Die Gefallenen des Widerstands in Niederländisch-Limburg
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Die Gefallenen des Widerstands in Niederländisch-Limburg

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Früher Widerstand

Zum frühen Widerstand können wir die Organisationen und Individuen zälen, die schon vor der Gründung der L.O. aktiv waren. Denn erst da bekam der Widerstand, zumindest in unserer Region, eine übergreifende Struktur und konnte sich in größerem Umfang entfalten. Häufig ergriffen demobilisierte Soldaten die Initiative, weil sie über ein Netzwerk verfügten und sich durch ihren Treueeid dazu verpflichtet fühlten. Über den Nederlandse Opbouwdienst (Niederländischer Aufbaudienst) wurde versucht, demobilisierte Soldaten in staatlichen Diensten wie der Polizei und der Feuerwehr zu beschäftigen. Dort trafen sie aufeinander, und wenn sie antideutsch eingestellt waren, konnte daraus schnell ein Widerstandsnest entstehen.
Für viele Geistliche galt etwas Ähnliches aufgrund der klaren Position der Bischöfe, darunter Bischof Lemmens in Limburg und ihres eigenen Gewissens. Auch unter ihnen kamen einige schon zu Beginn der Besetzung in Aktion.
Es begann mit belgischen und französischen Kriegsgefangenen, die aus Deutschland geflohen waren und auf ihrem Weg nach Hause durch Limburg zogen. Viele klopften an die Pforten der Kirchen und baten um Hilfe, da diese leicht zu finden waren. Sie kamen überall entlang der niederländischen Ostgrenze ins Land, aber ein Schwerpunkt lag in Mittel- und Nordlimburg. Unter den Gruppen, die von ehemaligen Soldaten gegründet wurden, sind besonders erwähnenswert diejenigen rund Erkens, Bongaerts, Dresen en Smit, und als nationale Organisation der O.D.
Siehe auch die Liste der in ganz Limburg gefallenen Mitglieder von frühen Widerstandsgruppen.
Eine Gruppe für sich waren die Kommunisten, die zwar auch schon früh Widerstand geleistet haben, aber mit den anderen frühen Gruppen (noch) nicht zusammen arbeiteten, siehe CPN
Ab Juni 1943 waren die Limburger Fluchtrouten alle mit belgischen Zweigen des Fluchtnetzwerks Komet nach Spanien verbunden (siehe Cammaert IV §II.2.).

Früher Widerstand – 59 Pers.   ⇒Alle Gefallenen des Limburger Widerstandes
Beers, van
Adrianus Hubertus
∗ 1895-09-24
Wamel
† 1942-08-31
KZ Groß Rosen
Heerlen - CPN - früher Widerstand - Gerüstbauer, half beim Schmuggeln von Flüchtlingen über die Grenze. Verhaftet am 24. Juni 1941.
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Bongaerts,
Charles M.H.J.
∗ 1909-08-07
Venlo
† 1944-11-23
KZ Ladelund, KZ Neuengamme
Heerlen - früher Widerstand - Presse - Ordedienst - Netzw. Bongaerts - Polizei - Verheiratet mit Trees (Theresa) Dahmen. Charles Bongaerts kämpfte 1940 während der fünftägigen Schlacht um die Niederlande als Reserveoffizier an der schwer umkämpften "Grebbenberg-Linie", die bis zur Kapitulation hielt. Charles Bongaerts war nach seiner Demobilisierung zunächst Inspektor der Polizei, später Feuerwehrchef in Heerlen, dem Zentrum des östlichen Kohlereviers, und hatte dadurch Zugriff auf Fahrzeuge, die es ihm und seiner Gruppe ermöglichten, eine wichtige Rolle im Widerstand zu spielen. Sie nahmen Flieger auf und brachten sie auf den langen Weg nach England über Belgien, Frankreich und Gibraltar. Einmal hielt Charles Bongaerts einen deutschen Militärkonvoi an und ließ unter dem Vorwand dringend gebraucht zu werden, einen Mechaniker sein Feuerwehrfahrzeug reparieren, während drei amerikanische Flieger hinten drin saßen. (Joseph Marie Phillipe Bongaerts DFC, FC, OHK1)
Vor dem Krieg war er Journalist beim Limburgsch Dagblad in Heerlen gewesen. Zusammen mit einigen anderen gründete er Het Vrije Volk (Das Freie Volk), nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Nachkriegszeitung. Diese Untergrundzeitung richtete sich vor allem an Bergleute und war sehr gut informiert, denn sie hatten überall ihre Leute, sogar bei der SiPo in Maastricht! (Cammaert XI, S. 1077)
Seine Gruppe wurde 1944 infiltriert (Englandspiel), auch Charles wurde verraten und starb am 23. November 1944 in einem deutschen Konzentrationslager.
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Bouman,
Martinus
Bob
∗ 1899-05-05
Gouda
† 1943-05-02
Maastricht
Roermond - CCD - früher Widerstand - Ordedienst - April-Mai-Streik - Martinus Antonius Marie Bouman war Oberleutnant bei der KNIL (Niederländische Kolonialarmee), dann Chefkontrolleur beim C.C.D. in Limburg und Ostbrabant. Er half abgeschossenen Alliierten und aus Deutschland geflohenen Kriegsgefangenen. In den Jahren 1940 und 1941 noch im Alleingang, dann mit R.H. van de Vin aus Neeritter und Pastor Vullinghs aus Grubbenvorst. Über die Gruppe Erkens bekamen sie ein größeres Netzwerk. Der Bergarbeiterstreik wurde ihm zum Verhängnis. Siehe auch den Artikel: Als die Bergarbeiter gegen die deutschen Besatzer streikten. Ritter Militaire Willems-Orde 4. Klasse.
Mehr in unserer Geschichte Widerstand in Valkenburg
Wand: rechts, Zeile 04-04
Bruls,
Leo
∗ 1912-02-06
Sittard
† 1945-04-17
Dresden
Sittard - früher Widerstand - Gruppe Smit - Polizei - Léon Antoine Bruls aus Sittard war Flugzeugmechaniker. Nach der Kapitulation der niederländischen Armee in 1940 wurde er Mitglied der Grubenpolizei der Staatsmine Maurits. Daraus können wir schließen, dass er vorher bei der niederländichen Luftwaffe gearbeitet hat. Auch daraus, dass es ihm gelungen war, eine beträchtliche Menge Waffen in die Hände zu bekommen, den er Bartels und Dresen lieferte. Außerdem wurde die Gruppe Smit in Heerlen mit Waffen versorgt. (Cammaert Kapitel II, S. 100) Nachdem am 2. Februar 1942 ein großer Teil der Gruppe Smit verhaftet worden war, war Léon Bruls am 17. Februar an der Reihe. Wegen verbotenen Waffenbesitzes und Sabotage zu lebenslanger Haft verurteilt, ermordet im Februar 1945 bei einem Fluchtversuch aus dem KZ (Cammaert II, S. 116, Anhang V: Verhaftungen in der Gruppe Smit) Dies weicht von der Angabe der Oorlogsgravenstichting.nl ab. Dort lesen wir außerdem: „Zwei Schwager aus Limburg werden im Krieg getötet. Léon Bruls überlebte die Strapazen in mehreren deutschen Konzentrationslagern nicht. Er starb im Dresdner Außenlager des KZ Flossenbürg. Sein Schwager Jan Gerard Marie Höchstenbach (geboren am 28. November 1923 in Sittard, gestorben durch einen Angriff mit einer Bombenfalle am 7. November 1947 in Tasikmalaja in Indonesien.“
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Busch,
Elbertus Frederikus
∗ 1903-05-11
Apeldoorn
† 1943-05-25
Neuengamme
Hoensbroek - CPN - früher Widerstand - Presse - Seine Jugend verbrachte er in Zutphen, seine Wohnorte in Südlimburg waren Brunssum und Hoensbroek (ab 1931). Laut der Biografie auf heemkundehoensbroek.nl war er während des Krieges Gärtner und arbeitete für die Koninklijke Nederlandse Heidemaatschappij, kurz Heidemij. In der Kartei des CPN wird er als Bergmann geführt. Mitarbeiter von De Vonk. Verhaftet am 5. Februar 1941, einige Tage nach dem Überfall der deutschen Truppen auf die Sowjetunion.
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Cahn,
David Leo
∗ 1923-12-07
Maastricht
† 1942-08-14
Auschwitz
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Maastricht - Jude*in - früher Widerstand - Gruppe Dresen - Jüdischer Metzgerssohn, wohnhaft in der Lenculenstraat 9 in Maastricht. Er gehörte dem zivilen Zweig der Gruppe Dresen an, die sich hauptsächlich mit der Verbreitung illegaler Flugblätter und Schriften befasste. Um beispielsweise den Kauf von Waffen zu finanzieren, wurden Bilder des Königshauses verkauft. Am 21. Mai 1941 wurde David Leo von der SiPo Maastricht verhaftet, im Zusammenhang mit der Zerstörung von Schildern „Verboden voor Joden“ (Verboten für Juden) im Stadtpark. In den Bürgersteig vor der Lenculenstraat 9 wurde ein Stolperstein eingesetzt.
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.04-07
Caubo,
Jean
∗ 1891-04-28
Maastricht
† 1945-02-13
Außenkommando Dautmergen
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Schin op Geul - Dutch-Paris - früher Widerstand - Flüchtlingshelfer. stammte aus Schin-op-Geul, arbeitete bei der französischen Bahngesellschaft Wagons Lits als Zugbegleiter, Mitglied der Französisch-Niederländische Widerstandsgruppe Dutch-Paris mit der aktiven Unterstützung durch Frau und Kinder, verhaftet am 12. Februar 1944.
Er gehörte bei den Deutschen zur Kategorie Nacht und Nebel Gefangener. In diesem Programm verschwanden Gefangene spurlos.
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.01-02
Dael,
Jan
∗ 1909-01-01
Venlo
† 1945-03-09
Mauthausen
Venlo - früher Widerstand - L.O. - Jean Marie Dael war unter anderem Hotelangestellter, Fahrer und Koch, bevor er schließlich seine Berufung in der Buchhandlung und Bibliothek De Boemerang an der Geldersepoort fand. Er war Vater von sechs Kindern. Seit dem Einmarsch der Deutschen war er am Widerstand beteiligt. Seine Wohnung und sein Geschäft an der Geldersepoort dienten als Treffpunkt für den Widerstand und als Durchgangsadresse für Untergetauchte und britische Piloten, denn man ging davon aus, dass ein Ort, an den viele Menschen ein und aus gingen, nicht auffallen würde. Aber sie wurden aus einer Kneipe auf der anderen Straßenseite beobachtet. Am 12. Mai 1944 wurde der Pilotenhelfer Toon Mooren aus Vierlingsbeek, der in Daels Wohnung untergetaucht war, verhaftet. Es wurden mehrere erfolglose Versuche unternommen, Mooren zu befreien, darunter auch Bestechungsversuche. Eine Woche später wurden auch die Brüder Leo und Jan Dael verhaftet. Leo Dael kam über Maastricht und Vught nach Mauthausen, wo er am 1. März 1945 starb; sein Bruder und Toon Mooren starben im selben Lager am 9. bzw. 5. März 1945. Seine Familie erfuhr erst 1947, dass Jan Dael in Mauthausen gestorben war.
Wand: rechts, Zeile 27-05
Dael,
Leo
∗ 1907-09-12
Venlo
† 1945-03-01
Mauthausen
Venlo - früher Widerstand - L.O. - Leopold Franciscus Dael war selbständiger Taxifahrer und Nachtwächter in einer von den Deutschen als Bürogebäude beschlagnahmten Schule. Er und sein Bruder Jan Dael nahmen von Anfang an Teil am Widerstand. Am 12. Mai 1944 wurde der Pilotenhelfer Toon Mooren aus Vierlingsbeek, der bei seinem Bruder untergetaucht war, verhaftet. Die Buchhandlung von Jan wurde schon einige Zeit von einer gegenüber liegenden Kneipe aus beobachtet. Es wurden mehrere erfolglose Versuche unternommen, Mooren zu befreien, darunter auch Bestechungsversuche. Eine Woche später wurden auch die Brüder Leo und Jan Dael verhaftet. Leo Dael kam über Maastricht und Vught nach Mauthausen, wo er am 1. März 1945 starb; sein Bruder und Toon Mooren starben im selben Lager am 9. bzw. 5. März 1945. Seine Familie erfuhr erst 1947, dass Jan Dael in Mauthausen gestorben war.
Wand: rechts, Zeile 28-01
Diederen,
Karel Joseph
∗ 1917-10-10
Hoensbroek
† 1943-03-02
KZ Sachsenhausen, Oranienburg
Hoensbroek - früher Widerstand - Presse - Gruppe Smit - In seinen jungen Jahren war er in der Jugendbewegung aktiv. Als er zum Militärdienst eingezogen wurde, war er Gelegenheitsarbeiter. Ab dem 2. September 1937 beim 3. Regiment Berittene Feldartillerie, wo er bis zum Unteroffiziersdienstgrad von Wachtmeester aufstieg. Nach der Kapitulation der niederländischen Armee im Mai 1940 wurde er demobilisiert. Wurde Mitglied der Smit Group, die anfangs vor allem Ex-Soldaten anzog. Sein Vater sagt, er habe vorgehabt, nach England zu gehen. Laut Eingangsregister im Gefängnis Maastricht war er zu der Zeit Brotzusteller. (Quelle: seine biografie auf heemkundehoensbroek.nl, siehe Link) Laut erelijst.nl war er Bergmann.
Verhaftet am 13. Februar 1942, zu Zuchthaus verurteilt und gestorben am 6. März 1943. (Cammaert Kap. II, Anhang V, Arrestaties in de groep-Smit = Verhaftungen in der Gruppe Smit) Solche Unterschiede bezüglich des Todesdatums in einem KZ sind üblich. Zum Beispiel, weil jemand gesehen wurde, nachdem die Verwaltung des Lagers ihn/sie bereits für tot erklärt hatte. Manchmal ist nicht einmal klar, wo jemand gestorben ist, besonders wenn das gegen Ende des Krieges war. Dann gibt es meist auch kein Einzelgrab.
Wand: mittel, Zeile 11-02
Dobbe,
Theo
Hans
∗ 1901-03-19
Amsterdam
† 1944-09-05
Dieren, gem. Rheden
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - früher Widerstand - K.P. - Presse - Der Außenrand von Limburg - In seinem „bürgerlichen“ Beruf war Theo Dobbe Hauptvertreter und landesweit tätig. Im südlichen Teil der Niederlande wurde er zum Organisator der LKP, der Dachorganisation der Knokploegen (Kommandotrupps). Im Jahr 1943 wurde er Leiter der Spezialeinheit Opruimingsdienst (Aufräumdienst).
Sein Körper wurde erst am 21. Juni 1945 in Dieren gefunden. Er gehörte nicht zu den Gefallenen, die in Limburg wohnten, und ist daher nicht auf einer Wand der Gedenkstätte der Provinz aufgeführt. Aber sowohl J.W. Hofwijk als auch Fred Cammaert nennen seine wichtige Rolle in ihren jeweiligen Kapiteln über die Knokploegen in Limburg.
Durch Königlichen Erlass vom 11. September 1951, Nr. 21, eingetragen im Register der Ritter der 4. Klasse des Militär-Wilhelm-Ordens dafür:

… dass er sich im Kampf durch herausragende Taten des Mutes, der Politik und der Loyalität ausgezeichnet hat, indem er in der Zeit von Mai 1940 bis zu seinem heldenhaften Tod im September 1944 den feindlichen Besatzer mit großem Elan und Erfindungsreichtum und auf allen Gebieten des Widerstands im Untergrund beharrlich bekämpft hat, wobei diese Taten den alliierten Kriegsanstrengungen in hohem Maße zugute gekommen sind. Insbesondere durch folgende Taten, oft mit unmittelbarer Todesgefahr.

  1. Schon kurz nach der Kapitulation der Niederlande im Mai 1940 gelang es ihm und fünf anderen, in Naarden Waffen und Munition zu beschaffen.
  2. Am 14. Mai 1941 wurde in Amsterdam ein feindliches Lager mit Fernschreib- und Signalanlagen in die Luft gesprengt, wobei mehrere feindliche Offiziere ums Leben kamen.
  3. Nach seiner Verhaftung am 24. November 1941 in Amsterdam und seiner Überführung in die Willem-II-Kaserne in Utrecht gelang ihm auf sehr gewagte Weise die Flucht, und obwohl er im Dezember in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde, setzte er den Widerstand unverdrossen fort;
  4. Im August und September 1942 zündete er in der Veluwe Moore oder mit Grassoden beladene Fahrzeuge an, um zu verhindern, dass der Feind seine Flugplätze tarnt;
  5. Nachdem er Mitte 1943 in Nijmegen einen Knokploeg gegründet hatte, sabotierte er zusammen mit anderen illegalen Gruppen hartnäckig feindliche Transporte auf alle möglichen Arten und sorgte ab Juni 1944 zugunsten der alliierten Kriegsführung für Berichterstattung durch Brieftauben aus der Mookerheide; außerdem half er alliierten Piloten, über die Grenze zu entkommen.
  6. Als er schließlich kurz vor seiner Hinrichtung versuchte, sich zu befreien, entriss er einem seiner Bewacher dessen Waffe, woraufhin die Eskorte sofort das Feuer auf ihn eröffnete und er tödlich verwundet wurde.

Quelle: De Militaire Willems-Orde Sijthoff Pers ISBN 90-70682-01-X

Weitere Quellen:


Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.04-10
Dorst,
Mans
∗ 1905-12-10
Onstwedde
† 1942-11-12
Neuengamme
Heerlen - CPN - früher Widerstand - Presse - Fabrikarbeiter, Verbindungsmann der Parteizeitung De Waarheid. Verhaftet am 13. Januar 1942.
Wand: mittel, Zeile 06-01
Dresen,
Alf(ons)
∗ 1885-10-18
Luik
† 1944-01-05
Fort Rhijnauwen, Bunnik
Maastricht - früher Widerstand - Gruppe Erkens - Alphonse Henri Louis Dresen war in Maastricht Chefverlader bei der Niederländischen Eisenbahngesellschaft und wusste als solcher alles über die Zugbewegungen in seinem Gebiet. Verheiratet, gehörte zur Widerstandsgruppe Erkens-De Liedekerke, verhaftet im Juli 1942, hingerichtet am 5.1.1944 in Bunnik bei Utrecht. Begraben in Maastricht. Er war ein Bruder von Pierre Dresen
Wand: links, Zeile 30-04
Dresen,
Pierre
∗ 1897-02-07
Maastricht
† 1942-12-01
Neuengamme
Maastricht - früher Widerstand - Gruppe Dresen - Wohnhaft in Maastricht, demobilisierter Berufssoldat, vorübergehend Kassierer des Verteilungsdienstes, Gründer der Gruppe Dresen, die sich anfänglich auch RAF-Gruppe nannte. (Cammaert hoofdstuk II-II. De groep-Dresen, ab S. 94). Siehe auch Mestreech online.
Er war ein Bruder von Alf Dresen
Wand: links, Zeile 31-01
Duijnkerke /Duin… /Duyn…,
Jan M.
∗ 1902-10-25
Yerseke
† 1943-03-04
Neuengamme
Maastricht - früher Widerstand - Gruppe Dresen - Der Binnenschiffer J.M. Duynkerke transportierte mit seinem Schiff Maria meist Zement im In- und Ausland, aber auch Flüchtlinge. Der Heimathafen der Maria war der alte Hafen von Maastricht, der Bassin. Verhaftet am 09-12-1941.
Wand: links, Zeile 31-02
Engeln,
Paulus Anthonius
Tom
∗ 1902-01-30
Purmerend
† 1945-04-27
KZ Ebensee
Maastricht - früher Widerstand - Presse - Gruppe Dresen - Paulus Anthonius (Tom) Engeln, ein in Maastricht lebender Ladenbesitzer und Lederwarenfabrikant, war deutscher Abstammung und von einer deutschen Frau, Betsy Wanger, geschieden, mit der er drei Kinder hatte. Im Jahr 1942 waren sie 4, 7 und 12 Jahre alt. Im Hinterzimmer seines Unternehmens druckte er die illegalen Zeitungen „Vrij Nederland“ und die „Oranje Post“, die über die Gruppe Dresen verteilt wurden. Er beherbergte den Amsterdamer Juden Isidoor Brandon, der auch sein Geschäftspartner wurde, und dessen Freundin Cor Meijer. Brandon schuldete ihm Geld und hatte auch Angst um seine eigene Sicherheit. Aus diesem Grund haben er und Meijer Tom und die gesamte Gruppe Dresen verraten. Am Freitag, dem 28. November 1941, wurden er und mehrere andere verhaftet. In den folgenden Tagen wurde fast die gesamte Widerstandsgruppe Dresen/Hage, dreiundzwanzig Widerständler, verhaftet. Die drei wichtigsten Mitglieder der Gruppe „Oranje Koerier“, Pierre Dresen, Dirk Hage und Gerrit Spierings, wurden zum Tode verurteilt. Tom und acht andere wurden in verschiedenen Lagern wie Buchenwald und dem "Nacht- und Nebel" Lager von Natzweiler-Struthof (Elsass) schließlich in das KZ Kommando Ebensee, wo er schließlich am 27. April 1945, eine Woche vor der Befreiung des Lagers, im Krankenrevier an Erschöpfung starb. Er war da 43 Jahre alt.
Es gibt einen Stolperstein vor dem Haus Bredestraat 37, MaastrichtAusführlicher Bericht in der Biografie von Tom Engeln. Das ist eine Übersetzung der Biografie von Tom Engeln bei struikelsteentjes-maastricht.nl.
Wand: mittel, Zeile 14-02
Erkens,
Niek /Nic
Van der Maas/ Niek
∗ 1894-10-10
Maastricht
† 1943-10-09
Fort Rhijnauwen (prov. Utrecht
Maastricht - Sittard - früher Widerstand - Gruppe Erkens - Nicolaas Egidius Erkens war mit einer Lütticherin verheiratet, sprach gut französisch und organisierte den grenzüberschreitenden Widerstand gegen Belgien, insbesondere im Zusammenhang mit der Schleusung von Flüchtlingen (Gruppe Erkens). Cammaert schreibt (Kapitel II, S. 85 und 87), dass er zwei Schwestern in Sittard hatte, bei denen er sich eine Zeit lang versteckt hielt und wo er am 11. November 1942 verhaftet wurde. Dies war das Ergebnis des Hannibalspiels, einer Infiltration durch die Marineabwehr in Groningen.
Wand: rechts, Zeile 18-03
Evers,
Johannes Hendrikus
Jan
∗ 1917-05-03
Oosterhout (Valburg)
† 1944-07-21
Leusderheide
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - früher Widerstand - K.P. - Presse - Der Außenrand von Limburg - Jan Evers betrieb eine Autowerkstatt, war verheiratet und Vater eines Kindes. Sie wohnten in Nijmegen.
Er begann 1941 mit dem Tippen und Verteilen illegaler Zeitungen, darunter Vrij Nederland. [1.1]
Auf der Website des Kamp Vught (deutsch: Konzentrationslager Herzogenbusch) heißt es in seiner Lebensbeschreibung außerdem [1.1]:

Johannes wurde im Laufe des Jahres 1941 in Arnheim vom SD gefangen genommen und anschließend vier Monate lang in Scheveningen inhaftiert. Kurz nach seiner Freilassung wurde Johannes verdächtigt, Munition transportiert zu haben, und wurde 18 Tage lang in der Haftanstalt Arnheim festgehalten. Am 29. April 1944 wurde Johannes zum letzten Mal verhaftet und dann in das Kamp Vught verlegt, weil er wahrscheinlich verraten wurde. Am 21. Juli 1944 wurde Johannes von den Deutschen in der Nähe des Lagers erschossen.

Er half der Nimwegener Knokploeg (Kommandogruppe) dabei, Widerstandsleute aus dem Gefängnis zu befreien. Er transportierte außerdem Waffen und half Juden. Kontaktperson für die LO-Breda. [4]
Am 29. April 1944 wurde er zu Hause verhaftet [6] im Zusammenhang mit dem Transport von Juden, vermutlich als Folge von Verrat. Erschossen am 21. Juli 1944 im KZ Vught, [1] wahrscheinlich auch als Vergeltung für den Angriff auf deutsche Soldaten in Nimwegen. [2]
Steht auf der Ehrenliste 1940-1945 [3]

  1. Kamp Vught
    1. Evers, Johannes Hendrikus (Nederlands)
    2. Homepage Deutsch
  2. Elf inhaftierte Widerstandsleute aus Nijmegen ermordet
  3. Erelijst 1940-1945
  4. Drs L.E.M.A. van Hommerich, Het Grote Gebod, dl.1.1, De LO, Kampen 1951, p. 331
  5. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/41583/johannes-hendrikus-evers
  6. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/evers/54cc771b-1682-423d-9f2b-cbd8c0d4eef9
  7. Digital Monument

  8. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Fleischeuer,
Ger
∗ 1889-02-25
Oirsbeek
† 1945-03-29
KZ Allach, Dachau
Oirsbeek - früher Widerstand - Auf Ersuchen von Rektor Voesten aus Heerlen half der Gemeindesekretär A.J.G. Fleischeuer aus Oirsbeek Juden. Voesten gehörte wahrscheinlich sowohl zur Gruppe um Pater Beatus als auch zu der Gruppe um Bongaerts. Am 15. Februar 1943 trafen zehn Juden in der Wohnung des Gemeindesekretärs ein, der sein Haus umbauen ließ, um eine angemessene Unterkunft zu schaffen. Infolge der Unterwanderung durch H. Vastenhout c.s. (Englandspiel) in die Gruppe Bongaerts fielen Fleischeuer und die Juden am 16. November 1943 in die Hände der Sipo (siehe Cammaert Kapitel IV, S. 672).
Wand: rechts, Zeile 02-05
Giebels,
Jo
∗ 1909-09-06
Linne
† 1944-04-05
Bergen Belsen
Brunssum - früher Widerstand - Presse - Gruppe Smit - Der Grundschullehrer J.M.R. Giebels war Mitglied der Gruppe Smit. Die Kosten für die Waffenkäufe wurden mit dem Erlös aus dem Verkauf von Fotos der königlichen Familie bestritten. Die britische R.A.F. warf diese regelmäßig ab, woraufhin Giebels, der Grubenhilfsaufseher A.M. van Puffelen aus Brunssum und der Fotograf J. Daniëls aus Maastricht sie vervielfältigten. (Cammaert Kapitel II, S. 100). Da die Gruppe-Smit sich auch mit der Verbreitung illegaler Druckerzeugnisse befasste, können wir davon ausgehen, dass sie auch andere Dinge vervielfältigten. Verhaftet, wie fast die gesamte Gruppe, am 17. Februar 1942. Siehe auch: Verhaftungen in der Gruppe-Smit (Cammaert Kapitel II, S. 118).
Wand: links, Zeile 05-03
Goffin,
Jules G.H.J.
∗ 1897-03-31
Noville-les-Bois
† 1943-10-09
Bunnik (Utrecht)
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Belgien - früher Widerstand - Gruppe Erkens - Er war kein Widerstandskämpfer in der niederl. Provinz Limburg, stand aber mit ihnen in engem Kontakt und darum steht auch er auf dieser Liste. Seit 1925 praktischer Arzt in Fouron-le-Comte.Im Jahr 1940 wurde er Mitglied des Widerstandsnetzwerks von Clarence, dessen lokaler Kopf er wurde. Er sammelte eine Vielzahl von Informationen, unter anderem über die Eisenbahnbewegungen. Nach dem Hannibalspiel wurde er am 15. Oktober 1942 verhaftet und im Gefängnis von St. Leonard und im Lager Vught (NL) eingesperrt. Er wurde in Bunnik erschossen. Beigesetzt auf dem Friedhof von Fouron-le-Comte.
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.02-02
Gronden, van der
Gerrit J.
∗ 1895-12-13
Dordrecht
† 1943-01-02
Neuengamme
Maastricht - Valkenburg - CPN - früher Widerstand - Presse - Fahrer und Mechaniker beim GGD (Kommunaler Sanitätsdienst), verheiratet. Als Fahrer hat er auch verbotene Schriften verbreitet. Er half Menschen zu fliehen und leistete bei Bedarf medizinische Versorgung. All dies in Zusammenarbeit mit seinem Bruder, A.C. van der Gronden. (Quelle: ARCH00347.148, siehe Link unten.)
Bild auch bei oorlogsgravenstichting.nl
Er kümmerte sich um versteckte Juden, wurde am 13. Januar 1942 verhaftet. Fred Cammaert schrieb in Kapitel 10: „In seiner Garage am Heugemer Weg in Maastricht fertigte er Abzüge von De Vonk an, der Limburger Ausgabe von De Waarheid.“ … „Mitglied des Städtischen Luftschutzdienstes.“ … Verhaftet „am 13. Januar 1942“ … „Er starb am 5. Dezember 1942 im KZ Neuengamme.“ (bei Hamburg), 47 Jahre alt. Sein Bruder A.C. van der Gronden arbeitete im Rayon Valkenburg der LO mit.
Wand: rechts, Zeile 26-03
Haan,
M.J. (Sjef)
∗ 1921-08-23
Schaesberg
† 1944-04-18
KZ Sachsenhausen, Oranienburg
Schaesberg - früher Widerstand - Gruppe Smit - Bergmann auf der Oranje-Nassau IV, verhaftet am 2. Februar 1942, Zuchthausstrafe. Starb an den Folgen der Bombardierung von Oranienburg (Cammaert Kapitel II: Anhang V, Verhaftungen in der Gruppe Smit)
https://www.4en5mei.nl/oorlogsmonumenten/zoeken/2136/schaesberg-oorlogsmonument
Wand: rechts, Zeile 13-02
Hage,
Dirk
∗ 1909-02-17
Dreischor
† 1943-04-03
Neuengamme
Maastricht - früher Widerstand - Presse - Gruppe Dresen - Nach seiner Demobilisierung als Soldat 1940 wurde Dirk Izak Hage Zollbeamter im Rang eines Hulpkommies und fand im Zollamt Caberg (Maastricht) einige Gleichgesinnte. Er sollte eine so wichtige Rolle in der Gruppe Dresen spielen, dass sie auch die Gruppe Dresen-Hage genannt wird. Er kaufte über L.F.R. Spierings aus Rekem (Belgien) eine Vervielfältigungsmaschine, auf der Flugblätter hergestellt wurden. Anfänglich wechselte das Gerät zwischen Dresen, Hage und Bartels, danach stand es im Pfarrhaus in Geulle bei Droitcourt. Hage war federführend beim Aufbau einer Maastrichter Version der „Oranje Post“, eines heimlichen Informationsblättchens.
Er ist am Denkmal im Staatlichen Finanzamt in Maastricht aufgeführt (siehe Link).
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Houtappel,
(Ed)Mond
∗ 1901-10-18
Maastricht
† 1944-11-24
Neuengamme
Maastricht - früher Widerstand - L.O. - Edmond Marie Hubert Ghislain Henri Houtappel war Weinhändler und betrieb einen Lebensmittelgroßhandel in der Wolfstraat 8 (Fa. Wed. R. W. Hustinx, Koffiebranderij, groothandel in koloniale waren). Hauptmann der Reserve in der niederländischen Armee, leitete während der Mobilisierung 1938-1940 die Grenzschutzkompanie Wahlwiller des 13. Regiments der Infanterie (an der Grenze zu Deutschland). In seiner militärischen Funktion fotografierte er dort, auch im Auftrag des belgischen Geheimdienstes, die deutschen Stellungen im Westwall (von den Alliierten Siegfriedlinie genannt). Über seinen Schwager Louis Evrard Hustinx, belgischer Konsul in Maastricht, wurden diese Informationen nach Brüssel weitergeleitet. Sein Nachbar in der Wolfstraat war der Metzger Joseph W. Ummels. Sie hatten im Keller einen Durchgang zwischen den beiden Häusern gebrochen, als eventuellen Fluchtweg. Das hat nichts genützt. Verhaftet am 10. Mai 1944 als Folge des Verrats durch Gonnie Zeguers-Boere.
Siehe seine Geschichte auf Mestreech online und bei Cammaert VIb, ab Seite 649.
Wand: links, Zeile 32-02
Jacobs,
Karel
Père Hugues /Pater Hugo
∗ 1900-11-17
Antwerpen
† 1943-10-09
Bunnik (Utrecht)
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Belgien - früher Widerstand - Presse - Gruppe Erkens - Geistlicher - Er war kein Widerstandskämpfer in der niederl. Provinz Limburg, stand aber mit ihnen in engem Kontakt und darum steht auch er auf dieser Liste. Seine Widerstandstätigkeit begann damit, dass er entflohenen französischen Kriegsgefangenen zur Weiterflucht verhalf. Er war Zisterziensermönch in der Abtei von Val-Dieu und wurde am 21. Oktober 1932 zum Priester geweiht. Danach lehrte er in Val-Dieu Kirchengeschichte, war Kustos des Abteimuseums und Novizenmeister. Er und sein von ihm ausgebildete Mitbruder Stephanus Muhren waren im Spionagenetzwerk Clarence (dr. Jules Goffin aus Fouron-le-Comte) sowie in der bei Clarence so genannte Gruppe Holland (Nic. Erkens, zu der Zeit untergetaucht in Sittard) aktiv. Val-Dieu und Voeren liegen mitten im Dreiländereck Lüttich-Maastricht-Aachen und waren daher als Drehscheibe für Fluchtnetzwerke geradezu prädestiniert. Die beiden Mönchen versteckten Flüchtlinge im Kloster und auf den umliegenden Höfen und überwachte die deutschen Eisenbahnaktivitäten auf den Bahnlinien des Grenzgebiets. Sie wurden von ihrem deutschen Abt Alberich Steiger unterstützt, indem dieser u.A. mit hohen deutschen Offizieren tafelte. Gemeinsam mit seinem Mitbruder und Pol Nolens, Kaplan in Charneux, wurde eine illegale, in Charneux auf einem Matritzendrucker reproduzierte Zeitung verteilt, die in den drei Landessprachen (La Tribune Libre auf Französisch, Het Vrije Woord auf Niederländisch und Das Freie Wort auf Deutsch) die Missetaten des Nationalsozialismus anprangerte.
Am 19. März 1943, einen Tag nach P. Stephanus, von der Geheimen Feldpolizei als Folge des Hannibalspiels verhaftet, wurde Hugo Jacobs in Lüttich harten Verhören unterzogen, um ihm (erfolglos) ein Geständnis über die Mitwisserschaft oder Beteiligung des Abtes abzuringen. Am 11. August 1943 wurden er und zehn weitere Personen von einem Kriegsgericht in Utrecht wegen „Spionage und Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt. Sie wurden am 9. Oktober 1943 in Fort Rijnauwen bei Utrecht erschossen. Auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte trugen er und sein Mitbruder ihre weißen Zisterziensermönchskutten und sangen lautstark ein religiöses Lied. Seine Leiche wurde eingeäschert, die Asche später auf dem Klosterfriedhof Val-Dieu beigesetzt. Im Fort Rijnauwen und in der Abteikirche Val-Dieu erinnert eine Gedenktafel an ihn.
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.02-03
Janssen,
Jacobus Everhardus
Jacob
∗ 1904-02-09
Nijmegen
† 1944-08-11
Vught
Roermond - Nijmegen - früher Widerstand - Jacob Janssen war Filialleiter der Lebensmittelkette EDAH in Roermond und Mitglied der Widerstandsgruppe Oranje Vrijbuiters. [1]

Sein Deckname war Jacob, sein Rufname Jacques. Er war an einer inszenierten Razzia bei der EDAH beteiligt. Dies brachte eine Menge Rationierungsmarken ein. Zusammen mit seinem Cousin Johannes Antonius Linders (Pater Sebaldus) war er an der Hilfe für alliierte Piloten beteiligt.
Am 24. August 1943 wurde der Widerständler Joop de Heus [8] wegen verbotener Aktivitäten verhaftet und fing an, für die Sipo zu arbeiten. Er verriet die Mitglieder der Widerstandsgruppe Oranje Vrijbuiters, der er angehört hatte [7]. Aus diesem Grund wurde Jacob Janssen am 9. Juni 1944 in seiner Wohnung verhaftet, ebenso wie Jan Dahmen und Marcel Stoffels.
Er wurde zunächst in das Polizeigefängnis in Haaren und später in das KZ Vught verlegt. Dort wurde er am 11. August 1944 zusammen mit seinem Cousin hingerichtet. Erst am 27. Oktober 1945 erhielten die nächsten Angehörigen seine Todesnachricht. [7]

  1. https://nl.wikipedia.org/wiki/Oranje_Vrijbuiters
  2. Denkmal an der Hinrichtungsstätte und auf der Gedenkwand im Nationalen Mahnmahl Kamp Vught
  3. Begraben in den Asputten (Aschegruben) von KZ Vught
  4. Kamp Vught, dt. KZ Herzogenbusch
  5. https://www.4edien5mei.nl/oorlogsmonumenten/zoeken/135/roermond-oorlogsmonument
  6. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/70755/jacobus-everhardus-janssen
  7. https://www.wo2slachtoffers.nl/bio/56216/Janssen-Jacobus-Everardus.htm
  8. Wikipedia NL: Joop de Heus
  9. Digital Monument

  10. Wand: rechts, Zeile 05-04
Janssen,
Sjef
∗ 1923-01-13
Heerlen
† 1943-03-29
Hamburg-Neuengamme
Heerlen - Dutch-Paris - früher Widerstand - Gruppe Smit - Joseph Jean Elise Janssen war Angestellter eines Bergwerks, Mitglied der Gruppe Smits sowie der internationalen Widerstandsgruppe und Fluchtlinie Dutch-Paris, ebenso wie sein Onkel Joseph Lejeune und Jean Caubo.
Wand: links, Zeile 15-05
Kraft,
Lambert
Bèr
∗ 1902-02-06
Maastricht
† 1942-06-22
Neuengamme
Maastricht - CPN - früher Widerstand - Presse - Staubsaugervertreter. Bei den Kommunalwahlen in Maastricht am 14. Juni 1939 führte Bèr Kraft die Liste der CPN (Kommunisten) an. Sie erreichten 5,18%. (verkiezingsuitslagen.nl)
Am 8. Dezember 1940 wurde er auf Anordnung der Sicherheitspolizei verhaftet, weil er in den 1930er Jahren kommunistischen Flüchtlingen aus Deutschland geholfen hatte.
Am 28. Februar 1941 wurden in Maastricht fünf Kommunisten verhaftet, angeblich wegen des Verdachts auf Beteiligung am Bergarbeiterstreik. Wahrscheinlicher ist, dass dies ein Zeichen für die Abkühlung der „Freundschaft“ zwischen Hitler und Stalin war (siehe unten). Neben Bèr Kraft waren dies André Bos, Chris Heuts, J.J. Baartscheer und Bernhard Holty. Nach einem Monat wurden sie wieder freigelassen. In seinem Haus wurde die illegale Zeitschrift De Vonk gedruckt. Am 23. oder 25. Juni 1941 wurde Lambert zum dritten Mal verhaftet.Das hat alles mit der deutschen Jagd auf Kommunisten zu tun, nachdem der Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt gebrochen wurde.
Er war in Aachen, Maastricht, Schoorl und schließlich Neuengamme inhaftiert.
Quelle: struikelsteentjes-maastricht.nl (pdf).
Wand: links, Zeile 33-03
Krans,
Cornelis
∗ 1887-03-30
Hoogezand
† 1944-03-02
Helmond
Helden - früher Widerstand - L.O. - Glockenspiel - Cornelis Krans wohnte auf einem Bauernhof in Helden und beherbergte schon früh im Krieg eine jüdische Familie in einem unterirdischen Versteck, das nur einen Steinwurf von seinem Haus entfernt war. Als nach den Streiks im April und Mai 1943, zu denen auch der Bergarbeiterstreik gehörte, das Untertauch massenhafte Dimensionen annahm, kam die Widerstandsbewegung in Venlo auf die Idee, in den Wäldern von Nord- und Mittellimburg militärische Ausbildungslager einzurichten. Zu diesem Zweck stellte Krans einige zerlegbare Hühnerställe zur Verfügung. Diese wurden in den Wäldern hinter dem Hof aufgebaut. Da die Untergetauchten ihre eigene Sicherheit nicht sehr ernst nahmen, kamen bald alle möglichen Gerüchte in Umlauf. Die Folgen von so viel Geschwätzigkeit konnten nicht ausbleiben. Im Juli 1943 überfiel eine großes deutsches Aufgebot das Waldlager, das gerade noch rechtzeitig evakuiert werden konnte. Die Bewohner kamen mit dem Schrecken davon. Aber nicht Krans. Er wurde verhaftet und in ein Gefängnis in Deutschland gebracht. Schwer erkrankt, kehrte er in die Niederlande zurück, wo er im März 1944 starb. (Dr. Fred Cammaert, Rede anlässlich der Enthüllung der Gedenktafel am Friedensglockenspiel).
Wand: links, Zeile 20-05
Leclou,
Paul
∗ 1921-02-28
Voerendaal
† 1945-04-29
Nordhausen
Voerendaal - früher Widerstand - Presse - Gruppe Smit - Paul Leon Willem Antoon Leclou besuchte die MTS (technische Sekundarschule). Verhaftung am 2. Februar 1942, in Amsterdam zu Zuchthaus verurteilt, als Nacht und Nebel (NN) Gefangener eingestuft. Er starb im KZ Dora (Nordhausen) am 29. April 1945, also nach der Befreiung dieses Lagers.
Wand: rechts, Zeile 35-04
Lemson,
Henk
∗ 1924-04-15
Maastricht
† 1945-04-07
Makkum
Maastricht - früher Widerstand - K.P. - Gruppe Dresen - Untergetaucht - Hendrik Th. Lemson war Beamter für direkte Steuern und gehörte zur Belastinggroep Maastricht (Steuergruppe M., die die Arbeit der Gruppe Dresen nach deren Zerschlagung fortsetzte). Er musste untertauchen und tat das in Makkum (Friesland), wo er sich der Kampfgruppe KP-Sneek, Gruppe III, anschloss. Verhaftet bei einer Großrazzia als Folge des Verrats durch die niederländischen V-Männer der SiPo Jan Harm Brouwer und Matthijs Adolf Ridderhof. Er wurde hinter der damaligen Kaserne der Militärpolizei hingerichtet. Sein Name steht auf dem Widerstandsdenkmal in Makkum zusammen mit denen von fünf anderen hingerichteten Widerstandskämpfern. Fünf Personen der KnokPloeg, die inzwischen Teil der Binnenlandse Strijdkrachten (Inlands Streitkräfte) war: Bob Dijkstra (BS), Sjoerd Adema (BS), Koos Keller (BS), Henk Lemson (BS), Jan Emmens (BS), sowie der gastfreundliche Viehhalter Fetze Elgersma von der LO und ein weiterer seiner Untertaucher: Herman Falkena. Beerdigt in Makkum.
Denkmal im Finanzamt von Maastricht
Wand: links, Zeile 32-04
Liedekerke de Pailhe, de
Raphael R.E.J.G.
∗ 1903-04-15
Eijsden
† 1943-10-09
Fort Rhijnauwen, prov. Utrecht
Eijsden - Belgien - früher Widerstand - Gruppe Erkens - Er war eines von elf Mitgliedern der niederländischen Widerstandsgruppe um Nik Erkens, die von den Deutschen im Fort Rhijnauwen bei Bunnik, Provinz Utrecht, hingerichtet wurden. Er war Reserveleutnant in der belgischen Armee, lebte aber in den Niederlanden.
Wand: links, Zeile 08-02
Lokerman,
Jo S.H.
Thijs
∗ 1901-02-05
Rotterdam
† 1945-02-11
Neuengamme
Maastricht - früher Widerstand - L.O. - Presse - Glockenspiel - Distrikstleiter der LO in Maastricht. Außergewöhnlich im damaligen katholischen Süden der Niederlande: Dieser Distriktsleiter war nicht nur Sozialdemokrat, sondern auch noch ein reformierter „Holländer“, also jemand von „oberhalb der Flüsse“. „Am 11. Mai 1940 wurde eine Gruppe von belgischen Kriegsgefangenen über den Wilhelminasingel zum Bahnhof gebracht. Thijs Lokerman, Lokführer aus Maastricht und Mitglied des Stadtrats für die SDAP (Sozialdemokraten), lenkte die Aufmerksamkeit einiger Wachen durch eine fingierte Schlägerei mit einem Freund ab, so dass einige Kriegsgefangene entkommen konnten. Dies könnte der erste Widerstandsakt in Maastricht gewesen sein.“ (Mestreech online).
In seiner Rede bei der Enthüllung der Gedenktafel am Friedensglockenspiel sagte Dr. Fred Cammaert unter anderem: „Der Maastrichter und Widerstandspionier Jo Lokerman arbeitete als Lokführer bei der niederländischen Eisenbahn. Zu Beginn des Krieges begann er, französischsprachigen Kriegsgefangenen zu helfen, später auch alliierten Fliegern. Lokerman nutzte seinen Beruf, um illegale Zeitschriften in den Zügen zu verteilen, und knüpfte Verbindungen zu belgischen Kollegen, damit britische und jüdische Flüchtlinge mit dem Zug nach Frankreich und wenn möglich in die Schweiz und nach Spanien transportiert werden konnten.“ (Cammaert VIb, S. 643.) Außerdem war er einer der Gründer der Maastrichter LO, die er eine Zeit lang leitete. Infolge des Verrats durch die Bordellbetreiberin Zeguers-Boere fiel er am 9. Mai 1944 in die Hände der SiPo. (Cammaert VIb, ab Seite 649)
Im Februar 1945 starb er im KZ Neuengamme.
Wand: links, Zeile 32-05
Meulenberg,
Edmundus Johannes
Eddy
∗ 1919-01-26
Nijmegen
† 1945-07-04
Nijmegen
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - NL Soldat - früher Widerstand - L.O. - K.P. - Der Außenrand von Limburg - Eddy Meulenberg war zum Zeitpunkt der Kapitulation der niederländischen Armee im Mai 1940 wehrpflichtiger Feldwebel. Er war Mitglied des Nimwegener Knokploeg (Kampfgruppe), unter anderem zusammen mit seinen Freunden Jules Moormann, George Muskens und Hens Hekking. Da Eddy 1943 wieder in Kriegsgefangenschaft gehen musste (siehe unten), bestand diese Kampfgruppe schon vorher, so dass wir sie zum frühen Widerstand zählen.
Im Jahr 1943 mussten die niederländischen Soldaten zurück in die Kriegsgefangenschaft. Zum Teil, weil die Deutschen Arbeitskräfte für die Industrie brauchten, wo ja ein großer Teil der Männer fehlte. In der Zwischenzeit hatten sich viele niederländische Soldaten im Widerstand engagiert. Einige versteckten sich, andere fürchteten Repressalien gegen ihre Familien und folgten dem Ruf. Auch Meulenberg hatte sich am 10. Juni bei den Frieslandkazernen in Assen zu melden.

Noch am selben Tag ging es los, mit einem Transport von 520 Mann. Sie kamen zwei Tage später im Stammlager XI-a Altengrabow an. [1] Am 12.06.1943 wurde er im Stalag XI-a Altengrabow unter der Kriegsgefangenennummer 107104 registriert. In Altengrabow folgten mehrere Wochen, in denen die Unteroffiziere auf alle möglichen Arten unter Druck gesetzt wurden, für die Deutschen zu arbeiten. Sie bekamen nur sehr wenig und sehr schlechtes Essen, sollten ständig exerzieren oder Sport treiben, waren unter sehr schlechten Bedingungen in zugigen, kalten Ställen untergebracht und bekamen keinerlei Post oder Pakete.
Gemäß der Genfer Konvention waren Unteroffiziere nicht verpflichtet, eine Arbeit zu verrichten. Die Mehrheit der niederländischen Unteroffiziere verweigerte daher systematisch die ihnen aufgetragene Arbeit, trotz des Drucks, der auf sie ausgeübt wurde. Auch Ed Meulenberg lehnte die Arbeit ab.
Spätestens im Dezember 1943 wurden die meisten niederländischen Unteroffiziere aus dem Stammlager Stalag XI-a Altengrabow in das 3,56 km südwestlich gelegene Straflager Stalag XI-a/z Groß Lübars verlegt. Dieses Straflager war als Lazarettlager für russische Kriegsgefangene errichtet worden, nachdem unter den Russen im Hauptlager eine TBC-Epidemie ausgebrochen war. Diese Russen lebten unter erbärmlichen Bedingungen und erhielten nur sehr wenig Betreuung.
Obwohl die Bedingungen hier nicht viel besser waren als im Hauptlager, hatten die Niederländer nun immerhin die Möglichkeit, Post und Pakete zu erhalten. Mit dem Inhalt dieser Pakete konnten die deutschen Wachen bestochen werden, so dass alles Mögliche organisiert werden konnte, einschließlich zusätzlicher und besserer Lebensmittel.
In Groß Lübars starb nur ein niederländischer Kriegsgefangener. Bei den Russen (ca. 1054), Polen (359) und Italienern (235) war die Sterberate wesentlich höher.
Als die Amerikaner aus dem Westen und die Rote Armee aus dem Osten anrückten, kapitulierten die Deutschen am 1. Mai 1945. Kurze Zeit später wurden die Niederländer auf offenen Lastwagen in ein amerikanisches Auffanglager in Hildesheim transportiert. Die Kranken wurden per Flugzeug in Krankenhäuser in Frankreich und Belgien geflogen. Die anderen reisten mit dem Zug nach Eindhoven, wo sie am 9. Mai 1945 ankamen.
Dienstgrad bei seinem Tod: 2. Leutnant Algemeiner Dienst Militair Gezag (Militärbehörde)
Quelle: Eric van der Most. [2]

Auch er kam krank zurück und starb am 4. Juli 1945 in Nijmegen an dieser Krankheit.
Begraben auf dem Vredehof in Nijmegen. [3]

  1. Altengrabow Wikipedia DE
    Open Street Map
  2. Eric van der Most, Personalkarte III, Nederlandse krijgsgevangenen in Duitsland 1943-1945 en hun Arbeitskommandos, Gouda 2018, uitgave in eigen beheer (Google books).
    https://krijgsgevangen.nl/ Johan van Hoppe & Eric van der Most
  3. Begraafplaats Vredehof te Nijmegen, Erehof 37
  4. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/102763/edmundus-johannes-meulenberg
  5. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/meulenberg/ba9f0769-5eda-428b-a3df-73fd3a8a3175
  6. Digital Monument

  7. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Meulensteen,
Hendrik A.C.
∗ 1886-03-28
Dinther
† 1943-02-05
Neuengamme
Maastricht - früher Widerstand - Gruppe Dresen - Schiffsbefrachter. Seine Söhne fuhren auf einem Binnenschiff. Zusammen mit seiner Frau betrieb er die Schifferkneipe ihrer Eltern am Franschensingel. Der Stammtisch oder das Hinterzimmer wurde bald zum regelmäßigen Treffpunkt der Gruppe Dresen. Natürlich kannte Meulensteen verlässliche Schiffer für heimliche Fracht nach Belgien. In und um das Haus versteckte er Waffen und Sprengstoff, die aus dem ENCI-Kalksteintagebau gestohlen waren. Meulensteen sammelte auch militärische Informationen.
Quelle und weitere Informationen: Biografie auf struikelsteen-maastricht.nl (pdf)
Am 2. Dezember 1941 als Folge des Verrats durch den Kompagnon von Tom Engeln verhaftet. Für weitere Einzelheiten siehe dort.
Stolperstein vor dem Haus Fransensingel 65
Siehe auch Cammaert, Kapitel II, §II: Die Gruppe Dresen).
Wand: links, Zeile 34-02
Muhren,
Piet
Père Étienne /Pater Stephanus
∗ 1908-09-14
Bergen-op-Zoom
† 1943-10-09
Bunnik (Utrecht)
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Belgien - früher Widerstand - Presse - Gruppe Erkens - Geistlicher - Petrus („Piet“) Johannes Cornelis Muhren war kein Widerstandskämpfer in der niederl. Provinz Limburg, stand aber mit ihnen in engem Kontakt und darum steht auch er auf dieser Liste. Seine deutschen Ahnen schrieben noch „Mühren“, das wird aber gleich ausgesprochen. Er ist 1929 als Bruder Canisius in das Noviziat der niederländischen Zisterzienserabtei Mariënkroon eingetreten, wechselte aber 1933 in die unter Personalmangel leidende Abtei Val-Dieu (Godsdal) in Aubel, Belgien, gleich hinter der Grenze des niederländischen Süd-Limburg, wo er den Ordensnamen Stephanus (frz. Étienne) erhielt. Am 5. Juli 1936 in Val-Dieu zum Priester geweiht. Er war in den nächsten Jahren Kantor und lehrte Kirchenrecht, Dogmatik und Philosophie an der internen Lehranstalt. Beim Einmarsch der Wehrmacht 1940 floh er zunächst nach Westen und misstraute seinem deutschen Abt. Kehrte dann aber zurück und stieg mit seinem Mitbruder Hugo Jacobs in den Widerstand ein. Über den Allgemeinmediziner Jules Goffin aus ’s-Gravenvoeren kamen sie mit dem Widerstandsnetzwerk und der bei Clarence so genannten Gruppe Holland (von Nic. Erkens in Kontakt. Er beobachtete auf ausgedehnten Radtouren die Transporte der deutschen Armee auf den Bahnlinien in der Gegend und erklärte das mit Besuchen an Frauen die seelsorgerische Hilfe bräuchten, was ihm den Spitznamen Père Amoureux einbrachte.
Val-Dieu und Voeren liegen mitten im Dreiländereck Lüttich-Maastricht-Aachen und waren daher als Drehscheibe für Fluchtnetzwerke geradezu prädestiniert. Die beiden Mönchen versteckten Flüchtlinge im Kloster und auf den umliegenden Höfen und überwachte die deutschen Eisenbahnaktivitäten auf den Bahnlinien des Grenzgebiets. Sie wurden von ihrem deutschen Abt Alberich Steiger unterstützt, indem dieser u.A. mit hohen deutschen Offizieren tafelte. Gemeinsam mit seinem Mitbruder und Pol Nolens, Kaplan in Charneux, wurde eine illegale, in Charneux auf einem Matritzendrucker reproduzierte Zeitung verteilt, die in den drei Landessprachen (La Tribune Libre auf Französisch, Het Vrije Woord auf Niederländisch und Das Freie Wort auf Deutsch) die Missetaten des Nationalsozialismus anprangerte.
Am 18. März 1943, einen Tag vor P. Hugo, von der Geheimen Feldpolizei als Folge des Hannibalspiels verhaftet. Am 11. August 1943 wurden er und zehn weitere Personen von einem Kriegsgericht in Utrecht wegen „Spionage und Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt. Sie wurden am 9. Oktober 1943 in Fort Rijnauwen bei Utrecht erschossen. Auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte trugen er und sein Mitbruder ihre weißen Zisterziensermönchskutten und sangen lautstark ein religiöses Lied. Seine Leiche wurde eingeäschert, die Asche später auf dem Klosterfriedhof Val-Dieu beigesetzt. Im Fort Rijnauwen und in der Abteikirche Val-Dieu erinnert eine Gedenktafel an ihn.
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.02-04
Nijst,
Charles Joseph
∗ 1916-03-05
Kerkrade
† 1944-01-18
KZ Groß-Beeren, Kreis Teltow
Valkenburg - früher Widerstand - Presse - In Het Land van Valkenburg stand: „Er weigerte sich, die Loyalitätserklärung zu unterschreiben und tauchte unter. Verhaftung (Datum unbekannt) wegen Verbreitung illegaler Drucksachen.“
Bei der Oorlogsgraven­stichting (Kriegsgräberstiftung) steht ein Quellenlink wo er als Student an der Katholieke Economische Hoogeschool in Tilburg aufgeführt wird. Ferner steht da, im Widerspruch zu dem Vorstehenden: „Beschäftigt bei den Arado Flugzeug Werke in Brandenburg a.d. Havel. Wurde am 6. Oktober 1943 verhaftet. Grund war eine Äußerung in einem privaten Gespräch Anfang September. Er wurde zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Um den 15. Dezember erhielt die Familie von der schwedischen Botschaft die Nachricht, dass Nyst nicht freigelassen worden war, sondern in ein Arbeitserziehungslager in Groß Beeren und von dort in das Konzentrationslager in Sachsenhausen bei Oranienburg verlegt worden war. Inzwischen, am 18. Februar 1944, wurde die Familie in Maastricht darüber informiert, dass er am 18. Januar 1944 in Groß Beeren einer ‘Herzschwäche’ erlegen war.“
Mehr in unserer Geschichte Widerstand in Valkenburg
Charles Joseph Nijst op de lijst van personen die tijdens de bezetting belangrijk waren voor Valkenburg.
Wand: rechts, Zeile 26-04
Oppen, van
Jules Louis Antoine
∗ 1882-05-10
Maastricht
† 1943-02-16
Vught
Venlo - früher Widerstand - Geistlicher - Dechant Jules van Oppen war der erste Geistliche in Venlo und ganz Limburg, der seinen Widerstand mit dem Tod bezahlen musste. Nach dem deutschen Einmarsch am 10. Mai 1940 sprach er sich entschieden gegen die NS-Propaganda-Filme aus, die die Deutschen ins Kino brachten,denn nach Einschätzung der Kirche waren sie unmoralisch und antipatriotisch. Ungeachtet wiederholter Verwarnungen nahm er kein Blatt vor den Mund. Er wurde im September 1942 verhaftet. Im Ergebnis bezahlte er seine Offenheit mit dem Leben. Er starb im Februar 1943 im KZ Herzogenbusch (Kamp Vught). Damit war er der erste Kirchenvertreter aus Limburg, der in deutscher Gefangenschaft am 16. oder 17. Februar ums Leben kam.
Drei Priester der Martinuskirche haben ihren Widerstand mit dem Leben bezahlt. Auf der Gedenktafel an dieser Kirche finden wir ihre Namen und auch den des reformierten Pfarrers Henk de Jong.
Wand: rechts, Zeile 30-04
Partouns,
Jozef J.G.
∗ 1911-01-03
Eijsden
† 1945-02-08
Vaihingen
Eijsden - früher Widerstand - Gruppe Erkens - Joseph Jean Gerard Partouns war Laborant. J. Arpots, J. Partouns und J. Reintjens waren drei junge Männer, von denen einer bei der niederländischen Eisenbahn arbeitete. Die drei nannten sich das Orangene Dreieckchen. Sie notierten alle Einzelheiten des Bahnverkehrs und gaben die Daten an den Gemeindesekretär Hubert Smeets weiter, der sie im Rathaus auf Zigarettenpapier abtippte. Am 05.11.1942 in Eijsden verhaftet. (Cammaert hoofdstuk II, S. 78) Inhaftiert im Nacht und Nebel-Lager Natzweiler, gestorben in Vaihingen, laut Oorlogsgravenstichting.nl am 14.01.1945.
Siehe auch: Denkmal für die gefallenen Widerstandskämpfer in Vroenhof, Eijsden.
Wand: links, Zeile 08-03
Peussens /Peusens,
Chris H.J.
∗ 1907-05-28
Eijsden
† 1942-12-30
KZ Sachsenhausen, Oranienburg
Eijsden - früher Widerstand - unorganisierter Widerstand - Christiaan Hubertus Josephus Peusens war Futtermittelhändler. „Manchmal gingen die Dinge schief. Drei Mitglieder der Familie Peussens aus Eijsden, zwei Brüder und eine Schwester, hatten mehrere unabhängige Verbindungen zu Widerstandsleuten in Amsterdam. Mit Ausnahme von zwei Polizisten waren diese Beziehungen vertrauenswürdig. Eine Zeit lang verlief der Menschenschmuggel ohne nennenswerte Zwischenfälle. Bis zum 18. Juli 1942 überquerten wahrscheinlich ein paar Dutzend Juden mit Hilfe der Peussens die belgische Grenze. An dem Tag verhafteten vier Mitglieder der Amsterdamer SiPo und zwei Gendarmen die drei Helfer. Sie wurden wahrscheinlich von Amsterdamer Polizisten getippt. C.H.J. Peussens starb am 30. Dezember 1942 in Sachsenhausen. Sein Bruder M.J.H. Peussens wurde aus demselben Lager entlassen und kehrte am 28. April 1944 in seine Heimatstadt zurück. Die Schwester J.M.H. Peussens wurde nicht nach Deutschland deportiert und konnte nach einem kurzen Aufenthalt in einem Amsterdamer Gefängnis nach Hause zurückkehren.“ (Cammaert V, S.397)
Es war auch ein C. Peussens aktiv in der Gruppe Blok (in der Belastinggroep (Steuergruppe) Maastricht zuständig für die Piloten), aber das war nicht dieselbe Person.
Siehe auch: Denkmal für die gefallenen Widerstandsleute (Vroenhof, Eijsden)
Wand: links, Zeile 08-04
Regout,
Robert
∗ 1896-01-18
Maastricht
† 1942-12-28
Dachau
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Maastricht - früher Widerstand - Geistlicher - Robert Hubert Willem Regout war Jesuit und Rechtswissenschaftler. Im Jahr 1934 promovierte er an der Universität Nimwegen über die Lehre vom „gerechten Krieg“. Ab 1939 war er dort außerordentlicher Professor für internationales Recht. Während der Besatzung informierte er überall über die völkerrechtlichen Einschränkungen, an die sich eine Besatzungsmacht zu halten hatte, z.B. in einem Artikel vom Juni 1940 De rechtstoestand in bezet gebied (Die Rechtslage im besetzten Gebiet) über die Haager Landkriegsordnung. Er wurde von den Besatzern wegen seiner Haltung, seiner Agitation und seiner Sachkenntnis gefürchtet und Ende Juni 1940 verhaftet.
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.04-24
Rocks/Roks,
Jan Joseph
∗ 1883-05-21
Sibbe
† 1944-03-03
Natzweiler-Struthof
Valkenburg - früher Widerstand - Gruppe Erkens - Mitglied der frühen Widerstandsgruppe Erkens in Maastricht, Miteigentümer des Gästehauses Samoshuis, dem späteren Hotel Parkhotel Atlanta. Nic Erkens war einige Zeit bei ihm untergetaucht. Er wurde am 19. November 1942 in Valkenburg im Rahmen des Hannibalspiels verhaftet. Vorwurf: Verbreitung von Widerstandsliteratur. Piet Roks kam aufgrund der Umstände zu spät nach Hause, sah die Überfallwagen vor ihrem Haus stehen und konnte rechtzeitig fliehen. Jan Joseph starb am 3. März 1944 im Nacht und Nebel Lager in Natzweiler (Elsass).
Totenzettel (Beachten Sie die Schreibweise!)
Siehe auch Die Gefallenen in Valkenburg
Mehr in unserer Geschichte Widerstand in Valkenburg
Jan Joseph Rocks/Roks op de lijst van personen die tijdens de bezetting belangrijk waren voor Valkenburg.
Wand: rechts, Zeile 27-02
Rooyackers /Rooijackers,
Wim A.
∗ 1918-03-13
Heerlen
† 1944-09-05
Vught
Heerlen - früher Widerstand - K.P. - Presse - Polizei - Wilhelmus Antonius (Wim) Rooijackers war Handelskorrespondent und Mitglied der Grubenpolizei. Schon in den ersten Kriegsjahren kümmerte er sich um Kriegsgefangene, die aus Deutschland geflohen waren. (Cammaert III, S. 217) und war an einem gescheiterten Attentatsversuch beteiligt (Cammaert IV, S. 286). Er war auch in der Gruppe aktiv, die die illegale Zeitschrift Het Parool in Südlimburg vertrieb. (Cammaert XI, S. 1050) Er wurde zusammen mit der Hebamme A.M. Bensen-Offermans verhaftet, die bei der Razzia im Maastrichter Gefängnis befreit wurde.
Aber Wim Rooijackers war einer von vielen, die am Dolle Dinsdag in Vught hingerichtet wurden.
Wand: links, Zeile 17-03
Schoenmaeckers,
Paul
Jean
∗ 1886-09-21
Amby (Maastricht)
† 1945-04-21
Obrnice (Č)
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Amby - Belgien - früher Widerstand -

Zeremonie Stolpersteine

Paul Fernand Cécile Ghislain Marie Schoenmaeckers aus Amby heiratete am 12. Juni 1911 Hélène Palmers in Stevoort bei Hasselt. Sie lebten von da an in Rekem (Belgisch-Limburg). Während der Besatzung schlossen sie sich dem Fluchtnetzwerk Comète an, zusammen mit ihren Söhnen Michel und Jean und dessen Frau Marguerite De Bissy. Sie arbeiteten dort für Line. Das war das Pseudonym von Olympe Félicie Henriette DOBY. Paul und seine Frau Helene versteckten auch ein jüdisches Mädchen bei sich zu Hause. Bei den meisten Flüchtlingen, denen diese Gruppe weiterhalf (meist nach Brüssel), handelte es sich um abgestürzte Alliierte, die vor allem aus der Region Maastricht „geliefert“ wurden, insbesondere durch Pauls Schwestern Hélène und Adèle, die noch im Elternhaus in Amby wohnten. Paul und Michel wurden am 26. November 1943 verhaftet, Jean konnte gerade noch entkommen. Paul starb bei einem Transport in der Nähe von Obrnice (deutsch: Obernitz), heute Tschechische Republik.
Der jüngste Sohn Michel wurde am 8. Dezember 1919 in Rekem (B) geboren. Er kümmerte sich insbesondere um Menschen, die sich in den Wäldern um Lanaken und Rekem versteckt hielten. Wurde am 15. September 1944 im Konzentrationslager Nacht und Nebellager KZ Sonnenburg ermordet im Alter von 24 Jahren. Ziel dieser Speziallager war es, die Widerstandskämpfer administrativ verschwinden zu lassen, nichts wurde über die Gefangenen aufgeschrieben und die Familie wurde nicht informiert.
Schoenmaeckerskreuz für Paul und Michel im Wald bei Rekem: N50° 55.259 E 005° 39.935
Stolperstein für Paul und seine Schwester vor ihrem Elternhaus, Bergerstraat 2-4 in Amby.


Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.02-05
Schoenmaeckers /-makers,
Hélène
Lèneke
∗ 1894-07-03
Kapelhof-Rekem (B)
† 1945-07-11
Sankt Gallen (CH)
- Amby - früher Widerstand - Gruppe Erkens -

Zeremonie Stolpersteine

Marie Clotilde Hélène Schoenmaeckers stammt aus einer echten Widerstandsfamilie. Ihre Schwester Adèle und ihr Bruder Paul mit seinen Söhnen waren ebenfalls eng in den Widerstand eingebunden. Sie war unverheiratet und leistete ehrenamtliche Arbeit. Die Mutter von Hélène, Pauline de Rosen, war mit dem Ehepaar De Liedekerke in Eijsden befreundet. Da sie gut Französisch sprachen, wurden Hélène und ihre Schwester Adèle von Graf de Liedekerke gebeten, bei der Betreuung französischsprachiger entkommener Kriegsgefangener zu helfen. Sie halfen auch anderen Flüchtlingen. Unter anderem mit Hilfe ihres Bruders Paul, der seit seiner Heirat wieder in Belgien wohnte und Mitglied der Komet Fluchtroute war. Die Flüchtlinge wurden nach Belgien gebracht, entweder über Eijsden oder von Borgharen (NL) nach Smeermaas (B) über die Maas. Hélène und Adèle wurden am 5. November 1942 in ihrem Elternhaus, dem Withuishof in Amby, verhaftet. Adèle wurde am nächsten Tag freigelassen. Lèneke war in Ravensbrück, starb kurz nach ihrer Befreiung in einem Sanatorium in der Schweiz, Todesursache waren die erlittenen Strapazen.


Wand: links, Zeile 01-02
Senster,
Hein
∗ 1914-12-21
Vaals
† 1945-05-03
Lübecker Bucht
Vaals - CPN - früher Widerstand - unorganisierter Widerstand - Hendrik Servatius Jozef Senster war Bergmann. Verhaftet am Kirmesmontag, dem 23. Juni 1941, eineinhalb Monate nach dem Einmarsch der Deutschen in die Niederlande. Er hatte zusammen mit einer Gruppe junger Leute aus Vaals eine Demonstration organisiert. Anschließend fegten sie aus Protest den Straßenkehricht in Richtung deutsche Grenze. Zwei aus der Gruppe wurden verhaftet. Hub Hermans wurde in das Konzentrationslager Amersfoort überführt und später entlassen. Hein landete in Neuengamme bei Hamburg. Er hatte keinen Erfolg mit dem Schreiben aus dem Lager. Nur ein Brief an eine deutsche Adresse (im benachbarten Vaalserquartier) kam an.
Im Mai 1945 wurden die Häftlinge von Neuengamme auf Schiffe in der Lübecker Bucht gebracht. Welche Absichten die SS damit verfolgte, konnte nie mit Sicherheit geklärt werden. Die Schiffe wurden von den Alliierten in der Annahme bombardiert, dass es sich um Truppentransporter handelte, und vielleicht war genau das auch die Idee dahinter. Hein Senster fand dabei den Tod.
Wand: rechts, Zeile 25-06
Smeets,
Alphons
∗ 1887-07-14
Mheer (L)
† 1943-10-09
Fort Rhijnauwen, prov. Utrecht
Eijsden - früher Widerstand - Gruppe Erkens - Michiel Hubert Alphonse Smeets war Obstbauer und -Händler in Eijsden, Nachbar und Pächter von Raphael de Liedekerke und Bruder des Gemeindesekretärs Hubert Smeets.
Im Laufe des Jahres 1941 bildete sich in Eijsden eine Widerstandsgruppe aus dem örtlichen Harmonieorchester, siehe die Einleitung über der Liste der gefallenen Widerständler von Eijsden. Ihre Haupttätigkeit war das Schleusen von Personen über die Grenze, die von den Deutschen gesucht wurden, aber auch nachrichtendienstliche Arbeit. Alphons Smeets musste für seine Arbeit oft nach Belgien.
Verhaftet im Zusammenhang mit dem Hannibalspiel, einer Infiltration durch die Marineabwehr in Groningen.
Siehe auch: Denkmal für gefallene Widerstandskämpfer in Vroenhof, Eijsden.
Wand: links, Zeile 07-05
Smeets,
Hubert
∗ 1892-08-27
Noorbeek;
† 1943-10-09
Fort Rhijnauwen, prov. Utrecht
Eijsden - früher Widerstand - Gruppe Erkens - C.H.A Smeets war Gemeindesekretär und Bruder von Alphons Smeets. Mitglied des belgischen Nachrichtendienstes Luc, Sektion Renkin. Er holte sich die Hilfe von J. Arpots, Jozef Partouns und J. Reintjens, drei jungen Leuten, von denen einer bei der niederländischen Eisenbahn arbeitete. Sie nannten sich das "Orangene Dreieck". Sie notierten alle Details über den Zugverkehr und gaben die Daten an Smeets weiter, der sie im Rathaus auf Zigarettenpapier abtippte.
Am 15. Oktober 1942 verhaftet als Ergebnis des Hannibalspiels, einer Infiltration durch die Groninger Dienststelle der Marineabwehr, dem Gegennachrichtendienst der deutschen Marine. (Übrigens: Cammaert nennt im Kap.II zwei Verhaftungsdaten. In einem Anhang erwähnt er auch den 7. Oktober 1942). Das Kriegsgericht der deutschen Luftwaffe verhängte am 11. August 1943 in Utrecht die Todesstrafe gegen Smeets. In Eijsden ist die Hubert Smeetsstraat nach ihm benannt.
Siehe auch:Monument der gevallen verzetslieden in Vroenhof, Eijsden
Wand: links, Zeile 08-01
Smit,
Sjef
∗ 1916-09-09
Roermond
† 1942-09-17
Amsterdam
Heerlen - früher Widerstand - Gruppe Smit - Polizei - Jef Smit aus Roermond, vor dem Krieg Berufssoldat, entschied sich nach der Demobilisierung im Juli 1940 für den Polizeidienst in Heerlen. Er blieb nicht lange dort. Er war empört darüber, dass die öffentlichen Auftritte von NSB-Mitgliedern und anderen pro-deutschen Elementen ungestraft blieben. Als dann auch noch klar wurde, dass Anti-NSB-Stimmungen unterdrückt werden sollten, hatte er genug. Er verlor das Vertrauen in die Polizeiführung und legte im Frühjahr 1941 sein Amt nieder. Am 19. Juni fing er als Dreher bei der Oranje-Nassau-Mine an zu arbeiten.
Dort stahl er Dynamitstangen, um Sabotageakte zu begehen. (Cammaert II, S. 107)
Er suchte und fand Kontakt zu ehemaligen Soldaten und anderen, die so dachten wie er, in den Minen und darüber hinaus. So entstand die Gruppe Smit.
Smit wurde erschossen und am 17. Mai 1954 in Maastricht im Grab R 20b auf dem Städtischen Friedhof am Tongerseweg beigesetzt, Ehrenrotunde R: Gräber von 6 gefallenen Limburger Widerstandskämpfern.
Wand: links, Zeile 19-02
Smits,
Frank G.
∗ 1919-08-29
† 1944-04-04
Utrecht
Hulsberg - früher Widerstand - Student*in - Studentenwiderstand. Jurastudent. Er weigerte sich, die Loyalitätserklärung zu unterzeichnen und schloss sich der Widerstandsbewegung an (zeichnete Aktivitäten der Deutschen auf niederländischen Flughäfen auf und gab sie an die Alliierten weiter), wurde am 12.08.1943 unter dem Verdacht der Verschwörung verhaftet. Nach Aufenthalten in verschiedenen Gefängnissen wurde er schließlich von einem Sondergerichtshof zum Tode verurteilt und anschließend wegen illegalen Waffenbesitzes erschossen.
Mehr in unserer Geschichte Widerstand in Valkenburg
Frank G. Smits op de lijst van personen die tijdens de bezetting belangrijk waren voor Valkenburg.
Wand: links, Zeile 24-04
Soesman,
Gerard L.R.
∗ 1922-06-23
Valkenburg
† 1945-01-21
Auschwitz/Oświęcim
Maastricht - Valkenburg - CPN - Jude*in - früher Widerstand - Presse - Sekundarschüler. Wird in der Erelijst van gevallenen 1940 – 1945 geführt, in der Kategorie Widerstand, nicht wegen seines Jüdischen Vaters, Jacob Soesman. Seine Mutter, Christina Johanna Maria Prick, war keine Jüdin.
Dennoch steht er auch auf der Site des Joods Monument, mit dem Begleittext: „Gerhard Lodewijk Robertus Soesman, der eine kaufmännische Sekundarschule besucht hatte, wohnte in Maastricht. Er arbeitete im Untergrund für die niederländische kommunistische Partei (CPN). Er verteilte Zeitungen, darunter De Vonk. Durch Zutun des V-Mannes (Informanten) Engwirda wurde er am 24. Januar 1942 in Maastricht gefasst. Er wurde im Gefängnis in Maastricht eingesperrt und anschließend über das Konzentrationslager Vught nach Auschwitz deportiert.“
Siehe auch Genealogie Soesman
Mehr in unserer Geschichte Widerstand in Valkenburg
Gerard L.R. Soesman op de lijst van personen die tijdens de bezetting belangrijk waren voor Valkenburg.
Wand: links, Zeile 35-04
Spreksel,
Charles
∗ 1916-07-03
Heerlen
† 1945-01-07
KZ Schömberg, KZ Natzweiler
Heerlen - früher Widerstand - Presse - Gruppe Smit - Ehemaliger Soldat und Schaufensterdekorateur. Zunächst verteilte er illegale Zeitschriften und selbst abgezogene Flugblätter, die von Kaplan E. Hennekens aus Valkenburg geliefert wurden. Sie erhielten zunehmend Unterstützung von jungen Leuten, vor allem von Familienangehörigen und engen Freunden. Ende 1940 hatten die Sekundarschüler A.J.A. Rameckers, P.L.W.A. Leclou und H.H. Baeten eine kleine Widerstandsgruppe gebildet (Cammaert Kapitel II, S. 109 -110). Laut dem Betkärtchen wurde er am 2. Februar1942 verhaftet und gelangte über Maastricht, Amsterdam, Amersfoort, Vught, Buchenwald, Natzweiler, Dachau, Ottobrünn nach Dautmergen, wo er am 6. Januar 1945 starb.
Sterbeurkunde auf oorlogsbronnen.nl
Wand: links, Zeile 19-03
Tobben,
Harrie /Harry
∗ 1917-08-24
Heerlen
† 1945-03-15
Hameln (D
Heerlen - früher Widerstand - Presse - Ordedienst - Netzw. Bongaerts - Polizei - Glockenspiel - Ehemaliger Soldat und nach seiner Demobilisierung durch die Deutschen in 1940 Mitglied der Grubenpolizei. War unter anderem an Sabotageakten in der Oranje-Nassau Mine I (O.N. I) in Heerlen beteiligt, was von der SiPo aufgedeckt wurde. Im Juni 1942 tauchte er auf Anraten von Polizeifreunden in Baexem unter, half aber weiterhin Flüchtlingen. Aus der Rede von Dr. Fred Cammaert bei der Enthüllung der Gedenktafel am Friedensglockenspiel): „Unter der inspirierenden Führung von Charles Bongaerts widmeten er und andere ehemalige Militärangehörige sich allen möglichen Widerstandsaktivitäten. Sie reichten von der Hilfe für Juden, alliierte Flieger und Untergetauchte über das Sammeln von Waffen und Geheimdienstinformationen bis hin zur Herstellung und der Verteilung „illegaler“ Zeitschriften und Sabotageakten. Durch die Infiltration durch Provokateure in deutschen Diensten wurde er am 6. August 1943 verhaftet.“
Wand: links, Zeile 19-05
Treuen,
Theo
∗ 1914-07-24
Tegelen
† 1942-09-17
Amsterdam
Voerendaal - früher Widerstand - Gruppe Smit - Das Elternhaus von Theo (Theodorus Gerardus Johannes Peter) Treuen stand in der Maasstraat 43 in Steyl. Er arbeitete in der Metzgerei Leenders in Voerendaal und während der Vorkriegsmobilisierung war er Soldat. Im Laufe des Jahres 1940 wurde er von Jozef Smit angesprochen, der ebenfalls demobilisiert worden war. Über Theo Treuen werden auch die Schüler Paul Leclou, A. Rameckers und H.H. Baeten in die Gruppe Smit aufgenommen. (Cammaert II, S. 109-110) Ein Infiltrant verriet die Gruppe Smit an die Deutschen. Theo wurde in der Metzgerei verhaftet. Am 16. Juli 1942 wurden Smit und Treuen in Amsterdam zum Tode verurteilt und die anderen Mitglieder ihrer Gruppe zum KZ.
Wand: rechts, Zeile 35-05
Verhagen,
Douwe
∗ 1917-10-08
Assen
† 1943-01-04
Neuengamme
Maastricht - früher Widerstand - Gruppe Dresen - Douwe Verhagen war im Mai 1940 Berufsunteroffizier am Abschlussdeich, wo die niederländischen Verteidiger den einmarschierenden Truppen von Nazi-Deutschland am längsten getrotzt haben. Ab Sommer 1940 arbeitete er an der Grenzübergangsstelle Caberg (Maastricht). Es herrschte dort eine ausgesprochen antideutsche Stimmung. Er wurde am 2. Dezember 1941 verhaftet.
Wand: links, Zeile 37-01
Vlemmings,
Lambert
∗ 1918-11-10
Breda
† 1945-02-23
Dachau
Heerlen - früher Widerstand - Presse - Gruppe Smit - Lambertus Arnoldus Vlemmings war ein ehemaliger Soldat und nach seiner Demobilisierung durch die Deutschen in 1940 Paketzusteller bei Van Gend & Loos. Am Anfang des Krieges verteilte er illegale Zeitschriften und selbst erstellte Flublätter, die von Kaplan Hennekens aus Valkenburg geliefert wurden. „Ab dem Frühjahr 1941 konzentrierte sich die Gruppe Smit auch auf das Sammeln von Informationen sowie das Beschaffen und Kaufen von Waffen, Munition und Sprengstoff. Smit übertrug L. Vlemmings die Verantwortung dafür.“ (Cammaert Kapitel II, S. 110.) Verhaftet am 02-02-1942, verurteilt zu 12 Jahren Gefängnis, goud-militair en na zijn demobilisatie door de Duitsers in 1940 estorben in Dachau am 23-02-1945.
Wand: links, Zeile 19-04
Vullinghs,
Hendrik Jacob
Henri
∗ 1883-09-14
Sevenum
† 1945-04-09
Bergen-Belsen
Grubbenvorst - früher Widerstand - L.O. - Geistlicher - Katholischer Pfarrer von Grubbenvorst und Baupfarrer in Grashoek, studierte Musikwissenschaft in Italien und Amerika. Er war als sehr aufgeschlossener und kulturbegeisterter Mensch bekannt. Bereits im Laufe der Jahre 1941 und 1942 begann er in Zusammenarbeit mit dem Amsterdamer Journalisten und Sozialdemokraten Mathieu Smedts, gebürtig aus dem Peeldorf Grashoek, und seinem Kaplan Jean Slots, Juden zu helfen. Es wurde eine Fluchtroute von Amsterdam in die Schweiz eingerichtet und es wurden Verstecke in Nordlimburg gefunden. Auch nach der Verhaftung von Smedts (der die Lager überlebte) blieb der Kontakt mit der sozialdemokratischen Gruppe in Amsterdam erhalten. (Cammaert V, S. 423).
Nach der Gründung der LO im Jahr 1943 schlossen sich auch Vullinghs und seine Gruppe an. Er leitete die lokale Gruppe zusammen mit H. Joosten. Am 1. Mai 1944 wurde Vullinghs auf der Straße vor der Kirche verhaftet.
Loe de Jong zufolge war er einer der größten Organisatoren von Hilfe für Piloten und Untergetauchte in der gesamten Provinz Limburg. Der jüdische Komponist Hans Lachman aus Berlin, der in Grubbenvorst untergetaucht war, schrieb ein katholisches Requiem zu Ehren von Pfarrer Vullinghs, wahrscheinlich in den 1950er Jahren.
Wand: links, Zeile 11-03
Wolf,
Egbert
∗ 1917-09-07
Maastricht
† 1942-12-04
Neuengamme
Maastricht - früher Widerstand - Gruppe Dresen - Zöllner, tätig an der Grenzübergangsstelle Maastricht-Caberg). Es herrschte dort eine starke antideutsche Stimmung. Er gehörte zur RAF-Gruppe und wurde am 1. oder 2. Dezember 1941 verhaftet.(Cammaert hoofdstuk II, S. 96) Stolpersteine Schildersplein 13, Maastricht
Denkmal im Finanzamt Maastricht.
Wand: links, Zeile 36-05