten musste. Als die Rote Armee anrückte, wurde er nach Bergen-Belsen evakuiert, wo er starb. Im Jahr 1982 wurde er posthum mit dem Verzetsherdenkingskruis (Gedenkkreuz des Widerstands) ausgezeichnet.
Auf der Wand der Kapelle in Valkenburg steht auch unter Kerkrade ein Hein Lochtman. Wahrscheinlich die selbe Person.
Wand: links, Zeile 33-04
Lochtman,
Hein
∗ 0000-00-00
† 0000-00-00
Kerkrade - Maastricht - L.O. - Geistlicher - Hein Lochtman ?
Wand: links, Zeile 25-03
Merkx,
Adrianus Hubertus Josef
broeder Valentinus
∗ 1892-08-13
Hooge en Lage Zwaluw
† 1945-03-31
Bergen-Belsen
Weert - Geistlicher - Am 21. Juni 1944 fand im Jungeninternat St.-Louis (der Brüder von der Unbefleckten Empfängnis Mariens, auch Brüder von Maastricht genannt) am Korenmarkt in Weert ein Treffen der Spitze der L.O.-Provinz Limburg statt. Aus jedem Distrikt war zumindest ein Vertreter anwesend. Da dieses Treffen verraten wurde, fielen die meisten Teilnehmer in die Hände der Sicherheitspolizei. Dieses Ereignis sollte als der Razzia von Weert oder der Verrat von Weert in die Geschichte eingehen. Bruder Valentinus, wie der Klostervorsteher und Internatsdirektor Merx genannt wurde, wusste nichts von diesem Treffen und hatte nichts mit der L.O. zu tun. Aber er wurde trotzdem verhaftet und starb Mitte März 1945 im KZ Bergen-Belsen.
In der Rumolduskapelle in Weert hängt eine bronzene Gedenktafel zum Andenken an Bruder Valentinus vom Maastrichter Bildhauer Charles Vos. Zunächst hing dieses Kunstwerk im Internat St.-Louis, doch später, als das Internat abgerissen wurde, schenkten die Brüder es der Rumoldus-Kapelle.
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Meulendijks,
Johannes
pater Christofoor
∗ 1895-11-16
Asten
† 0000-00-00
Bergen-Belsen
Venlo - Geistlicher - Pater Christofoor war Kaplan an der St. Martinuskirche in Venlo und Mitglied der Kongregation der Heiligen Herzen (d.h. der Arnsteiner Patres, ss.cc.). Er wurde am 1. Mai 1944 verhaftet und in Maastricht inhaftiert. Am 8. Juni 1944 ins KZ Herzogenbusch (Kamp Vught). Am 6. September nach Sachsenhausen in Oranienburg. Am 6. Februar 1945 nach Bergen-Belsen. Er wird auf dem Denkmal De Gevallen Mens in Asten erwähnt.
Drei Priester der Martinuskirche haben ihren Widerstand mit dem Leben bezahlt. Auf der Gedenktafel an dieser Kirche finden wir ihre Namen und auch den des reformierten Pfarrers Henk de Jong.
Wand: rechts, Zeile 29-02
Moonen,
J. Leo
ome Leo
∗ 1895-08-31
Heerlen
† 1945-04-02
Bergen-Belsen
Roermond - L.O. - Geistlicher - Glockenspiel - Sekretär des Bistums. Er war der spirituelle Berater und einer der faktischen Führer des katholischen Widerstands in der niederländischen Provinz Limburg. Er hatte somit Einfluss auf die Liquidierung von Landesverrätern. Seiner Meinung nach sollte das so weit wie möglich vermieden werden, aber wenn es wirklich unvermeidlich war, gab er seine Einwilligung. Am 28. August 1944 wurde er ins KZ Herzogenbusch gebracht. Im Volksmund hieß das Kamp Vught. Danach kam er über Sachsenhausen nach Bergen-Belsen. Dr. Fred Cammaert sagte in seiner Rede bei der Enthüllung der Gedenktafel am Friedensglockenspiel: "Leo Moonen, Sekretär von Bischof Lemmens und treibende Kraft des von der Kirche inspirierten und stimulierten gewaltlosen Widerstands. Moonen unterhielt enge Kontakte zu vielen Mitgliedern der Widerstandsbewegung und fungierte auch als Informationsquelle und Ratgeber. Viele wandten sich an ihn, wenn schwierige Entscheidungen getroffen werden mussten. Zum Beispiel über die Liquidierung von Verrätern. Moonen verfolgte den Widerstand genau und sorgte dafür, dass er sich nicht in eine aggressive Richtung entwickelte. Die Ironie des Schicksals war, dass er im August 1944 von einem berüchtigten NSB-Mitglied aus Roermond verraten wurde, das auf sein Drängen hin nicht liquidiert werden durfte. Anfang 1945 starb der geistige Führer des Limburger Widerstands im Lager Bergen-Belsen".
Träger des Verzetskruis 1940–1945 (Widerstandskreuz, eine der höchsten Auszeichnungen der Niederlande, wurde nur 95 Mal verliehen)
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Muhren,
Piet
Père Étienne /Pater Stephanus
∗ 1908-09-14
Bergen-op-Zoom
† 1943-10-09
Bunnik (Utrecht)
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Belgien - früher Widerstand - Presse - Gruppe Erkens - Geistlicher - Petrus („Piet“) Johannes Cornelis Muhren war kein Widerstandskämpfer in der niederl. Provinz Limburg, stand aber mit ihnen in engem Kontakt und darum steht auch er auf dieser Liste. Seine deutschen Ahnen schrieben noch „Mühren“, das wird aber gleich ausgesprochen. Er ist 1929 als Bruder Canisius in das Noviziat der niederländischen Zisterzienserabtei Mariënkroon eingetreten, wechselte aber 1933 in die unter Personalmangel leidende Abtei Val-Dieu (Godsdal) in Aubel, Belgien, gleich hinter der Grenze des niederländischen Süd-Limburg, wo er den Ordensnamen Stephanus (frz. Étienne) erhielt. Am 5. Juli 1936 in Val-Dieu zum Priester geweiht. Er war in den nächsten Jahren Kantor und lehrte Kirchenrecht, Dogmatik und Philosophie an der internen Lehranstalt. Beim Einmarsch der Wehrmacht 1940 floh er zunächst nach Westen und misstraute seinem deutschen Abt. Kehrte dann aber zurück und stieg mit seinem Mitbruder Hugo Jacobs in den Widerstand ein. Über den Allgemeinmediziner Jules Goffin aus ’s-Gravenvoeren kamen sie mit dem Widerstandsnetzwerk und der bei Clarence so genannten Gruppe Holland (von Nic. Erkens in Kontakt. Er beobachtete auf ausgedehnten Radtouren die Transporte der deutschen Armee auf den Bahnlinien in der Gegend und erklärte das mit Besuchen an Frauen die seelsorgerische Hilfe bräuchten, was ihm den Spitznamen Père Amoureux einbrachte.
Val-Dieu und Voeren liegen mitten im Dreiländereck Lüttich-Maastricht-Aachen und waren daher als Drehscheibe für Fluchtnetzwerke geradezu prädestiniert. Die beiden Mönchen versteckten Flüchtlinge im Kloster und auf den umliegenden Höfen und überwachte die deutschen Eisenbahnaktivitäten auf den Bahnlinien des Grenzgebiets. Sie wurden von ihrem deutschen Abt Alberich Steiger unterstützt, indem dieser u.A. mit hohen deutschen Offizieren tafelte. Gemeinsam mit seinem Mitbruder und Pol Nolens, Kaplan in Charneux, wurde eine illegale, in Charneux auf einem Matritzendrucker reproduzierte Zeitung verteilt, die in den drei Landessprachen (La Tribune Libre auf Französisch, Het Vrije Woord auf Niederländisch und Das Freie Wort auf Deutsch) die Missetaten des Nationalsozialismus anprangerte.
Am 18. März 1943, einen Tag vor P. Hugo, von der Geheimen Feldpolizei als Folge des Hannibalspiels verhaftet. Am 11. August 1943 wurden er und zehn weitere Personen von einem Kriegsgericht in Utrecht wegen „Spionage und Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt. Sie wurden am 9. Oktober 1943 in Fort Rijnauwen bei Utrecht erschossen. Auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte trugen er und sein Mitbruder ihre weißen Zisterziensermönchskutten und sangen lautstark ein religiöses Lied. Seine Leiche wurde eingeäschert, die Asche später auf dem Klosterfriedhof Val-Dieu beigesetzt. Im Fort Rijnauwen und in der Abteikirche Val-Dieu erinnert eine Gedenktafel an ihn.
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.02-04
Naus,
Jacobus Johannes
Van Doorn /Jac
∗ 1913-12-31
Egchel
† 1945-04-15
Bergen-Belsen
Venlo - L.O. - Geistlicher - Untergetaucht - Glockenspiel - Am 6. Juni 1939 wurde Jac Naus zum Kaplan in der Pfarrei St. Martinus in Venlo ernannt. Dort wurde er zusammen mit Ambrosius und seinem Kollegen P.G. van Enckevort einer der Gründer der LO. Dr. Fred Cammaert sagte in seiner Rede bei der Enthüllung der Gedenktafel am Friedensglockenspiel:
„Kaplan Jacques Naus aus Venlo war nicht nur ein Pionier des Widerstands, er war auch ein ausgesprochener Vertreter des humanitären Widerstands. Schon früh beteiligte er sich an der Hilfe für entflohene Kriegsgefangene und Besatzungsmitglieder abgeschossener alliierter Bomber. Er war auch einer der Initiatoren hinter der Gründung der Untertauchorganisation in Limburg im Jahr 1943. Wie Jan Hendrikx knüpfte er zahlreiche Verbindungen und hatte eine führende Position in der Organisation inne. Durch die Razzia von Weert am 21.06.1944 fiel er in deutsche Hände. Er starb Anfang 1945 im KZ Bergen-Belsen.
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Oppen, van
Jules Louis Antoine
∗ 1882-05-10
Maastricht
† 1943-02-16
Vught
Venlo - früher Widerstand - Geistlicher - Dechant Jules van Oppen war der erste Geistliche in Venlo und ganz Limburg, der seinen Widerstand mit dem Tod bezahlen musste. Nach dem deutschen Einmarsch am 10. Mai 1940 sprach er sich entschieden gegen die NS-Propaganda-Filme aus, die die Deutschen ins Kino brachten,denn nach Einschätzung der Kirche waren sie unmoralisch und antipatriotisch. Ungeachtet wiederholter Verwarnungen nahm er kein Blatt vor den Mund. Er wurde im September 1942 verhaftet. Im Ergebnis bezahlte er seine Offenheit mit dem Leben. Er starb im Februar 1943 im KZ Herzogenbusch (Kamp Vught). Damit war er der erste Kirchenvertreter aus Limburg, der in deutscher Gefangenschaft am 16. oder 17. Februar ums Leben kam.
Drei Priester der Martinuskirche haben ihren Widerstand mit dem Leben bezahlt. Auf der Gedenktafel an dieser Kirche finden wir ihre Namen und auch den des reformierten Pfarrers Henk de Jong.
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Penders,
Leo
∗ 1914-07-01
Voerendaal
† 1945-04-24
Bergen-Belsen
Gulpen - Voerendaal - L.O. - Geistlicher - Kaplan Leon Marie Hubert Penders leitete den Subdistrikt 2 der LO mit den Orten Gulpen, Reymerstok und Wylré. (Siehe Karte 45. Distrikt Gulpen: Unterteiling in Subdistrikte. Cammaert VIb, S. 693) und bestimmte ab dem 12. Januar 1944 die Finanzpolitik des Distrikts. Am 21. Juli 1944 wurden Kaplan Penders und J.H. Ortmans aus Wahlwiller verhaftet (Cammaert VI, S. 654) und kurz darauf zehn weitere Anführer aus dem Distrikt Gulpen. Diese Aktion sollte später als "Klap van Wittem" (Schlag von Wittem) bekannt werden.
Wand: links, Zeile 12-01
Peters,
Piet
∗ 1912-11-27
Ottersum
† 1945-04-06
Buchenwald
Tegelen - L.O. - Geistlicher - Untergetaucht - Pater Petrus Nicolaas Andreas Peters war Mitglied der L.O. Steyl und Kaplan. Pfarrer P.P. Windhausen, er selbst und drei weitere aus Steyl und Tegelen waren im Turmzimmer der Steyler Kirche untergetaucht und später in den Keller gezogen. Dort hörten sie die BBC-Sendungen, die sie austippten, um andere über die Entwicklungen an den Fronten zu informieren. Die Ankunft eines deutschen Beobachters, der sich im Turmzimmer niederließ, machte einen Strich durch ihre Rechnung und ihre Aktivitäten kamen ans Licht. Die fünf landeten schließlich in Düsseldorf. Vor ihrer Deportation nach Buchenwald waren Kluitmans und zwei Roermonder Geistliche, der katholische Kaplan A.J.A. Sars und der reformierte Pfarrer H.Ch.J. Hoogendijk dieser Gruppe hinzugefügt worden. Alle bis auf zwei wurden getötet: Windhausen starb am 28. März in Buchenwald, Peters am 6. April und Hoogendijk am 10. April. Kluitmans starb im April in Dachau, Sars am 23. April in Passau und H.J.A. Hovens aus Tegelen erlag am 10. April 1947 den in Buchenwald erlittenen Strapazen. (Cammaert IV, S. 302)
Wand: rechts, Zeile 22-01
Ramakers,
V.L.Servaas
∗ 1906-04-23
Schinnen
† 1945-03-09
Bergen-Belsen
Heerlen - L.O. - Geistlicher - Kaplan in Heerlerheide. Am 18. August 1945 von der Landwacht verhaftet. Siehe Cammaert VIb, S. 665 und "Vier dont ut zelf - 150 jaar geschiedenis van een parochie" (150 Jahre Geschichte einer Pfarrgemeinde). Die Kapelaan Ramakersstraat hinter der Kirche in Heerlerheide ist nach ihm benannt.
Wand: links, Zeile 16-04
Regout,
Robert
∗ 1896-01-18
Maastricht
† 1942-12-28
Dachau
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Maastricht - früher Widerstand - Geistlicher - Robert Hubert Willem Regout war Jesuit und Rechtswissenschaftler. Im Jahr 1934 promovierte er an der Universität Nimwegen über die Lehre vom „gerechten Krieg“. Ab 1939 war er dort außerordentlicher Professor für internationales Recht. Während der Besatzung informierte er überall über die völkerrechtlichen Einschränkungen, an die sich eine Besatzungsmacht zu halten hatte, z.B. in einem Artikel vom Juni 1940 De rechtstoestand in bezet gebied (Die Rechtslage im besetzten Gebiet) über die Haager Landkriegsordnung. Er wurde von den Besatzern wegen seiner Haltung, seiner Agitation und seiner Sachkenntnis gefürchtet und Ende Juni 1940 verhaftet.
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.04-24
Rijnders,
Harrie
Harrie
∗ 1914-12-29
Swalmen
† 1942-09-14
Dachau (D)
Beesel - Geistlicher - Hendrikus Leonardus Hubertus Rijnders war Kaplan in Saint Quentin und Pfarrer in Gricourt. Verhaftet am 17. Juli 1941 während eines Urlaubs bei seinen Eltern in Reuver. Wurde zusammen mit 150 anderen Häftlingen vergast. Am 17. April 1948 beschloss der Gemeinderat von Reuver, die Pastoor Rijnderslaan nach ihm zu benennen.
Totenzettel
Wand: links, Zeile 03-01
Sars,
Adrianus Johannes Albertus
∗ 1905-12-26
’s-Hertogenbosch
† 1945-04-23
Passau.
Roermond - L.O. - Geistlicher - Kaplan an der Kathedrale von Roermond. Mit der Ankunft eines Fallschirmjägerbataillons unter dem Kommando von Major Ulrich Matthaeas entstand in Roermond eine düstere, unheilvolle Atmosphäre. Der Major beschwerte sich bei seinen Vorgesetzten, dass die männliche Bevölkerung eine Gefahr für seine Soldaten darstelle. Einer seiner Untergebenen, F.W. Held, übte im Dezember einen wahren Terror auf die Einwohner von Roermond aus. Er wurde von zwei Einwohnern unterstützt, die ihm alle möglichen Tipps gaben. Am 17. Dezember fiel Kaplan Sars in die Hände von F.W. Held. Sars und Held waren schon früher aneinander geraten. Held hatte auf einen geeigneten Moment gewartet, um Sars zu verhaften. (Cammaert VIb, S. 621)
Er wurde mit einer Gruppe um den katholischen Pfarrer Windhausen aus Steyl, Leo Kluitmans und dem protestantischen Pastor aus Roermond, H.Ch.J. Hoogendijk, nach Buchenwald verfrachtet.
Siehe auch Die Tränen von Roermond
Wand: rechts, Zeile 10-02
Verdonschot,
Leonardus Mattheus
Leo
∗ 1916-07-24
Weert
† 1945-03-02
Bergen-Belsen
Echt - L.O. - Geistlicher - Kaplan Verdonschot begann seine Widerstandstätigkeit mit der Unterstützung französischsprachiger Kriegsgefangener, die aus den Lagern bei Bocholt und Münster geflohen waren. Sie wurden über Wessem/Maasbracht-Stevensweert nach Belgien gebracht. (Cammaert III, S. 195) Er leitete die L.O. in Koningsbosch seit Sommer 1943 und stand in Kontakt mit A. Engelen in Echt, Kaplan P.A.H. Römkens in Pey-Echt und Pater Bleijs in Roermond. (Cammaert VIb S. 626.)
Bei einer groß angelegten Aktion am 23. Februar 1944 in der Kirche verhaftet, als Folge der Unachtsamkeit eines 17-jährigen deutschen Untergetauchten. „Verdonschot wurde Anfang September 1944 von Vught nach Sachsenhausen deportiert. Im Februar 1945 kam er stark geschwächt in Bergen-Belsen an, wo er am 2. März 1945 starb." (Cammaert VIb S. 627.)
Wand: links, Zeile 06-05
Vullinghs,
Hendrik Jacob
Henri
∗ 1883-09-14
Sevenum
† 1945-04-09
Bergen-Belsen
Grubbenvorst - früher Widerstand - L.O. - Geistlicher - Katholischer Pfarrer von Grubbenvorst und Baupfarrer in Grashoek, studierte Musikwissenschaft in Italien und Amerika. Er war als sehr aufgeschlossener und kulturbegeisterter Mensch bekannt. Bereits im Laufe der Jahre 1941 und 1942 begann er in Zusammenarbeit mit dem Amsterdamer Journalisten und Sozialdemokraten Mathieu Smedts, gebürtig aus dem Peeldorf Grashoek, und seinem Kaplan Jean Slots, Juden zu helfen. Es wurde eine Fluchtroute von Amsterdam in die Schweiz eingerichtet und es wurden Verstecke in Nordlimburg gefunden. Auch nach der Verhaftung von Smedts (der die Lager überlebte) blieb der Kontakt mit der sozialdemokratischen Gruppe in Amsterdam erhalten. (Cammaert V, S. 423).
Nach der Gründung der LO im Jahr 1943 schlossen sich auch Vullinghs und seine Gruppe an. Er leitete die lokale Gruppe zusammen mit H. Joosten. Am 1. Mai 1944 wurde Vullinghs auf der Straße vor der Kirche verhaftet.
Loe de Jong zufolge war er einer der größten Organisatoren von Hilfe für Piloten und Untergetauchte in der gesamten Provinz Limburg. Der jüdische Komponist Hans Lachman aus Berlin, der in Grubbenvorst untergetaucht war, schrieb ein katholisches Requiem zu Ehren von Pfarrer Vullinghs, wahrscheinlich in den 1950er Jahren.
Wand: links, Zeile 11-03
Windhausen,
Peter
∗ 1892-06-29
Roermond
† 1945-03-28
Buchenwald
Tegelen - Geistlicher - Untergetaucht - Petrus Paulus Windhausen (Katholischer Pfarrer in Steyl-Tegelen), Kaplan P.N.A. Peters und drei weitere Personen aus Steyl und Tegelen waren im Turmzimmer der Kirche in Steyl untergetaucht und später in den Keller umgezogen. Dort lauschten sie den Sendungen der B.B.C., die sie abtippten, um andere über die Entwicklungen an den Fronten zu informieren. Die Ankunft eines deutschen Wachpostens, der sich im Turmzimmer einnistete, warf die alles über den Haufen, ihre Aktivitäten kamen ans Licht. Die fünf landeten schließlich in Düsseldorf. Vor ihrem Transport nach Buchenwald wurden Kluitmans, sowie die Roermonder Geistlichen Kaplan A.J.A. Sars und der protestantische Seelsorger H.Ch.J. Hoogendijk zu dieser Gruppe hinzu gefügt. Bis auf zwei sind alle gestorben: Windhausen starb am 28. März in Buchenwald, Peters am 6. April und Hoogendijk am 10. April. Kluitmans starb im April in Dachau, Sars starb am 23. April in Passau und H.J.A. Hovens aus Tegelen erlag am 10. April 1947 den Strapazen in Buchenwald. (Cammaert IV, S. 302)
Wand: rechts, Zeile 22-04