Die Gefallenen des Widerstands in Niederländisch-Limburg
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Die Gefallenen des Widerstands in Niederländisch-Limburg

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Untergrundpresse


Gestetner’s Rotary Cyclostyle,
Wikimedia


An der Ecke der Straße

Die Untergrundpresse

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Nach der Kapitulation der niederländischen Armee im Mai 1940 schien die Besetzung vorerst nicht so schlimm zu sein. Noch hofften die Nationalsozialisten, die Niederländer für ihre Ideologie gewinnen zu können. Im Gegensatz zu Belgien und Frankreich wurde keine Militärverwaltung eingerichtet, sondern eine „zivile“. Aber das war nur Schein. Schon am 15. Mai 1940 wurde die Presse unter deutsche Kontrolle gebracht, aber noch am selben Tag erschien auch die erste freie Zeitung. So entstand, was oft als „illegale“ Presse bezeichnet wird. Schließlich nannte sich der Widerstand selbst auch die „Illegalität“. Bis Kriegsende erschienen eine große Diversität von Blättern in einer Millionenauflage. Eine genauere Schätzung ist nicht möglich. Außerdem ging jedes Exemplar oft von Hand zu Hand. Es gab noch keine Kopierer. Das gebräuchlichste Mittel war der gute alte Matritzendrucker, den die Älteren unter uns noch aus ihrer Schulzeit kennen. Wenn so einer nicht zur Verfügung stand, wurden die Texte abgetippt oder sogar abgeschrieben.
Die Verteiler*innen dieser freien Presse verkauften auch oft Fotos der königlichen Familie und dergleichen, um alle möglichen guten Zwecke zu finanzieren. Der Bedarf an unzensierten Informationen war groß, zumal im Mai 1943 alle Funkgeräte abgegeben werden mussten, um das Hören von Radio Oranje zu erschweren und erst recht, als sich die alliierten Truppen näherten, um Europa vom Faschismus zu befreien. Natürlich wurden nicht alle Funkgeräte abgegeben, und es wurden auch beschlagnahmte Funkgeräte von Kampgruppen zurückgeholt.
Die Nazis waren sich der Gefährlichkeit dieser Drucksachen bewusst. Sie verfolgten die Macher*innen mit großer Verbissenheit, versuchten aber auch, mit einer nepp Widerstandszeitung Verwirrung zu stiften: De Gil
Nachfolgend finden Sie Menschen, die diese Arbeit mit ihrem Leben bezahlt haben.
Siehe auch die Wikipedia-Kategorie Nederlandse illegale pers in de Tweede Wereldoorlog, Niederländische illegale Presse im Zweiten Weltkrieg.

Untergrundpresse – 89 Pers.   ⇒Alle Gefallenen des Limburger Widerstandes
Assen, van
Derk
∗ 1891-10-09
Hasselt (O)
† 1943-09-13
Horst (L)
Maastricht - L.O. - Presse - Er war Gerichtsvollzieher bei den direkten Steuern, verheiratet mit Berendje Grolleman, gehörte der LO-Maastricht an. Er und seine Frau waren bei der Verteilung von Untergrundblättern wie Vrij Nederland und Trouw aktiv und an der Gründung der L.O. in Maastricht beteiligt. Sie wurden am 24. Juni 1943 wegen der Unterbringung eines jüdischen Paares verhaftet. Derk wurde wochenlang von der SiPo im Untersuchungsgefängnis in Maastricht verhört. Über die Widerstandsleute, mit denen er zusammengearbeitet hatte, sagte er jedoch nichts aus. Das Finanzamt Maastricht bot den Deutschen vergeblich 40.000 Gulden an, um Derk freizukaufen. Nach einem Befreiungsversuch durch Widerstandskämpfer wurde Derk am 14. September 1943 frühmorgens in das Waldgebiet Schadijkse Bossen in Meterik gebracht. Weil er sich weiterhin weigerte, der SiPo Auskunft zu geben, wurde er an Ort und Stelle erschossen.
Seine Leiche wurde 1946 dort ausgegraben. Nach der Identifizierung wurde er in seinem Geburtsort Hasselt (Provinz Overijssel) beigesetzt. Die Gemeinde Horst ließ 1946 ein Gedenkkreuz aufstellen. Seit vielen Jahren wird dieses Kreuz von der Stiftung Kreuze und Kapellen von Horst a/d Maas gepflegt.
Im Jahr 1963 fanden die sterblichen Überreste von Derk ihre letzte Ruhestätte auf dem Ehrenfeld der Stichting Oorlogsgraven in Loenen auf der Veluwe.
Denkmal im Finanzamt Maastricht
Wand: links, Zeile 29-02
Assen-Grolleman, van
Berendje
∗ 1894-03-29
Hasselt (Ov)
† 1945-02-18
Ravensbrück
- Maastricht - L.O. - Presse - Berendje Grolleman (Berendina van Assen-Grolleman) und ihr Ehemann Derk van Assen engagierten sich fast von Beginn der deutschen Besatzung an im Widerstand in Maastricht. Sie halfen Juden und alliierten Fliegern bei der Flucht in den Süden. Sie waren bei der Verteilung von Untergrundblättern wie Vrij Nederland und Trouw aktiv und an der Gründung der L.O. in Maastricht beteiligt. Infolge von Infiltration und Verrat wurden sie am 24. Juli 1943 in ihrem Haus am Cannerweg 124A verhaftet, unter anderem unter dem Vorwurf, ein jüdisches Ehepaar zu beherbergen. Nach einer vorübergehenden Inhaftierung im Lager Vught wurde Berendje ohne Gerichtsverfahren in das KZ Ravensbrück in Deutschland deportiert. Am 18. Februar 1945 starb sie unter erbärmlichen Umständen an Erschöpfung. Der Ort ihrer letzten Ruhestätte ist nicht bekannt.
Es ist schade, dass die Frau von Derk van Assen bei der Einweihung des Gedenkkreuzes im Schadijker Wald in Meterik nicht erwähnt wurde. Ihre Beteiligung am Widerstand, zusammen mit ihrem Mann Derk, ist eine gemeinsame Heldentat.
Wand: links, Zeile 29-03
Balter,
Hendrik Hubert
∗ 1917-08-06
Schaesberg
† 1945-04-17
Flossenbürg AL Gröditz
Schaesberg - CPN - Presse - Mitarbeiter von De Vonk. Ende April 1942 wurde der Widerständler Scheper wegen Diebstahls eines Fahrrads verhaftet. Er redet mit als Folge zahlreichen Verhaftungen, darunter auch Balter. Als das KZ am 17.4.1945 von den Alliierten befreit wird, ist Hendrik Balter bereits tot (oder einen Tag später), vermutlich an Typhus.
Wand: rechts, Zeile 13-01
Bartels,
Roelf H.
∗ 1868-09-25
Groningen
† 1942-12-14
KZ Neuengamme
Maastricht - Presse - Gruppe Dresen - Fabrikbesitzer, Mitbegünder der Gruppe Dresen. Bartels und seine 36 Jahre jüngere Frau Maria hatten zwei Geschäfte in Maastricht, eines in der Heggenstraat und eines in der St. Maartenslaan. Hauptmann der Reserve der niederländischen Armee. Trotz seines fortgeschrittenen Alters schloss sich Bartels dem Widerstand an. In seinem Tricotage-Haus in der Heggenstraat beherbergte er sechzig entkommene belgische Kriegsgefangene, die dann über die Grenze geschmuggelt wurden. Bartels war auch eine der Schlüsselfiguren bei der Herausgabe und Produktion der Widerstandszeitung Oranje Post. Die erste Ausgabe enthält u.a. die von ihm verfassten Leitlinien für gute Niederländer. Die Widerstandsgruppe wurde von innen heraus verraten. Mehr dazu bei der Gruppe Dresen. Am 12. Dezember 1941 verhaftete die SiPo Bartels. Der Widerstandskämpfer landet im Konzentrationslager Neuengamme. Dort starb er etwas mehr als ein Jahr nach seiner Verhaftung. Zu diesem Zeitpunkt war er 74 Jahre alt.
Weitere Informationen (pdf) (pdf)
Verhaftet laut mestreechonline.nl am 2-11-1941, laut Cammaert hoofdstuk II, S. 117 am 12. Dezember 1941.
Wand: links, Zeile 30-01
Benedic,
Niek
∗ 1903-03-02
Aachen
† 1944-07-11
Natzweiler
Ubach over Worms - CPN - Presse - Nikolaus Benedic war Inhaber einer Lesebibliothek und Mitglied der CPN. War er auch Bergmann? Wohnte in Waubach. Am 30. Mai 1942 verhaftet, wegen der Verteilung der Parteizeitschriften De Vonk und De Waarheid
Wand: rechts, Zeile 24-01
Berckel, van
Karel C.
∗ 1892-08-19
Delft
† 1944-09-05
Kamp Vught
Heerlen - L.O. - K.P. - Presse - Chirurg und Klinikdirektor im St. Jozef-Krankenhaus am Putgraaf in Heerlen. Er war einer von denen, die dort ein wichtiges Widerstandszentrum und den Beginn der L.O. im Distrikt Heerlen schufen, von wo aus auch die Verbindung mit Valkenburg hergestellt wurde. Wie fast alle Menschen der Limburger L.O. war er ein frommer Christ. Außerdem schrieb er für die Heerlener Widerstandszeitung „Het Vrije Volk“.
Wand: links, Zeile 15-03
Berden,
Sylvester
∗ 1919-09-02
Den Haag
† 1944-11-07
Kessel
Heel-Panheel - Presse - Student*in - Untergetaucht - Sylvester Willem Jerome Maria Martin Berden war Jurastudent und wurde während der deutschen Invasion als Feldwebel eingezogen. Im Jahr 1943 tauchten er und sein jüngerer Bruder Joost in einem Kloster in Heel unter. Sie begannen mit der Herausgabe des Daalzichtse Berichten Dienst (D.B.D.) am 6. September 1944, dem Tag nach dem Dolle Dinsdag. Dr. Cammaert widmet diesem Blatt einen Absatz [2]: "Die beiden, Söhne eines Redakteurs der Tageszeitung De Tijd, kamen aus Amsterdam. Wegen der schönen Aussicht auf das Maastal, die ihnen das örtliche Kloster, in dem sie sich versteckt hielten, bot, nannten sie die Zeitung Daalzichtse Berichten Dienst, Talblicker Nachrichtendienst. Sylvester tippte die Nachrichten aus dem alliierten Radio aus und Joost zog den D.B.D. in einer Auflage von zweihundert Exemplaren ab. Das Radio kam von W.H. Heber in Heel. Der Matrizendrucker [3], die Schreibmaschine und anderes Material waren aus dem Rathaus gestohlen worden, wo ein NSB-Genosse das Sagen hatte. Zunächst wurde das täglich erscheinende Blättchen überall angeklebt, aber das wurde bald aufgegeben, weil es im Dorf von Deutschen wimmelte. Seitdem verteilten Einwohner von Heel … das Blatt in der Region.
Beim Herannahen der Alliierten Ende Oktober kartierte Sylvester Berden in Zusammenarbeit mit Rektor Schaeken die deutschen Stellungen und Kampfpositionen. Die wichtigsten Daten funkte er an die Alliierten. Ab und zu ließ er sie von Hunden überbringen. Dass diese Informationen für die Alliierten nützlich waren, zeigte sich daran, dass die Briten, die südwestlich des Kanals Wessem-Nederweert Stellung bezogen hatten, die deutschen Stellungen immer wieder mit großer Präzision beschossen.“ Das fiel natürlich auf, und „Am Sonntag, dem 5. November, umstellte eine Gruppe von fünfzig deutschen Fallschirmjägern das Kloster.“ Im Zimmer von Sylvester Berden im Kloster fanden die Fallschirmjäger zwei Funkgeräte, getippte Nachrichtenberichte und detaillierte Skizzen der deutschen Kampfpositionen in der Gegend. Sie folgerten, dass es sich um den gefürchteten Spion handeln musste. Nach schwerer Misshandlung wurde er am 7. November 1944 in Kessel-Eijk hingerichtet.
Auf delpher.nl können Sie einige Exemplare des DBD lesen. [4] Weitere Informationen über diese lokale Untergrundzeitung finden Sie bei wikipedia [7].
Er steht auf der Erelijst van Gevallenen (Ehrenliste der Gefallenen 1940-1945 des Niederländischen Parlaments) [6].

  1. Trauerkärtchen: http://www.bidprentjes-archief.nl
  2. Cammaert, Het Verborgen Front, Kapitel XI „De illegale pers“ (Die illegale Presse) auf S. 1090 ff.
  3. Wikipedia DE: Matritzendrucker
  4. https://www.delpher.nl/nl/kranten/results?page=1&cql%5B0%5D=ppn%3D26912893X&coll=dddtitel&redirect=true
  5. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/9749/sylvester-willem-jerome-maria-martin-berden
  6. https://www.erelijst.nl/node/2013
  7. Wikipedia NL: D.B.D.
  8. Digital Monument

  9. Wand: links, Zeile 13-02
Bloemgarten,
Rudolf
∗ 1920-05-07
Maastricht
† 1943-07-01
Bloemendaal
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Maastricht - Jude*in - Presse - Student*in - Rudi Bloemgarten wurde in Maastricht geboren [1], wohnte als Kind von 1924 bis 1933 in Schaarbeek (Region Brüssel) und anschließend in Amsterdam, wo er während der Besatzungszeit Medizin studierte.
Auf eerebegraafplaatsbloemendaal.eu [5] lesen wir über ihn:

geboren: 7. Mai 1920 in Maastricht
verstorben: 1. Juli 1943 in den Dünen bei Overveen, 23 Jahre alt
Familienstand: unverheiratet
Beruf
Religion: keine
Standort: Gedenkstein 5 [3]

Hintergrund
Rudi Bloemgarten war jüdischer Abstammung und studierte Medizin an der Universität von Amsterdam. Ende 1940 wandte er sich gegen die Entlassung der jüdischen Dozenten, die an der Universität tätig waren.

Widerstandsaktivitäten
Ab August 1942 war Bloemgarten an der Herstellung und Verbreitung der illegalen Zeitschrift Rattenkruid (Rattengift) beteiligt. Er schloss sich auch der Widerstandsgruppe Groep 2000 [6] an. Darüber hinaus besorgte er Rationierungsmarken und fälschte Personalausweise für jüdische und andere Untergetauchte.
Am 2. Februar 1943 wollte er anlässlich der Hinrichtung von zehn Geiseln in Bloemendaal ein Attentat auf das NSB-Mitglied Feitsma verüben, der 1941 zum Staatsanwalt am Amsterdamer Gerichtshof ernannt worden war. An der Eingangstür von Feitsmas Haus stand er plötzlich seinem Sohn gegenüber, den er anschoss, wodurch dieser schwer verletzt wurde.
Anfang 1943 beteiligte sich Bloemgarten an einem Sabotageakt auf die Eisenbahn in der Nähe von Sloterdijk in Amsterdam, an einem Brandanschlag auf ein Kino am Rembrandtplein und an einem Anschlag auf das Einwohnermeldeamt.

Verhaftung und Ermordung
Nach der Verhaftung mehrerer Teilnehmer an dem Überfall auf das Einwohnermeldeamt Anfang April beschlossen Bloemgarten und zwei weitere Personen, sich in ein Gästehaus in Garderen zurückzuziehen. Am 8. April 1943 wurde die Pension von der Polizei gestürmt. Bloemgarten entkam der Verhaftung, indem er einen Polizisten niederschoss. Deshalb wollte er nach England fliehen. Er wurde jedoch von einem jüdischen V-Mann (einem Vertrauensmann, der Widerstandsgruppen infiltrierte) verraten und am 13. April 1943 in Voorburg verhaftet. Im Juni 1943 wurde er zum Tode verurteilt.

Am 1. Juli 1943 wurde er zusammen mit elf anderen zum Tode verurteilten Widerstandskämpfern in den Dünen bei Overveen erschossen. Seine Mutter war einen Monat zuvor im Vernichtungslager Sobibor ermordet worden.

Rudi Bloemgarten ist auf dem Ehrenfriedhof von Bloemendaal [5] begraben (Feld 18, Gedenkstein 5) und steht in der Ehrenliste der Gefallenen 1940-1945 des niederländischen Parlamentes [2]

  1. maastrichtsegevelstenen.nl
  2. Erelijst van gevallenen 1940 - 1945
  3. Nationaal Archief Rudolf Bloemgarten
  4. https://oorlogsgravenstichting.nl/personen/13912/rudolf-bloemgarten
  5. https://www.eerebegraafplaatsbloemendaal.eu/rudolf-bloemgarten
  6. Wikipedia NL: Groep 2000
  7. Digital Monument

  8. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.-
Bongaerts,
Charles M.H.J.
∗ 1909-08-07
Venlo
† 1944-11-23
KZ Ladelund, KZ Neuengamme
Heerlen - früher Widerstand - Presse - Ordedienst - Netzw. Bongaerts - Polizei - Verheiratet mit Trees (Theresa) Dahmen. Charles Bongaerts kämpfte 1940 während der fünftägigen Schlacht um die Niederlande als Reserveoffizier an der schwer umkämpften "Grebbenberg-Linie", die bis zur Kapitulation hielt. Charles Bongaerts war nach seiner Demobilisierung zunächst Inspektor der Polizei, später Feuerwehrchef in Heerlen, dem Zentrum des östlichen Kohlereviers, und hatte dadurch Zugriff auf Fahrzeuge, die es ihm und seiner Gruppe ermöglichten, eine wichtige Rolle im Widerstand zu spielen. Sie nahmen Flieger auf und brachten sie auf den langen Weg nach England über Belgien, Frankreich und Gibraltar. Einmal hielt Charles Bongaerts einen deutschen Militärkonvoi an und ließ unter dem Vorwand dringend gebraucht zu werden, einen Mechaniker sein Feuerwehrfahrzeug reparieren, während drei amerikanische Flieger hinten drin saßen. (Joseph Marie Phillipe Bongaerts DFC, FC, OHK1)
Vor dem Krieg war er Journalist beim Limburgsch Dagblad in Heerlen gewesen. Zusammen mit einigen anderen gründete er Het Vrije Volk (Das Freie Volk), nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Nachkriegszeitung. Diese Untergrundzeitung richtete sich vor allem an Bergleute und war sehr gut informiert, denn sie hatten überall ihre Leute, sogar bei der SiPo in Maastricht! (Cammaert XI, S. 1077)
Seine Gruppe wurde 1944 infiltriert (Englandspiel), auch Charles wurde verraten und starb am 23. November 1944 in einem deutschen Konzentrationslager.
Wand: links, Zeile 16-01
Bos,
Lubbert
∗ 1900-08-10
Emmen
† 1943-04-06
KZ Buchenwald
Brunssum - CPN - Presse - Bergmann, starb im Konzentrationslager. Er wurde in Brunssum wegen „Verbreitung illegaler Schriften" verhaftet.“.
Wand: links, Zeile 06-01
Brinkman,
Jan
∗ 1893-08-01
Koekange
† 1945-02-20
Dachau
Ubach over Worms - CPN - Presse - Bergmann (Hauer), geboren in Koekange, einem Dorf in der Provinz Drenthe, bis 1997 Gemeinde De Wijk. Er wohnte in Waubach. Arbeitete für die Parteizeitung De Waarheid, verhaftet am 30. Mai 1942.
Wand: rechts, Zeile 24-02
Busch,
Elbertus Frederikus
∗ 1903-05-11
Apeldoorn
† 1943-05-25
Neuengamme
Hoensbroek - CPN - früher Widerstand - Presse - Seine Jugend verbrachte er in Zutphen, seine Wohnorte in Südlimburg waren Brunssum und Hoensbroek (ab 1931). Laut der Biografie auf heemkundehoensbroek.nl war er während des Krieges Gärtner und arbeitete für die Koninklijke Nederlandse Heidemaatschappij, kurz Heidemij. In der Kartei des CPN wird er als Bergmann geführt. Mitarbeiter von De Vonk. Verhaftet am 5. Februar 1941, einige Tage nach dem Überfall der deutschen Truppen auf die Sowjetunion.
Wand: mittel, Zeile 10-02
Crauwels,
Paul N.
∗ 1901-08-17
Maastricht
† 1944-09-08
Sittard
Sittard - CPN - Presse - „Am 7. September 1944 wurden zwei Verteiler von De Waarheid, J.W.H. Theunissen und P.N. Crauwels, der kurz davor einige Exemplare bei S. Beyer abgeholt hatte, von einigen Landwächtern (NS Hilfspolizei) in Munstergeleen festgenommen. Am nächsten Tag wurden die beiden in Sittard ermordet.“ (Van Aernsbergen)
Wand: rechts, Zeile 18-01
Creusen,
Wiel
oom Kees
∗ 1893-07-31
Kerkrade
† 1945-05-31
Bergen-Belsen
Kerkrade - - Presse - RVV - Jan Willem Creusen war Beamter auf dem Zuteilungsamt und ehemaliger Ortsvorsitzender der Unie, er war auch an der Hilfe für unter anderen jüdische Untergetauchte beteiligt und leitete die Verteilung der Zeitschrift „Je Maintiendrai“ in Kerkrade. Er war der Chefkurier des R.V.V. für den Süden der Niederlande und Kontaktperson zwischen der Führung und der Region. Er ist viel gereist. Einen Tag nach der Verhaftung von Paul Guermonprez am 4. April 1944 wurde Creusen im Zug zwischen Utrecht und Maarssen mit einem Koffer voller Lebensmittelmarke und anderer Dokumente angehalten. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass dies auf die Verhaftung von Guermonprez zurückzuführen ist, denn es folgten keine weiteren Verhaftungen, außer André Gubbels, erst vier Monate später. Creusen erlag am 31. Mai 1945 den Folgen der Strapazen in deutschen Lagern. (Cammaert IX, S. 947-952)
Wand: links, Zeile 26-01
Diederen,
Karel Joseph
∗ 1917-10-10
Hoensbroek
† 1943-03-02
KZ Sachsenhausen, Oranienburg
Hoensbroek - früher Widerstand - Presse - Gruppe Smit - In seinen jungen Jahren war er in der Jugendbewegung aktiv. Als er zum Militärdienst eingezogen wurde, war er Gelegenheitsarbeiter. Ab dem 2. September 1937 beim 3. Regiment Berittene Feldartillerie, wo er bis zum Unteroffiziersdienstgrad von Wachtmeester aufstieg. Nach der Kapitulation der niederländischen Armee im Mai 1940 wurde er demobilisiert. Wurde Mitglied der Smit Group, die anfangs vor allem Ex-Soldaten anzog. Sein Vater sagt, er habe vorgehabt, nach England zu gehen. Laut Eingangsregister im Gefängnis Maastricht war er zu der Zeit Brotzusteller. (Quelle: seine biografie auf heemkundehoensbroek.nl, siehe Link) Laut erelijst.nl war er Bergmann.
Verhaftet am 13. Februar 1942, zu Zuchthaus verurteilt und gestorben am 6. März 1943. (Cammaert Kap. II, Anhang V, Arrestaties in de groep-Smit = Verhaftungen in der Gruppe Smit) Solche Unterschiede bezüglich des Todesdatums in einem KZ sind üblich. Zum Beispiel, weil jemand gesehen wurde, nachdem die Verwaltung des Lagers ihn/sie bereits für tot erklärt hatte. Manchmal ist nicht einmal klar, wo jemand gestorben ist, besonders wenn das gegen Ende des Krieges war. Dann gibt es meist auch kein Einzelgrab.
Wand: mittel, Zeile 11-02
Dobbe,
Theo
Hans
∗ 1901-03-19
Amsterdam
† 1944-09-05
Dieren, gem. Rheden
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - früher Widerstand - K.P. - Presse - Der Außenrand von Limburg - In seinem „bürgerlichen“ Beruf war Theo Dobbe Hauptvertreter und landesweit tätig. Im südlichen Teil der Niederlande wurde er zum Organisator der LKP, der Dachorganisation der Knokploegen (Kommandotrupps). Im Jahr 1943 wurde er Leiter der Spezialeinheit Opruimingsdienst (Aufräumdienst).
Sein Körper wurde erst am 21. Juni 1945 in Dieren gefunden. Er gehörte nicht zu den Gefallenen, die in Limburg wohnten, und ist daher nicht auf einer Wand der Gedenkstätte der Provinz aufgeführt. Aber sowohl J.W. Hofwijk als auch Fred Cammaert nennen seine wichtige Rolle in ihren jeweiligen Kapiteln über die Knokploegen in Limburg.
Durch Königlichen Erlass vom 11. September 1951, Nr. 21, eingetragen im Register der Ritter der 4. Klasse des Militär-Wilhelm-Ordens dafür:

… dass er sich im Kampf durch herausragende Taten des Mutes, der Politik und der Loyalität ausgezeichnet hat, indem er in der Zeit von Mai 1940 bis zu seinem heldenhaften Tod im September 1944 den feindlichen Besatzer mit großem Elan und Erfindungsreichtum und auf allen Gebieten des Widerstands im Untergrund beharrlich bekämpft hat, wobei diese Taten den alliierten Kriegsanstrengungen in hohem Maße zugute gekommen sind. Insbesondere durch folgende Taten, oft mit unmittelbarer Todesgefahr.

  1. Schon kurz nach der Kapitulation der Niederlande im Mai 1940 gelang es ihm und fünf anderen, in Naarden Waffen und Munition zu beschaffen.
  2. Am 14. Mai 1941 wurde in Amsterdam ein feindliches Lager mit Fernschreib- und Signalanlagen in die Luft gesprengt, wobei mehrere feindliche Offiziere ums Leben kamen.
  3. Nach seiner Verhaftung am 24. November 1941 in Amsterdam und seiner Überführung in die Willem-II-Kaserne in Utrecht gelang ihm auf sehr gewagte Weise die Flucht, und obwohl er im Dezember in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde, setzte er den Widerstand unverdrossen fort;
  4. Im August und September 1942 zündete er in der Veluwe Moore oder mit Grassoden beladene Fahrzeuge an, um zu verhindern, dass der Feind seine Flugplätze tarnt;
  5. Nachdem er Mitte 1943 in Nijmegen einen Knokploeg gegründet hatte, sabotierte er zusammen mit anderen illegalen Gruppen hartnäckig feindliche Transporte auf alle möglichen Arten und sorgte ab Juni 1944 zugunsten der alliierten Kriegsführung für Berichterstattung durch Brieftauben aus der Mookerheide; außerdem half er alliierten Piloten, über die Grenze zu entkommen.
  6. Als er schließlich kurz vor seiner Hinrichtung versuchte, sich zu befreien, entriss er einem seiner Bewacher dessen Waffe, woraufhin die Eskorte sofort das Feuer auf ihn eröffnete und er tödlich verwundet wurde.

Quelle: De Militaire Willems-Orde Sijthoff Pers ISBN 90-70682-01-X

Weitere Quellen:


Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.04-10
Dorst,
Mans
∗ 1905-12-10
Onstwedde
† 1942-11-12
Neuengamme
Heerlen - CPN - früher Widerstand - Presse - Fabrikarbeiter, Verbindungsmann der Parteizeitung De Waarheid. Verhaftet am 13. Januar 1942.
Wand: mittel, Zeile 06-01
Driessen,
Harry G.
∗ 1921-11-11
Horst
† 1944-09-06
Tijdens transport
Horst - Presse - Student*in - Verteiler von Untergrundzeitungen. „Auch Horst entging nicht dem Terror des Kommandos Berendsen der AKD. Die machten unter der Leitung von Johan Berendsen, dem „Schrecken von Venlo“, Jagd auf Untergetauchte. Am 29. Juli 1944 wurde Harry Driessen, ein regionaler Verteiler von Vrij Nederland und Trouw, von J. Sabbé und J. van Zutphen verhaftet. Driessen versuchte zu fliehen, wurde aber von einer Kugel in den Rücken getroffen. Über das Krankenhaus in Horst gelangte er nach Vught. Während des Gefangenentransports von Kamp Vught ins KZ Sachsenhausen am 6. September versuchte er erneut zu fliehen, wahrscheinlich in der Nähe von Ravenstein. Die Wachleute eröffneten das Feuer, Driessen wurde tödlich verwundet.“ (Cammaert VIb, S. 592)
Wand: links, Zeile 23-01
Droitcourt,
Guido
Kamiel
∗ 1915-09-27
Berlin-Pankow
† 1943-02-11
Hauptlager Neuengamme
Geulle - Presse - Gruppe Dresen - Kamiel Michel Josef Guido Droitcourt hatte eine deutsche Mutter und einen französischen Vater und wurde in Berlin geboren. Im Alter von 20 Jahren kam er mit seiner Mutter, ihrem Mann und seinem Halbbruder nach Geulle. Im Juli 1941 wurde bei Geulle das erste alliierte Flugzeug abgeschossen. Ein Besatzungsmitglied kam zu Guido Droitcourt, fiel dann aber doch in deutsche Hände. Guido schloss sich der Widerstandsgruppe rund Pierre Dresen an. Ein Jahr nach dem deutschen Einmarsch half er bei der Erstellung eines ersten Flugblatts. Am 1. November 1941 lief das erste Exemplar der Oranje Koerier mit einer Auflage von 175 Stück aus dem Matrizendrucker. (Cammaert Kapitel II-II. De groep-Dresen, S. 95-107) Verhaftet am 01-12-1941.
Siehe seine Daten auf der Seite von Neuengamme: Die Toten 1940-1945 Dort wird er genannt: Kamill Michel Josef Guido
Es gibt einen Stolperstein für ihn am Heirweg 2, Geulle.
Wand: mittel, Zeile 04-02
Eldert, van
Johannes Antonie
Jan
∗ 1894-10-31
Amsterdam
† 1944-07-21
Leusden
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - CPN - Presse - Der Außenrand von Limburg - Der Tischler Van Eldert war mit Wilhelmina van de Berg verheiratet und verteilte illegale Zeitungen, darunter De Waarheid. Am 17. Juni 1944 um 2.15 Uhr wurde er von dem berüchtigten Wiebe verhaftet, weil er in Nimwegen De Waarheid verteilt hatte. Um 11 Uhr wurden er und drei andere von Wiebe und Hidskes zum SD in Arnheim gebracht. Am 21. Juli 1944 wurde er als Vergeltung für Angriffe auf deutsche Soldaten zusammen mit sieben anderen Menschen aus Nimwegen auf der Leusderheide hingerichtet, nachdem er vorher sein eigenes Grab hatte ausheben müssen. Nach dem Krieg war Van Eldert bis zum Herbst 1969 auf Rustoord (D 710) begraben.
Auf oorlogsdodennijmegen.nl lesen wir über ihn [5]:

18.2.2011: telefonische Mitteilung der Enkelin J.A. Brugmans: 1948 gab es Pläne für ein Denkmal auf dem Wedren für diese Hingerichteten. Da Van Eldert jedoch ein "anders Denkender" war, er war Mitglied der CPN, konnte er dort nicht begraben werden. Daher wurde er auf dem Friedhof Rustoord begraben. Ende der 1960er Jahre wurde der Bleisarg in der Absicht bewegt, ihm ein Ehrengrab auf dem Vredehof zu geben, was die Familie jedoch ablehnte. "Damals nicht also auch jetzt nicht". Inzwischen war der Bleisarg verschwunden. Seine sterblichen Überreste sind nach Rustoord zurückgebracht worden.

Eine der Geschichten über das Attentat, das drei Wochen später auf den deutschen Soldaten Otto Geschefsky verübt wurde, besagt, dass dies ein Racheakt für die Verhaftung von vier kommunistischen Widerstandskämpfern aus Nimwegen (Arp Wagter, Jan van Eldert, Piet Treijtel und Piet Span) war. Eine andere Geschichte besagt, dass zwei unerfahrene Jungen im Alter von 17 und 18 Jahren beauftragt wurden, diesem Geschefsky eine Liste mit Namen von Widerstandskämpfern aus Nimwegen wegzunehmen. Eine Freundin lockte ihn in den Kronenburgerpark und sie überfielen ihn. Geschefsky zog seine Pistole, wurde aber selbst damit erschossen. [1]

  1. Otto Geschefsky
  2. Theo Dobbe en de Nijmeegse Knokploeg, in: Jaarboek Numaga 2008, p. 69-77
    Theo Dobbe
  3. G. Thuring, Ereveld Vredehof, Groesbeek 2010, p. 24-25 met foto grafsteen Rustoord
  4. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/38845/johannes-antonie-van-eldert
  5. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/eldert/446adb86-d96a-4b85-b7a5-0ddc2088a71b
  6. Digital Monument

  7. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Engeln,
Paulus Anthonius
Tom
∗ 1902-01-30
Purmerend
† 1945-04-27
KZ Ebensee
Maastricht - früher Widerstand - Presse - Gruppe Dresen - Paulus Anthonius (Tom) Engeln, ein in Maastricht lebender Ladenbesitzer und Lederwarenfabrikant, war deutscher Abstammung und von einer deutschen Frau, Betsy Wanger, geschieden, mit der er drei Kinder hatte. Im Jahr 1942 waren sie 4, 7 und 12 Jahre alt. Im Hinterzimmer seines Unternehmens druckte er die illegalen Zeitungen „Vrij Nederland“ und die „Oranje Post“, die über die Gruppe Dresen verteilt wurden. Er beherbergte den Amsterdamer Juden Isidoor Brandon, der auch sein Geschäftspartner wurde, und dessen Freundin Cor Meijer. Brandon schuldete ihm Geld und hatte auch Angst um seine eigene Sicherheit. Aus diesem Grund haben er und Meijer Tom und die gesamte Gruppe Dresen verraten. Am Freitag, dem 28. November 1941, wurden er und mehrere andere verhaftet. In den folgenden Tagen wurde fast die gesamte Widerstandsgruppe Dresen/Hage, dreiundzwanzig Widerständler, verhaftet. Die drei wichtigsten Mitglieder der Gruppe „Oranje Koerier“, Pierre Dresen, Dirk Hage und Gerrit Spierings, wurden zum Tode verurteilt. Tom und acht andere wurden in verschiedenen Lagern wie Buchenwald und dem "Nacht- und Nebel" Lager von Natzweiler-Struthof (Elsass) schließlich in das KZ Kommando Ebensee, wo er schließlich am 27. April 1945, eine Woche vor der Befreiung des Lagers, im Krankenrevier an Erschöpfung starb. Er war da 43 Jahre alt.
Es gibt einen Stolperstein vor dem Haus Bredestraat 37, MaastrichtAusführlicher Bericht in der Biografie von Tom Engeln. Das ist eine Übersetzung der Biografie von Tom Engeln bei struikelsteentjes-maastricht.nl.
Wand: mittel, Zeile 14-02
Evers,
Johannes Hendrikus
Jan
∗ 1917-05-03
Oosterhout (Valburg)
† 1944-07-21
Leusderheide
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - früher Widerstand - K.P. - Presse - Der Außenrand von Limburg - Jan Evers betrieb eine Autowerkstatt, war verheiratet und Vater eines Kindes. Sie wohnten in Nijmegen.
Er begann 1941 mit dem Tippen und Verteilen illegaler Zeitungen, darunter Vrij Nederland. [1.1]
Auf der Website des Kamp Vught (deutsch: Konzentrationslager Herzogenbusch) heißt es in seiner Lebensbeschreibung außerdem [1.1]:

Johannes wurde im Laufe des Jahres 1941 in Arnheim vom SD gefangen genommen und anschließend vier Monate lang in Scheveningen inhaftiert. Kurz nach seiner Freilassung wurde Johannes verdächtigt, Munition transportiert zu haben, und wurde 18 Tage lang in der Haftanstalt Arnheim festgehalten. Am 29. April 1944 wurde Johannes zum letzten Mal verhaftet und dann in das Kamp Vught verlegt, weil er wahrscheinlich verraten wurde. Am 21. Juli 1944 wurde Johannes von den Deutschen in der Nähe des Lagers erschossen.

Er half der Nimwegener Knokploeg (Kommandogruppe) dabei, Widerstandsleute aus dem Gefängnis zu befreien. Er transportierte außerdem Waffen und half Juden. Kontaktperson für die LO-Breda. [4]
Am 29. April 1944 wurde er zu Hause verhaftet [6] im Zusammenhang mit dem Transport von Juden, vermutlich als Folge von Verrat. Erschossen am 21. Juli 1944 im KZ Vught, [1] wahrscheinlich auch als Vergeltung für den Angriff auf deutsche Soldaten in Nimwegen. [2]
Steht auf der Ehrenliste 1940-1945 [3]

  1. Kamp Vught
    1. Evers, Johannes Hendrikus (Nederlands)
    2. Homepage Deutsch
  2. Elf inhaftierte Widerstandsleute aus Nijmegen ermordet
  3. Erelijst 1940-1945
  4. Drs L.E.M.A. van Hommerich, Het Grote Gebod, dl.1.1, De LO, Kampen 1951, p. 331
  5. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/41583/johannes-hendrikus-evers
  6. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/evers/54cc771b-1682-423d-9f2b-cbd8c0d4eef9
  7. Digital Monument

  8. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Francotte,
Joep
∗ 1920-12-29
Vaals
† 1944-09-05
Valkenburg
Vaals - L.O. - K.P. - Presse - Untergetaucht - Glockenspiel - Cammaert: „Nach dem Verrat von Wittem hat J.H. Coenen aus Simpelveld und W.J. Francotte aus Vaals, die bis zum Sommer 1944 für die illegale Zeitschrift Je Maintiendrai in Amsterdam gearbeitet hatten, schlossen sich dem KP an. Sie nahmen am 2. September an dem Überfall des Gefängnissses von Maastricht teil. Sie versteckten sich in der Taucherherberge in Geulhem, wo „Verdächtige und fragwürdige Untertaucher inhaftiert und verhört wurden. Im Allgemeinen übernahm der kräftig gebaute Francotte die Überwachung der „Gefangenen“. Beide wurden am 5. September 1944 („Dolle Dinsdag“) während einer Widerstandsaktion von den Deutschen festgenommen. Auf Befehl von Major Bernhardt wurden sie auf dem Cauberg (Valkenburg) erschossen. An dieser Stelle befindet sich ein Gedenkstein und das Denkmal für die gefallenen Limburger Widerstandsleute.
Mehr in unserer Geschichte Widerstand in Valkenburg
Joep Francotte op de lijst van personen die tijdens de bezetting belangrijk waren voor Valkenburg.
Wand: rechts, Zeile 25-05
Gerards,
Wilhelm
∗ 1907-11-04
Bottrop (D)
† 1942-07-24
Heerlen
Heerlen - CPN - Presse - Bauarbeiter. Am 17. August 1942 hielt die SiPo Gerards in Heerlerheide zum wiederholten Mal an, während er der die illegale Zeitschrift De Vonk verteilte. Er wurde beim Versuch zu fliehen niedergeschossen und starb im Krankenhaus. Nach Angaben der Oorlogsgravenstichting (Kriegsgräberstiftung) und bei wo2slachtoffers.nl starb er am 24. Juli 1942. Der Text derselben Biographie auf wo2slachtoffers.nl wird jedoch der 17. August 1942 angegeben.
Wand: mittel, Zeile 07-01
Geuns, van
Ernest George
∗ 1889-02-28
Soerabaja, NOI
† 1944-07-21
Leusden
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - Presse - Der Außenrand von Limburg - Kolonialbeamter im Ruhestand (zuletzt Hoofdcommies im damaligen Nederlands Indië, heute Indonesien). [9] 1938 kehrten er und seine Familie wegen der Ausbildung der Kinder [1.4] in die Niederlande zurück und ließen sich in Nijmegen nieder. Während der deutschen Besatzung verteilte er verbotene Zeitungen und gehörte der Gruppe Nijmegen von Vrij Nederland an. [8] Sein Sohn Jean René machte auch mit [1]. Sie halfen, jüdische Familien in die Schweiz zu schmuggeln und verteilten Rationierungskarten an Untergetauchte. Dreimal wurde er verhaftet. Am 29. Juni 1944 wurde er zusammen mit seinem Nachbarn Christ Toussaint verhaftet und am 21. Juli 1944 mit sieben weiteren Nimwegener Bürgern auf der Leusderheide als Vergeltung für Angriffe auf deutsche Soldaten hingerichtet, nachdem er zuvor sein eigenes Grab geschaufelt hatte [2]. Er steht auf der Liste der Gefallenen der Generalstaaten 1940-1945 [3]. Nach dem Krieg wurde Van Geuns bis zum Herbst 1969 auf dem Friedhof Daalseweg (A 29-1-9) beigesetzt, später wurde er auf das Ehrenfeld des Friedhofs Vredehof [5] in Nijmegen umgebettet.
In De Gelderlander vom 11. Mai 1945 wurde ein Nachruf auf Ernest George van Geuns, Henricus Lins(s)en, Christiaan Toussaint und Joseph Rodriguez veröffentlicht, die laut Nachruf alle am 22. Juli 1944 im Lager Amersfoort umgekommen sind, "indem sie als Opfer für Nimwegen gefallen waren". [7]

  1. 1. NOS, 20 februari 2021, Verzetsman Jean van Geuns (96) overleden
    2. De Gelderlander 2-5-2019, p. 8-9, "De vergeten verzetsman Jean van Geuns"
    3. Deutsch: https://de.wikibrief.org/wiki/Jean_van_Geuns
    4. Onbekende verzetsstrijder Jean van Geuns opgespoord in New York
  2. Elf gevangen verzetsmensen vermoord in Nijmegen
  3. Erelijst 1940-1945
  4. collectie Bart Janssen s.v. Toussaint, C.C.
  5. Ereveld Vredehof in Nijmegen
  6. J.Rosendaal, in: Jaarboek Numaga 2008, p.69-77
  7. De Gelderlander, 11 mei 1945
  8. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/geuns/6515db1c-72c5-403e-9725-a86e83c6bf81
  9. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/49125/ernest-george-van-geuns
  10. Digital Monument

  11. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Giebels,
Jo
∗ 1909-09-06
Linne
† 1944-04-05
Bergen Belsen
Brunssum - früher Widerstand - Presse - Gruppe Smit - Der Grundschullehrer J.M.R. Giebels war Mitglied der Gruppe Smit. Die Kosten für die Waffenkäufe wurden mit dem Erlös aus dem Verkauf von Fotos der königlichen Familie bestritten. Die britische R.A.F. warf diese regelmäßig ab, woraufhin Giebels, der Grubenhilfsaufseher A.M. van Puffelen aus Brunssum und der Fotograf J. Daniëls aus Maastricht sie vervielfältigten. (Cammaert Kapitel II, S. 100). Da die Gruppe-Smit sich auch mit der Verbreitung illegaler Druckerzeugnisse befasste, können wir davon ausgehen, dass sie auch andere Dinge vervielfältigten. Verhaftet, wie fast die gesamte Gruppe, am 17. Februar 1942. Siehe auch: Verhaftungen in der Gruppe-Smit (Cammaert Kapitel II, S. 118).
Wand: links, Zeile 05-03
Gotjé,
Bernard Th.
∗ 1903-07-18
Woensdrecht
† 1942-12-05
Neuengamme
Nieuwenhagen - CPN - Presse - Als Erwachsener lebte Bernard in Nieuwenhagen, Limburg, wo er im Bergbau arbeitete. Seine linken Sympathien führten dazu, dass er während der deutschen Besatzung am illegalen Druck und Vertrieb der Zeitungen De Vonk und De Waarheid beteiligt war. Am 31. Mai 1942 wurde er in Heerlen verhaftet. Am 30. Oktober desselben Jahres wurde er über das Lager Amersfoort in das große Konzentrationslager Neuengamme bei Hamburg deportiert.
Wand: rechts, Zeile 01-02
Gronden, van der
Gerrit J.
∗ 1895-12-13
Dordrecht
† 1943-01-02
Neuengamme
Maastricht - Valkenburg - CPN - früher Widerstand - Presse - Fahrer und Mechaniker beim GGD (Kommunaler Sanitätsdienst), verheiratet. Als Fahrer hat er auch verbotene Schriften verbreitet. Er half Menschen zu fliehen und leistete bei Bedarf medizinische Versorgung. All dies in Zusammenarbeit mit seinem Bruder, A.C. van der Gronden. (Quelle: ARCH00347.148, siehe Link unten.)
Bild auch bei oorlogsgravenstichting.nl
Er kümmerte sich um versteckte Juden, wurde am 13. Januar 1942 verhaftet. Fred Cammaert schrieb in Kapitel 10: „In seiner Garage am Heugemer Weg in Maastricht fertigte er Abzüge von De Vonk an, der Limburger Ausgabe von De Waarheid.“ … „Mitglied des Städtischen Luftschutzdienstes.“ … Verhaftet „am 13. Januar 1942“ … „Er starb am 5. Dezember 1942 im KZ Neuengamme.“ (bei Hamburg), 47 Jahre alt. Sein Bruder A.C. van der Gronden arbeitete im Rayon Valkenburg der LO mit.
Wand: rechts, Zeile 26-03
Gruijters,
Pierre
∗ 1906-03-14
Eijsden
† 1944-10-08
Effeld
Roermond - L.O. - - Presse - Am 6. Oktober 1944 ging Pierre Emile Joseph Gruijters mit Ab Schols zu einem Bauern in Posterholt, um Lebensmittel für die Untergetauchten zu sammeln. Unterwegs wurden sie von zwei SS-Männern angehalten. Hier etwa verlief im Herbst 1944 die Frontlinie. Die beiden Widerstandskämpfer weigerten sich, ihre Fahrräder abzugeben. In den Satteltaschen von Schols fanden die SS-Leute illegale Magazine.
Zum Verhör wurden die beiden Männer zu einem Gestapo-Revier im deutschen Effeld, gleich hinter der Grenze bei Herkenbosch, gebracht. Der Kommandant, Wilhelm Lammertz aus Eschweiler, befahl nach dem Verhör die Hinrichtung von Schols und Gruijters. Sie wurden in den Wäldern bei Effeld erschossen.
Wand: rechts, Zeile 06-01
Gubbels,
André
Leon Serra
∗ 1921-05-26
(Bergen (L)
† 1944-08-11
Kamp Vught
Arcen en Velden - Presse - Student*in - RVV - André Lambert Henri Marie Gubbels war Student, der eine wichtige Rolle bei der Gründung des Raad van Verzet (Widerstandsrat) in Limburg spielte. Er beteiligte sich auch an Widerstandsaktivitäten im Namen von Het Vrije Volk und Je Maintaindrai. Am 4. August 1944 wurden bei einer Zugkontrolle im Bahnhof von Den Bosch ein falscher Ausweis und ein Revolver bei ihm gefunden. Er wurde nach einigen Tagen in Kamp Vught hingerichtet.
Siehe auch historie.venlo.nl
www.tracesofwar.nl
Wand: links, Zeile 02-02
Hage,
Dirk
∗ 1909-02-17
Dreischor
† 1943-04-03
Neuengamme
Maastricht - früher Widerstand - Presse - Gruppe Dresen - Nach seiner Demobilisierung als Soldat 1940 wurde Dirk Izak Hage Zollbeamter im Rang eines Hulpkommies und fand im Zollamt Caberg (Maastricht) einige Gleichgesinnte. Er sollte eine so wichtige Rolle in der Gruppe Dresen spielen, dass sie auch die Gruppe Dresen-Hage genannt wird. Er kaufte über L.F.R. Spierings aus Rekem (Belgien) eine Vervielfältigungsmaschine, auf der Flugblätter hergestellt wurden. Anfänglich wechselte das Gerät zwischen Dresen, Hage und Bartels, danach stand es im Pfarrhaus in Geulle bei Droitcourt. Hage war federführend beim Aufbau einer Maastrichter Version der „Oranje Post“, eines heimlichen Informationsblättchens.
Er ist am Denkmal im Staatlichen Finanzamt in Maastricht aufgeführt (siehe Link).
Wand: mittel, Zeile 15-01
Heber,
Willem
∗ 1889-02-23
Horn (L)
† 1945-03-25
Mauthausen
Heel-Panheel - L.O. - Presse - Der Landwirt und Erdarbeiter Willem Hubert Heber von der LO-Heel stellte sein Radio den Brüdern Sylvester und Joost Berden zur Verfügung, die es brauchten, um Nachrichten für das Untergrundblatt Daalzichtse Berichten Dienst zu sammeln. Seine Söhne halfen bei der Verteilung des Bulletins.
Er baute in der Nähe seines Hofes ein Versteck für sechs Personen. Er begann, mit dem Bauunternehmer und Zimmermann P.H.M. Linssen zusammenzuarbeiten, und so wurden aufgrund des starken Anstiegs der Zahl der Untergetauchten im Jahr 1943 noch mehr Unterkünfte in den Wäldern geschaffen. Die Bewohner waren nicht alle vorsichtig, einer von ihnen führte beispielsweise ein Tagebuch. Dies wurde Willem Heber und Mathijs Rutten zum Verhängnis. Sie wurden am 17. September verhaftet (Cammaert VIb, S. 608-610) und (Het grote gebod (Das große Gebot), S. 327)
Die LO und der OD gaben die Idee von Lagern für Untergetauchte in Mittel- und Nordlimburg auf. Siehe Ein militärisches Ausbildungslager für Untergetauchte.
Wand: links, Zeile 13-03
Heesch, van
Peter Johannes
∗ 1910-09-09
Maasbree
† 1944-06-28
Groß-Strehlitz
Hoensbroek - CPN - Presse - Peter Johannes van Heesch war Bergmann. Jan van Kan schreibt: Dreher. Eine Zeit lang wurde in seiner Wohnung gedruckt (mit einem Matritzendrucker). Verhaftet am 20. Oktober 1943, nachdem seine Frau ihn nach einem Ehestreit angezeigt hatte. Cammaert gibt in Kapitel X, S. 1011-1012 ein anderes Sterbedatum an: „Am 13. Juni 1944 erlag Van Heesch in einem Zuchthaus in Groß-Strehlitz (Oberschlesien, heute Strzelce Opolskie) der völligen Entkräftung als Folge einer schweren Nierenentzündung“.
Wand: mittel, Zeile 12-01
Hendriks,
Jan
∗ 1905-05-07
Maastricht
† 1943-01-27
kamp Vught
Maastricht - CPN - Presse - Johan H. Hendriks war Pflasterer und arbeitete in der Zinkweißfabrik. 1939 kandidierte er für die Kommunistische Partei der Niederlande (CPN) für den Stadtrat von Maastricht. Er gehörte der Widerstandsgruppe De Vonk an: Druck und Vertrieb illegaler Literatur. Im Jahr 1940 wurde er zum ersten Mal verhaftet. Der V-Mann Andreas Engwirda brachte die SiPo auf die Spur der Gebrüder Boosten und zu einer Liste mit den Namen der Verteiler der Zeitschrift De Vonk. Siebenundzwanzig von ihnen wurden verhaftet, neun CPN-Mitglieder am 15. September 1942, darunter Johan Hendriks, und Chris Heuts. Er starb am 27. Januar 1943 in Kamp Vught.
Wand: links, Zeile 31-04
Heuts,
Chris
∗ 1888-06-12
Meerssen
† 1943-02-24
Kamp Vught
Maastricht - CPN - Presse - Verputzer. Verteiler der Zeitschrift De Vonk. Auf struikelsteen-maastricht.nl (pdf) ist zu lesen: „Als Kommunist nahm er 1935 an den Wahlen zu den Provinzialstaaten von Limburg im Wahlkreis Heerlen teil. Er stand auf Platz 13, als einziger Kommunist aus Maastricht. Zu dieser Zeit war Chris Heuts Vorsitzender der Kommunistischen Partei der Niederlande (CPN), Ortsgruppe Maastricht.“
Zwei Festnahmen endeten mit seiner Freilassung. Beim dritten Mal verlief es anders. Der V-Mann Andreas Engwirda brachte die SiPo auf die Spur der Gebrüder Boosten und damit zu einer Liste mit den Namen der Verteiler von De Vonk. Siebenundzwanzig Verteiler wurden verhaftet. Am 15. September 1942 neun Mitglieder der CPN, darunter Johan Hendriks und Chris Heuts. Nach seiner Verhaftung wurde er in das KZ Amersfoort verbracht. Anschließend in das Kamp Vught, offiziell Konzentrationslager Herzogenbusch genannt.
Wand: links, Zeile 32-01
Holty /Holtij,
Bernhard
∗ 1890-11-29
Amsterdam
† 1942-01-10
Neuengamme
Maastricht - CPN - Presse - Der Vater von Bernard Theodoor Adolf Holty war Deutscher. In den Niederlanden wurde sein Name oft als Holtij geschrieben. Nach dem Tod seiner Eltern zog Bernard zu seinem Bruder Franz und lebte mit ihm für eine unbekannte Zeit in Köln. Er war Schreiner und wurde wegen seiner schwachen Gesundheit vom Militärdienst befreit. Verheiratet am 28. November 1929 mit der Deutschen Maria Lipowsek. Es ist nicht bekannt, wann sie sich in Maastricht niederließen, aber dort trat er 1935 der Kommunistischen Partei bei und wurde Sekretär der Ortsgruppe der VVSU (Vereinigung der Freunde der Sowjetunion) in Maastricht. Am 28. Februar 1941 wurde er zum ersten Mal verhaftet, und zwar wegen des Verdachts der Beteiligung am Februarstreik, aber nach einem Monat wieder freigelassen. Er druckte und verteilte verbotene Lektüre, darunter De Vonk.
Am 25. Juni 1941 geriet er beim über die Grenze Schmuggeln von Juden in einen Hinterhalt. Mit zwei Widerstandskameraden landete er im Lager Schoorl (Nordholland), Amersfoort und später in Neuengamme (Sammelname für eine Reihe von deutschen Lagern in der Nähe von Hamburg). Häftlingsnummer 06933. Er starb im Hauptlager.
Wand: links, Zeile 33-01
Jacobs,
Karel
Père Hugues /Pater Hugo
∗ 1900-11-17
Antwerpen
† 1943-10-09
Bunnik (Utrecht)
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Belgien - früher Widerstand - Presse - Gruppe Erkens - Geistlicher - Er war kein Widerstandskämpfer in der niederl. Provinz Limburg, stand aber mit ihnen in engem Kontakt und darum steht auch er auf dieser Liste. Seine Widerstandstätigkeit begann damit, dass er entflohenen französischen Kriegsgefangenen zur Weiterflucht verhalf. Er war Zisterziensermönch in der Abtei von Val-Dieu und wurde am 21. Oktober 1932 zum Priester geweiht. Danach lehrte er in Val-Dieu Kirchengeschichte, war Kustos des Abteimuseums und Novizenmeister. Er und sein von ihm ausgebildete Mitbruder Stephanus Muhren waren im Spionagenetzwerk Clarence (dr. Jules Goffin aus Fouron-le-Comte) sowie in der bei Clarence so genannte Gruppe Holland (Nic. Erkens, zu der Zeit untergetaucht in Sittard) aktiv. Val-Dieu und Voeren liegen mitten im Dreiländereck Lüttich-Maastricht-Aachen und waren daher als Drehscheibe für Fluchtnetzwerke geradezu prädestiniert. Die beiden Mönchen versteckten Flüchtlinge im Kloster und auf den umliegenden Höfen und überwachte die deutschen Eisenbahnaktivitäten auf den Bahnlinien des Grenzgebiets. Sie wurden von ihrem deutschen Abt Alberich Steiger unterstützt, indem dieser u.A. mit hohen deutschen Offizieren tafelte. Gemeinsam mit seinem Mitbruder und Pol Nolens, Kaplan in Charneux, wurde eine illegale, in Charneux auf einem Matritzendrucker reproduzierte Zeitung verteilt, die in den drei Landessprachen (La Tribune Libre auf Französisch, Het Vrije Woord auf Niederländisch und Das Freie Wort auf Deutsch) die Missetaten des Nationalsozialismus anprangerte.
Am 19. März 1943, einen Tag nach P. Stephanus, von der Geheimen Feldpolizei als Folge des Hannibalspiels verhaftet, wurde Hugo Jacobs in Lüttich harten Verhören unterzogen, um ihm (erfolglos) ein Geständnis über die Mitwisserschaft oder Beteiligung des Abtes abzuringen. Am 11. August 1943 wurden er und zehn weitere Personen von einem Kriegsgericht in Utrecht wegen „Spionage und Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt. Sie wurden am 9. Oktober 1943 in Fort Rijnauwen bei Utrecht erschossen. Auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte trugen er und sein Mitbruder ihre weißen Zisterziensermönchskutten und sangen lautstark ein religiöses Lied. Seine Leiche wurde eingeäschert, die Asche später auf dem Klosterfriedhof Val-Dieu beigesetzt. Im Fort Rijnauwen und in der Abteikirche Val-Dieu erinnert eine Gedenktafel an ihn.
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.02-03
Jansen,
Gerrit
∗ 1887-10-12
Olst (Gld.)
† 1943-03-19
Neuengamme
Ubach over Worms - CPN - Presse - Bergmann, wohnte in Waubach. Verteiler von De vonk?
Laut Ad van Liempt war er ein mehr oder weniger zufälliger Leser und geriet so in den Fokus der Sipo. Siehe hierzu Die Gefahr von Listen.
Wissen Sie mehr? Schreiben Sie uns!
Wand: rechts, Zeile 24-03
Jong, de
Cornelis
Cees/Cor
∗ 1905-03-31
Rotterdam
† 1944-06-06
Bloemendaal
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - L.O. - Presse - Der Außenrand von Limburg - Cees de Jong war Handelsvertreter der Leder- en Drijfriemenfabriek Regouin in Cuijk. Ab 1942 sammelte er für Hauptmann C. Hoogerland Daten über deutsche Militärobjekte. Er verteilte auch die Untergrundzeitung Vrij Nederland. Darüber hinaus versorgte er (ab Juli 1943 im Rahmen der L.O.) Untergetauchte mit Unterkünften, Rationierungskarten und Lebensmitteln. Außerdem war er Mitglied einer Widerstandsgruppe, in der vor allem einige Polizisten aus Nimwegen aktiv waren. Die Gruppe verübte am 24. September am Daalseweg einen Anschlag auf den Verräter Ederveen, weil der zu viel wusste. Ederveen gelang es jedoch zu entkommen und die Deutschen zu alarmieren. Daraufhin wurden am 27. September 1943 Dutzende von Menschen verhaftet, und am 6. Juni 1944 wurden die fünf wichtigsten Mitglieder dieser Widerstandsgruppe in den Dünen bei Overveen erschossen.
Cees de Jong wurde auf dem Ehrenfriedhof von Bloemendaal beigesetzt (siehe Link unten, mit Biografie).


Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Jong, de
Henk
∗ 1911-10-20
Wijmbretseradeel
† 1945-02-12
Haarlem
Venlo - lokale Kontaktperson - Presse - NV - Geistlicher - Untergetaucht - Im Jahr 1940 wurde Hendrik Roelof de Jong zum Pfarrer der reformierten Kirche in Venlo ernannt. Er war Mitherausgeber der illegalen Zeitung Trouw und Mitarbeiter des Nationaal Steun Fonds (Nationaler Unterstützungsfonds, eine niederländische Widerstandsorganisation die den übrigen Widerstand finanzierte). Ab September 1943 vermittelte er in der Region Venlo Pflegefamilien für gerettete jüdische Kinder aus der Kinderkrippe gegenüber der Hollandschen Schouwburg in Amsterdam. Kontaktperson der LO für Protestanten in Nord-Limburg. 1944 tauchte er bei einer Tante in Amsterdam unter. Verhaftet am 27. Januar 1945. Am Montagnachmittag, dem 12. Februar 1945, wurde er zusammen mit sieben anderen in der Nähe der Jan-Gijzen-Brücke in Haarlem hingerichtet, wo zwei Tage zuvor ein Schusswechsel stattgefunden hatte, bei dem ein Feldgendarm ums Leben gekommen war. (Standesamt Venlo, Urkunde 468/1945). Ehrenfriedhof in Bloemendaal, Feld 35.
In Venlo haben vier Geistliche ihren Widerstand mit dem Leben bezahlt. Auf der Gedenktafel an der Martinusbasilika finden wir die Namen von drei Priestern dieser Kirche und auch den des reformierten Pfarrers Henk de Jong.
Wand: rechts, Zeile 28-05
Jongen,
Huub
∗ 1910-10-22
Nieuwenhagen
† 1943-03-25
Bremen
Ubach over Worms - CPN - Presse - Bergmann, wohnte in Waubach. Verteiler von De vonk. Inhaftiert in den KZs Amersfoort und Neuengamme.
Wand: rechts, Zeile 24-04
Kluitmans,
Leo J.H.
Lei
∗ 1907-04-11
Swalmen
† 1945-04-29
Dachau
Swalmen - L.O. - Presse - In „Het grote gebod“ (siehe Link unten) steht über den Metzger Lei Kluitmans: „LO-Swalmen. Auch: VN. Verhaftet 7-2-’45". Was er für die VN (wahrscheinlich die Untergrundzeitung Vrij Nederland) getan hat, wird nicht erwähnt. Eine Zeit lang gewährte er einem kanadischen Piloten Unterschlupf, der Anfang Februar 1945 versuchte, auf eigene Faust durch die Frontlinie zu kommen, festgenommen wurde und aussagte. Am 7. oder 8. Februar 1945 wurde dadurch auch Kluitmans verhaftet. Sie wurden zur Vernehmung in die deutsche Grenzstadt Brüggen gebracht. Kluitmans landete mit einer Gruppe von fünf Häftlingen aus Steyl und Tegelen, darunter Pfarrer P.P. Windhausen und sein Assistent, Kaplan P.N.A. Peters P.N.A. Peters, die aus Düsseldorf geholt wurden. Vor der Deportation nach Buchenwald wurden die Roermonder Geistlichen Kaplan A.J.A. Sars und Pfarrer H.Ch.J. Hoogendijk dieser Gruppe hinzugefügt. Alle bis auf zwei wurden getötet: Windhausen starb am 28. März in Buchenwald, Peters am 6. April und Hoogendijk am 10. April. Kluitmans starb im April in Dachau oder auf dem Weg dorthin, Sars am 23. April in Passau und H.J.A. Hovens aus Tegelen erlag am 10. April 1947 den in Buchenwald erlittenen Strapazen. (Cammaert IV, S. 302)
Wand: rechts, Zeile 21-04
Koenders,
Albert
∗ 1888-01-20
Rhenen
† 1943-04-30
Neuengamme
Schaesberg - CPN - Presse - Laut oorlogsgravenstichting.nl war er Bergmann, aber laut ARCH00347.148, CPN-Archiv ihrer Gefallenen in Limburg war er Ladeninhaber und wurde verhaftet wegen Verbreitung der Parteizeitung De Waarheid. Verhaftet am 30. Mai 1942.
Laut Ad van Liempt war er ein mehr oder weniger zufälliger Leser und geriet so in den Fokus der Sipo. Siehe hierzu Die Gefahr von Listen.
Wand: rechts, Zeile 12-02
Kraft,
Lambert
Bèr
∗ 1902-02-06
Maastricht
† 1942-06-22
Neuengamme
Maastricht - CPN - früher Widerstand - Presse - Staubsaugervertreter. Bei den Kommunalwahlen in Maastricht am 14. Juni 1939 führte Bèr Kraft die Liste der CPN (Kommunisten) an. Sie erreichten 5,18%. (verkiezingsuitslagen.nl)
Am 8. Dezember 1940 wurde er auf Anordnung der Sicherheitspolizei verhaftet, weil er in den 1930er Jahren kommunistischen Flüchtlingen aus Deutschland geholfen hatte.
Am 28. Februar 1941 wurden in Maastricht fünf Kommunisten verhaftet, angeblich wegen des Verdachts auf Beteiligung am Bergarbeiterstreik. Wahrscheinlicher ist, dass dies ein Zeichen für die Abkühlung der „Freundschaft“ zwischen Hitler und Stalin war (siehe unten). Neben Bèr Kraft waren dies André Bos, Chris Heuts, J.J. Baartscheer und Bernhard Holty. Nach einem Monat wurden sie wieder freigelassen. In seinem Haus wurde die illegale Zeitschrift De Vonk gedruckt. Am 23. oder 25. Juni 1941 wurde Lambert zum dritten Mal verhaftet.Das hat alles mit der deutschen Jagd auf Kommunisten zu tun, nachdem der Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt gebrochen wurde.
Er war in Aachen, Maastricht, Schoorl und schließlich Neuengamme inhaftiert.
Quelle: struikelsteentjes-maastricht.nl (pdf).
Wand: links, Zeile 33-03
Krol/Kroll,
Johan/Johann
∗ 1920-09-20
Heerlen
† 1942-12-13
Neuengamme
Ubach over Worms - CPN - Presse - Büroangestellter, arbeitete für die die Parteizeitung De Waarheid, wohnte in Waubach. Über die Schreibweise des Vor- und Nachnamens sind sich die Quellen nicht einig. Cammaert gibt außerdem ein anderes Sterbedatum an: 31. statt 13. Dezember.
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Wand: rechts, Zeile 25-01
Lansdorp,
Loek
Charles v.d. Heuvel
∗ 1921-07-15
Semarang
† 1944-09-05
Arnhem
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Presse - Student*in - Der Außenrand von Limburg - RVV - Louis Albert (Loek) Lansdorp kwam vanuit Tilburg, waar hij aan de Economische Hogeschool had gestudeerd, bij RVV-groep Deurne terecht, vermoedelijk omdat hij de loyaliteitsverklaring niet wilde tekenen en dus moest onderduiken. De RVV-groep Deurne werd geleid door Cor Noordermeer en had zijn basis in de boerderij De Zwarte Plak in America van het echtpaar Jacob & Johanna Poels-Emonts, ook wel het pilotencentrum De Zwarte Plak genoemd.[1]
Hij pleegde met de RVV op 3 september 1944 een overval op de gevangenis in Putten om de gevangen genomen rector van het Alkmaarse gymnasium Dr. Hemelrijk te bevrijden maar werd daarbij gearresteerd [1][2] en twee dagen later gefusilleerd
Op het Monument Verzetsstrijders America [3] staat te lezen

Ook zij gaven hun leven
voor onze vrijheid

J.G. Poels
Past. H.J. Vullinghs
M.A.H. Bouman
N.C. v. Oosterhout
C.K. Noordermeer
L.A. Lansdorp
H.G. Driessen
J.M. Starren
G.W. Ahout

  1. https://www.wo2slachtoffers.nl/bio/53447/Lansdorp-Louis-Albert.htm
  2. Krantenknipsel op oorlogsgravenstichting.nl
  3. Verzetsmonument America
  4. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/88481/louis-albert-lansdorp
  5. Digital Monument

  6. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.03-07
Leclou,
Paul
∗ 1921-02-28
Voerendaal
† 1945-04-29
Nordhausen
Voerendaal - früher Widerstand - Presse - Gruppe Smit - Paul Leon Willem Antoon Leclou besuchte die MTS (technische Sekundarschule). Verhaftung am 2. Februar 1942, in Amsterdam zu Zuchthaus verurteilt, als Nacht und Nebel (NN) Gefangener eingestuft. Er starb im KZ Dora (Nordhausen) am 29. April 1945, also nach der Befreiung dieses Lagers.
Wand: rechts, Zeile 35-04
Linssen,
Henricus Ignatius
∗ 1888-07-17
Nijmegen
† 1944-07-21
Leusden
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - Gemeinde - Presse - Der Außenrand von Limburg - Henricus Ignatius Linssen arbeitete im Zuteilungsamt von Nimwegen. Er war verheiratet mit Joanna Maria Elisabeth Teunissen und Vater von drei Kindern. Er versorgte die Untergetauchten mit Zuteilungsdokumenten (Marken und Karten) und verteilte verbotene Zeitungen. Er gehörte der Vrij Nederland Gruppe von Nijmegen an. Am 29. Juni 1944 wurde er verhaftet und über das Gefängnis in Arnheim ins KZ Amersfoort transportiert. Am 21. Juli 1944 wurde er zusammen mit anderen Nimwegener Bürgern in Leusden als Vergeltung für Anschläge auf deutsche Soldaten in Nimwegen hingerichtet. Er musste sein eigenes Grab auf der Leusder Heide schaufeln. [1] Linssen lag nach dem Krieg bis zum Herbst 1969 auf dem Friedhof am Daalseweg (29-1-8) und seitdem auf dem Ehrenfeld des Friedhofs Vredehof [2] in Nimwegen begraben.
Die Tageszeitung De Gelderlander vom 11. Mai 1945 enthält einen Nachruf auf Henricus Linsen (in den anderen Quellen wird Linssen mit 2 s angegeben), wohnhaft in Nimwegen, Tooropstraat 195, der am 22. Juli 1944 im Konzentrationslager Amersfoort „als Opfer für Nimwegen gefallen“ ist. In demselben Nachruf werden auch die Namen von Ernest George van Geuns, Christiaan Canisius Toussaint und J. Joseph Marius Rodriguez genannt [4].
Er ist auf dem Denkmal auf dem Schulhof des Canisius College aufgeführt, wo er Schüler war. [5]

  1. Elf inhaftierte Widerstandsleute aus Nijmegen ermordet
  2. Städtischer Friedhof Vredehof, Erehof 18, Nijmegen
  3. Trauerkärtchen auf www.noviomagus.nl B137
  4. De Gelderlander, 11. Mai 1945
  5. Monument voor gevallen Canisianen, Canisiuscollege, Berg en Dalseweg 81, 6522 BC, Nijmegen.
  6. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/95161/henricus-ignatius-linssen
  7. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/linssen/16b314cb-cfc8-4491-888d-3ee671065447
  8. Digital Monument

  9. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Lokerman,
Jo S.H.
Thijs
∗ 1901-02-05
Rotterdam
† 1945-02-11
Neuengamme
Maastricht - früher Widerstand - L.O. - Presse - Glockenspiel - Distrikstleiter der LO in Maastricht. Außergewöhnlich im damaligen katholischen Süden der Niederlande: Dieser Distriktsleiter war nicht nur Sozialdemokrat, sondern auch noch ein reformierter „Holländer“, also jemand von „oberhalb der Flüsse“. „Am 11. Mai 1940 wurde eine Gruppe von belgischen Kriegsgefangenen über den Wilhelminasingel zum Bahnhof gebracht. Thijs Lokerman, Lokführer aus Maastricht und Mitglied des Stadtrats für die SDAP (Sozialdemokraten), lenkte die Aufmerksamkeit einiger Wachen durch eine fingierte Schlägerei mit einem Freund ab, so dass einige Kriegsgefangene entkommen konnten. Dies könnte der erste Widerstandsakt in Maastricht gewesen sein.“ (Mestreech online).
In seiner Rede bei der Enthüllung der Gedenktafel am Friedensglockenspiel sagte Dr. Fred Cammaert unter anderem: „Der Maastrichter und Widerstandspionier Jo Lokerman arbeitete als Lokführer bei der niederländischen Eisenbahn. Zu Beginn des Krieges begann er, französischsprachigen Kriegsgefangenen zu helfen, später auch alliierten Fliegern. Lokerman nutzte seinen Beruf, um illegale Zeitschriften in den Zügen zu verteilen, und knüpfte Verbindungen zu belgischen Kollegen, damit britische und jüdische Flüchtlinge mit dem Zug nach Frankreich und wenn möglich in die Schweiz und nach Spanien transportiert werden konnten.“ (Cammaert VIb, S. 643.) Außerdem war er einer der Gründer der Maastrichter LO, die er eine Zeit lang leitete. Infolge des Verrats durch die Bordellbetreiberin Zeguers-Boere fiel er am 9. Mai 1944 in die Hände der SiPo. (Cammaert VIb, ab Seite 649)
Im Februar 1945 starb er im KZ Neuengamme.
Wand: links, Zeile 32-05
Lubben,
Johan Herman
∗ 1893-10-24
Enschede
† 1944-12-07
Bergen-Belsen
Heerlen - CPN - Presse - Bergmann. Letzter Wohnort: Heerlerheide.
Alle folgenden Informationen finden Sie auf Scans, die von einem Familienmitglied bei https://www.verzetsmuseum.org/dachau/johan-herman-lubben eingereicht wurden. Eine Zusammenfassung dieser Dokumente finden Sie unter http://www.humanitarisme.nl/personen/index.php?m=family&id=I55577.
Er wurde 1916 als Kriegsdienstverweigerer verurteilt. In den neutralen Niederlanden galt eine Generalmobilmachung. Humanitarisme.nl berichtet, dass seine Kriegsdienstverweigerung auf das Lesen der Bücher von Tolstoi zurückzuführen ist.
Verheiratet mit Johnna Scholten, am 14. Juni 1919 in Enschede.
Während der Besatzung verbreitete er verbotene Drucksachen, darunter Vrij Nederland und Het Parool. (Cammaert XI, S. 1042) Wahrscheinlich auch De Vonk, da er wegen seiner Verbindungen zur C.P.N. am 19. Juni 1942 verhaftet wurde. Obwohl er nicht als gefallener Genosse in den Archiven der CPN, die im Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam aufbewahrt werden, auftaucht, enthält unsere Liste auch CPN mit seinem Namen, da er zusammen mit CPN-Leuten festgenommen wurde. Siehe Archiv der CPN im International Institute of Social History.
In einem Schreiben des Roten Kreuzes vom 25. Oktober 1945 an die Familie wird davon ausgegangen, dass er etwa Mitte Dezember 1944 in Neuengamme gestorben ist. So im Standesamtsauszug in Heerlen: 15. Dezember 1944 in Neuengamme, als solcher in Heerlen eingetragen am 8. Dezember 1950. Er soll im Dezember 1944 in Neuengamme gesehen worden sein (Reveille des Roten Kreuzes, Ausgabe 11/12 1946)
Am 21. September 2015 schrieb „Eddy“ auf oorlogsgravenstichting.nl:Johan Herman wurde vom KZ Amersfoort nach Buchenwald deportiert. Von dort nach Dachau und dann nach Natzweiler. Von Natzweiler zurück nach Dachau und von dort nach Neuengamme. Johan wurde schließlich von Neuengamme nach Bergen-Belsen verlegt, wo er am 12 Juli 1944 starb.
Er steht auf der Ehrenliste der Gefallenen 1940-1945 der Zweiten Kamer des Parlamentes der Niederlande.
Wand: mittel, Zeile 07-02
Maka,
Guillaume (Giel)
∗ 1898-10-27
Maastricht
† 1942-02-06
Leusden
Maastricht - CPN - Presse - Giel Maka war Tiefbauarbeiter, gehörte zur Widerstandsgruppe De Vonk (u.a. Druck und Verteilung illegaler Schriften) und wurde am 9. September 1941 festgenommen, weil er sich weigerte, in Deutschland zu arbeiten. Es werden zwei verschiedene Todesursachen angegeben: Erschießung und Entbehrungen (wo2slachtoffers.nl).
Beerdigt auf dem Nationalen Ehrenfeld Loenen A 307
Wand: links, Zeile 34-01
Megen, van
Sef
∗ 1916-12-09
Venray-Leunen
† 1945-04-05
Dohnsen, D
Broekhuizen - L.O. - Presse - Netzw. Bongaerts - Joseph Hubertus (Sef) van Megen wurde 1935 Lehrer in Grashoek bei Helden und ab 1937 in Broekhuizen. Er war bei den Kindern beliebt. Ab 1941 half er Kriegsgefangenen, alliierten Piloten und Juden beim Untertauchen oder auf dem Weg nach Frankreich, mit Kleidung und beim Überqueren der Maas in Ruderbooten. In Broekhuizen und Broekhuizenvorst gründete er die L.O. in Zusammenarbeit mit A. Reijnders und P.A.J. Peeters. (Cammaert VIb S. 595) und er war Mitbegründer der illegalen Zeitschrift "Voor de Vrijheid" (Für die Freiheit).
Im August 1943 wurden in Venlo die Polizisten und Judenretter Aarts und Snellen verhaftet (Cammaert V, S. 430) und am 19.8.1943 wurde Sef van Megen im Haus seiner Eltern verhaftet, ebenso wie sein Freund Lambert Meijers, der dort untergetaucht war und Ausweise für die Juden fälschte. (Meijers wurde insgesamt fünfmal verhaftet, konnte aber jedes Mal entkommen.)
Van Megen wurde zunächst zu fünf Jahren Gefängnis und am 17.7.1944 zum Tode verurteilt. Gegen Ende des Krieges erhielt der Direktor des Gefängnisses, in dem er inhaftiert war, den Befehl, alle Ausländer zu töten (400). Er weigerte sich. Dann wurden sie auf einen Todesmarsch geschickt. Er konnte sich mit zwei anderen Niederländern in einer Scheune verstecken, sie wurden aber von einem Bauern verraten, von der SS getötet und an Ort und Stelle am Straßenrand verscharrt.
Nach dem Krieg auf dem Friedhof von Dohnsen begesetzt als „drei unbekannte Niederländer“. Sein Freund Lambert Meijers (siehe oben) hat dafür gesorgt, dass er am 14. März 1946 in Broekhuizen neu begraben wurde.
Posthum mit dem Bronzen Leeuw (Bronzenen Löwen) und dem Verzetsherdenkingskruis (Widerstands-Gedenkkreuz) ausgezeichnet. Die Sef van Megenstraat in Broekhuizen ist nach ihm benannt und die Van Megenstraat in seinem Geburtsort Leunen.
Quellen:
Archivbroekhuizen
Interview zu Sef van Megen mit Hay Reintjes in Broekhuizen am 26. April 2013
Herinneringen aan oom Sef van Megen (Erinnerungen an Onkel Sef van Megen)
Wand: links, Zeile 05-01
Meijer,
Henry /Harry
∗ 1920-10-06
Borne
† 1944-09-05
Vught
Venlo - L.O. - - Presse - Untergetaucht - Die Widerstandsaktivitäten des Lehrers für klassische Sprachen und Kuriers Hendrikus Jozef Meijer, in dessen Elternhaus regelmäßig Kuriere aus den zehn Distrikten der L.O.-Limburg eintrafen, bestanden in der Verteilung von Gutscheinen an Untergetauchte und der Verteilung der Widerstandszeitschrift Christofoor. Er war ein persönlicher Freund von Jan Hendrikx (Ambrosius). Am 12. August 1944 wurde er zu Hause verhaftet und nach Maastricht gebracht. Kurz vor der Befreiung dieser Stadt wurden er und zehn andere über Deutschland nach Vught transportiert und am Dolle Dinsdag, dem 5. September 1944, erschossen. (Quelle: Dodenboek Venlo).
Wand: rechts, Zeile 29-03
Muhren,
Piet
Père Étienne /Pater Stephanus
∗ 1908-09-14
Bergen-op-Zoom
† 1943-10-09
Bunnik (Utrecht)
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Belgien - früher Widerstand - Presse - Gruppe Erkens - Geistlicher - Petrus („Piet“) Johannes Cornelis Muhren war kein Widerstandskämpfer in der niederl. Provinz Limburg, stand aber mit ihnen in engem Kontakt und darum steht auch er auf dieser Liste. Seine deutschen Ahnen schrieben noch „Mühren“, das wird aber gleich ausgesprochen. Er ist 1929 als Bruder Canisius in das Noviziat der niederländischen Zisterzienserabtei Mariënkroon eingetreten, wechselte aber 1933 in die unter Personalmangel leidende Abtei Val-Dieu (Godsdal) in Aubel, Belgien, gleich hinter der Grenze des niederländischen Süd-Limburg, wo er den Ordensnamen Stephanus (frz. Étienne) erhielt. Am 5. Juli 1936 in Val-Dieu zum Priester geweiht. Er war in den nächsten Jahren Kantor und lehrte Kirchenrecht, Dogmatik und Philosophie an der internen Lehranstalt. Beim Einmarsch der Wehrmacht 1940 floh er zunächst nach Westen und misstraute seinem deutschen Abt. Kehrte dann aber zurück und stieg mit seinem Mitbruder Hugo Jacobs in den Widerstand ein. Über den Allgemeinmediziner Jules Goffin aus ’s-Gravenvoeren kamen sie mit dem Widerstandsnetzwerk und der bei Clarence so genannten Gruppe Holland (von Nic. Erkens in Kontakt. Er beobachtete auf ausgedehnten Radtouren die Transporte der deutschen Armee auf den Bahnlinien in der Gegend und erklärte das mit Besuchen an Frauen die seelsorgerische Hilfe bräuchten, was ihm den Spitznamen Père Amoureux einbrachte.
Val-Dieu und Voeren liegen mitten im Dreiländereck Lüttich-Maastricht-Aachen und waren daher als Drehscheibe für Fluchtnetzwerke geradezu prädestiniert. Die beiden Mönchen versteckten Flüchtlinge im Kloster und auf den umliegenden Höfen und überwachte die deutschen Eisenbahnaktivitäten auf den Bahnlinien des Grenzgebiets. Sie wurden von ihrem deutschen Abt Alberich Steiger unterstützt, indem dieser u.A. mit hohen deutschen Offizieren tafelte. Gemeinsam mit seinem Mitbruder und Pol Nolens, Kaplan in Charneux, wurde eine illegale, in Charneux auf einem Matritzendrucker reproduzierte Zeitung verteilt, die in den drei Landessprachen (La Tribune Libre auf Französisch, Het Vrije Woord auf Niederländisch und Das Freie Wort auf Deutsch) die Missetaten des Nationalsozialismus anprangerte.
Am 18. März 1943, einen Tag vor P. Hugo, von der Geheimen Feldpolizei als Folge des Hannibalspiels verhaftet. Am 11. August 1943 wurden er und zehn weitere Personen von einem Kriegsgericht in Utrecht wegen „Spionage und Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt. Sie wurden am 9. Oktober 1943 in Fort Rijnauwen bei Utrecht erschossen. Auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte trugen er und sein Mitbruder ihre weißen Zisterziensermönchskutten und sangen lautstark ein religiöses Lied. Seine Leiche wurde eingeäschert, die Asche später auf dem Klosterfriedhof Val-Dieu beigesetzt. Im Fort Rijnauwen und in der Abteikirche Val-Dieu erinnert eine Gedenktafel an ihn.
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.02-04
Muller,
Jean Maurice
∗ 1920-02-06
Weltevreden (Ned.Ind
† 1944-07-21
Kamp Vught
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - Gemeinde - Presse - Der Außenrand von Limburg - Als Beamter des Zuteilungsamtes in Nijmegen gab er Rationierungskarten an Untergetauchte weiter und er verteilte verbotene Zeitungen. Er gehörte der Gruppe Vrij Nederland von Nimwegen an und wurde am 20. Juni 1944 verhaftet [4], wahrscheinlich als Folge von Verrat [1.1]. Am 21. Juli 1944 wurde er im Konzentrationslager Vught hingerichtet, [1.1] wahrscheinlich zum Teil als Vergeltung für Angriffe auf deutsche Soldaten in Nimwegen [2].
Er steht in der Ehrenliste der Gefallenen 1940-1945 des niederländischen Parlamentes [3]

  1. Kamp Vught / Konzentrationslager Herzogenbusch
    1. Jean Maurice Muller (Nederlands)
    2. Homepage Deutsch
  2. Elf inhaftierte Widerstandsleute aus Nijmegen ermordet
  3. Erelijst van gevallenen 1940-1945
  4. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/107693/jean-maurice-muller
  5. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/muller/93905751-1ba3-4e62-aea1-999560b63fa7
  6. Digital Monument

  7. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Narinx,
Jos
∗ 1889-11-24
Maastricht
† 1943-01-07
Neuengamme
Maastricht - CPN - Presse - Jozef Wilhelmus Hubertus (Jos) Narinx war Kunstmaler und einer der Gründer des Limburgse Kunstkring (Limburger Kunstkreis) und während der Besatzungszeit Verteiler von De Vonk. Am 24. Juni 1942 wegen antideutscher Gesinnung und Verbreitung illegaler Literatur verhaftet. Laut einer ihm gewidmeten Website war er ein sehr impulsiver Mann, und man fragt sich dort, ob ihn das nach seiner Verhaftung in Schwierigkeiten brachte.
Siehe auch:
Wand: links, Zeile 34-03
Nas,
Janus
∗ 1909-04-27
Rotterdam?
† 1943-09-23
Wassenaar, Waalsdorpervlakte
Brunssum - CPN - Presse - Lagermitarbeiter. Im August 1941 schickte ihn die Parteiführung der Communistische Partij Nederland in das niederländische Kohlerevier (Mijnstreek). Wohnte bei Lubbert Bos. Jagt, Bos und Nas waren für die Verteilung von De Vonk verantwortlich und wurden dabei von mindestens hundert Austrägern unterstützt. (Cammaert X, S. 1001) Am 29. Mai 1942 verhaftete die Schaesberger Polizei im Zusammenhang mit dem Diebstahl eines Fahrrads den De Vonk-Vertreiber F.E. Scheper aus der Gruppe von W. Gerards, der die Zeitungen von S. Rinzema erhielt. Bei Scheper drohte eine Hausdurchsuchung, und er vertraute sich M. Driessen, einem Gemeindepolizisten, an. Er bat ihn, seine Frau zu bitten, die restlichen Exemplare von De Vonk zu verbrennen. Der Gemeindepolizist informierte Bürgermeister K. Brouwers, einen niederländischen Nazi. Dutzende von De Vonk-Verteilern aus Schaesberg, Nieuwenhagen, Heerlen und Waubach (heute Übach over Worms) wurden im Laufe des Samstags, 30. Mai 1942, verhaftet. Am 26. Juni 1942 gelang Nas während des Transports nach Maastricht die Flucht vor seinen Bewachern J. Gouman und J. Weekhout und er kehrte nach Zuid-Holland zurück, wo er aber mehr als ein Jahr später doch noch verhaftet und hingerichtet wurde. Durch den Ausfall von Nas ging der Kontakt zur nationalen Führung verloren. Er wird auf einer Gedenkstele auf dem kommunalen Friedhof Crooswijk in Rotterdam erwähnt.
Wand: mittel, Zeile 02-02
Nijst,
Charles Joseph
∗ 1916-03-05
Kerkrade
† 1944-01-18
KZ Groß-Beeren, Kreis Teltow
Valkenburg - früher Widerstand - Presse - In Het Land van Valkenburg stand: „Er weigerte sich, die Loyalitätserklärung zu unterschreiben und tauchte unter. Verhaftung (Datum unbekannt) wegen Verbreitung illegaler Drucksachen.“
Bei der Oorlogsgraven­stichting (Kriegsgräberstiftung) steht ein Quellenlink wo er als Student an der Katholieke Economische Hoogeschool in Tilburg aufgeführt wird. Ferner steht da, im Widerspruch zu dem Vorstehenden: „Beschäftigt bei den Arado Flugzeug Werke in Brandenburg a.d. Havel. Wurde am 6. Oktober 1943 verhaftet. Grund war eine Äußerung in einem privaten Gespräch Anfang September. Er wurde zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Um den 15. Dezember erhielt die Familie von der schwedischen Botschaft die Nachricht, dass Nyst nicht freigelassen worden war, sondern in ein Arbeitserziehungslager in Groß Beeren und von dort in das Konzentrationslager in Sachsenhausen bei Oranienburg verlegt worden war. Inzwischen, am 18. Februar 1944, wurde die Familie in Maastricht darüber informiert, dass er am 18. Januar 1944 in Groß Beeren einer ‘Herzschwäche’ erlegen war.“
Mehr in unserer Geschichte Widerstand in Valkenburg
Charles Joseph Nijst op de lijst van personen die tijdens de bezetting belangrijk waren voor Valkenburg.
Wand: rechts, Zeile 26-04
Reichert,
Franciscus P.
Vrijn
∗ 1873-08-29
Delft
† 1944-09-14
Nijmegen
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - L.O. - K.P. - - Presse - Der Außenrand von Limburg - Händler von Beruf und Kurier für die LO-KP aus Überzeugung. Auch Vrij Nederland [1]. Am 14. September 1944 wurde er in seinem Haus auf Grund seiner Arbeit für V.N. erschossen [3].
Auf oorlogsdodennijmegen.nl [4] ist Folgendes zu lesen:

Frans Reichert, verheiratet mit Margaretha Wilhelmina Hienkens und Vater von sechs erwachsenen Kindern, arbeitete für die Widerstandsgruppe Vrij Nederland unter dem Pseudonym VRIJN. Am 20. Mai 1944 durchsuchte die Polizei unter der Leitung von Pieter Versloot und Marinus Verstappen seine Wohnung, fand aber nichts. Am 14. September 1944 um Mitternacht folgte eine weitere Razzia, bei der der deutsche SD-Mann Kuhnert zusammen mit dem Nimwegener Polizisten Anton Wiebe (erneut) die Wohnung von Reichert durchsuchte. Kuhnert schoss Reichert in den Kopf, als dieser versuchte, durch die Küche zu fliehen. Er wurde mit Hilfe seiner Nachbarn Bossmann in seinem Garten begraben.
Nach der Befreiung wurde er bis zum Herbst 1969 auf dem Friedhof in Brakkenstein (D 9) beigesetzt, seitdem auf dem Ehrenfeld des Friedhofs Vredehof in Nimwegen. [2]

  1. wikipedia DE: Vrij Nederland, Als Untergrundblatt während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg
  2. Begraafplaats Vredehof te Nijmegen Erehof 47
  3. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/125996/franciscus-petrus-reichert
  4. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/reichert/1db52283-48e4-417b-8a55-875fe93fb85f
  5. Digital Monument

  6. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Rinzema /Rensema,
Sjoerd
∗ 1909-02-28
Drachten
† 1945-06-01
Maastricht
Heerlen - CPN - Presse - Bäcker. Laut oorloggravenstichting.nl/ und verzetsmuseum.org war sein Name Rinzema, laut der Kartei der CPN (kommunistische Partei) hieß er Rensema. Da dasselbe Sterbedatum angegeben ist, handelt es sich wahrscheinlich um dieselbe Person. Verteiler von De Vonk und De Waarheid. Im Juni 1942 verhaftet. Er kam am 26. Mai 1944 in Dachau an, wurde dort am 29. April 1945 befreit, starb aber kurz darauf in Folge seiner Entbehrungen.
Wand: mittel, Zeile 08-01
Rodriguez /Rodrigues,
Jozef Marius
Jozef
∗ 1900-03-05
Paramaribo
† 1944-07-21
Leusden
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - NL Soldat - Presse - Der Außenrand von Limburg - Der pensionierte KNIL-Feldwebel [1] Jozef Rodriguez (auch Rodrigues geschrieben) hörte Funksprüche aus London ab und verteilte illegale Zeitungen und Pamphlete. Er wurde am 30. Juni 1944 um 1:30 Uhr von dem berüchtigten Wiebe verhaftet. Er war zunächst in Arnheim, dann im Lager Amersfoort inhaftiert und wurde am 21. Juli 1944 als Vergeltung für Angriffe auf deutsche Soldaten in Nimwegen auf der Leusderheide hingerichtet, nachdem er zuvor sein eigenes Grab ausgehoben hatte. Rodriguez war einer von zwölf Surinamern, die in den Niederlanden wegen ihrer Widerstandstätigkeit ums Leben kamen. [6] Nach dem Krieg wurde Rodriguez bis zum Herbst 1969 auf dem Daalseweg begraben und dann auf das Ehrenfeld des Friedhofs Vredehof in Nimwegen umgebettet. [4]
Eine Liste der Opfer der oben genannten Repressalien finden Sie auf unserer Website [2] (roter Link) und auf oorlogsdodennijmegen.nl [6].
Denkmal für die surinamischen Überlebenden des Zweiten Weltkriegs, Waterkant, Paramaribo [3]

  1. Wikipedia DE: KNIL, Koninklijk Nederlandsch-Indisch Leger Niederländische Kolonialarmee im heutigen Indonesien
  2. Elf inhaftierte Widerstandsleute aus Nijmegen ermordet
    Executies op de Leusderheide en in Kamp Vught
  3. Eric Kastelein Oog in oog met Paramaribo. Verhalen over het herinneringserfgoed (LM Publishers 2020). http://www.ooginoogmetparamaribo.nl
  4. Friedhof Vredehof in Nijmegen, Erehof 21
  5. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/127942/jozef-marius-rodriguez
  6. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/rodriguez/ce6b659e-6584-469e-af5b-47a8acfda91b
  7. Digital Monument

  8. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Rooyackers /Rooijackers,
Wim A.
∗ 1918-03-13
Heerlen
† 1944-09-05
Vught
Heerlen - früher Widerstand - K.P. - Presse - Polizei - Wilhelmus Antonius (Wim) Rooijackers war Handelskorrespondent und Mitglied der Grubenpolizei. Schon in den ersten Kriegsjahren kümmerte er sich um Kriegsgefangene, die aus Deutschland geflohen waren. (Cammaert III, S. 217) und war an einem gescheiterten Attentatsversuch beteiligt (Cammaert IV, S. 286). Er war auch in der Gruppe aktiv, die die illegale Zeitschrift Het Parool in Südlimburg vertrieb. (Cammaert XI, S. 1050) Er wurde zusammen mit der Hebamme A.M. Bensen-Offermans verhaftet, die bei der Razzia im Maastrichter Gefängnis befreit wurde.
Aber Wim Rooijackers war einer von vielen, die am Dolle Dinsdag in Vught hingerichtet wurden.
Wand: links, Zeile 17-03
Schillings,
H.Peter
∗ 1900-02-28
Nieuwenhagen
† 1942-11-07
Neuengamme
Nieuwenhagen - CPN - Presse - Arbeiter in einer Ziegelei, verhaftet am 4. Juni 1942 wegen der Verteilung der Parteizeitung De Vonk. (Cammaert Kapitel X, Anhang VIII. Verhaftung von Kommunisten und radikalen Sozialisten 1940-1945)
Wand: rechts, Zeile 02-01
Schillings,
Johan
∗ 1921-05-19
Nieuwenhagen
† 1942-12-14
Neuengamme
Nieuwenhagen - CPN - Presse - Johan Joseph Schillings, Anstreicher, verhaftet am 4. Juni 1942 wegen der Verteilung von De Vonk. (Cammaert Kapitel X, Anhang VIII. Verhaftung von Kommunisten und radikalen Sozialisten 1940-1945)
Wand: rechts, Zeile 01-05
Schiphorst,
Tom
∗ 1923-01-01
Heerlen
† 1945-03-09
Mauthausen
Heerlen - Nijmegen - L.O. - K.P. - Presse - Student*in - Schüler an der MTS (technische Sekundarschule), wohnhaft in Nijmegen. Er kümmerte sich um Untergetauchte und verteilte illegale Zeitschriften. Er versteckte auch einen amerikanischen Piloten. Gehörte zur LO-Maas en Waal. Am 1. August 1944 wurde er verhaftet und am 9. März 1945 starb er im KZ Mauthausen.
Wand: links, Zeile 18-01
Schols,
Albertus Eugenius Leonardus
Ab
∗ 1916-04-10
Maastricht
† 1944-10-25
Effeld (D)
Maastricht - L.O. - - Presse - Ab Schols war Abteilungsleiter bei der rijksverkeersinspectie (nationalen Verkehrsinspektion) und stellvertretender Direktionssekretär. Während der Besetzung war er Mitarbeiter von L.O. Leitern wie Pater Bleys und Onkel Leo Moonen in Roermond. Am 6. Oktober 1944 radelte er mit Pierre Gruijters zu einem Bauern in Posterholt, um Lebensmittel für die Untergetauchten zu sammeln. Unterwegs hielten zwei SS-Männer das Duo an. Im Herbst 1944 befand sich hier die Front. Die beiden Widerständler weigerten sich, ihre Fahrräder abzugeben. In den Fahrradtaschen von Schols fanden die SS-Männer illegale Zeitschriften.
Zum Verhör wurden die beiden Männer zu einem Gestapo-Kommando nach Effeld, Deutschland, kurz hinter der Grenze bei Herkenbosch, gebracht. Nach dem Verhör gab der Kommandant Wilhelm Lammertz aus Eschweiler den Befehl, Schols und Gruijters zu erschießen. Das geschah im Wald bei Effeld. Am 23. Juni 1945 wurde er im Familiengrab auf dem Friedhof am Tongerseweg in Maastricht beigesetzt.
Wand: links, Zeile 36-02
Snijders,
Johannes Franciscus
Frans
∗ 1916-09-16
Helden L.
† 1944-09-05
Vught
Weert - L.O. - - Presse - Polizei - Eisenbahnpolizist, Kurier von Jan Hendrikx (Ambrosius). Verteilte illegale Zeitungen wie De Stem, Je Maintiendrai und Trouw. Am 19. Juli 1944 erhielt er ein Telegramm, in dem er aufgefordert wurde, am nächsten Tag nach Eindhoven zu kommen. Er wurde im Warteraum des Bahnhofs festgenommen, nachdem er von einer unbekannten Person identifiziert worden war. Der Kurier landete im KZ Vught, wo er am 5. September erschossen wurde, kurz vor der Befreiung des Lagers.
Wand: rechts, Zeile 35-05
Snippe,
Dirk
∗ 1893-11-30
Emmen
† 1943-04-05
Buchenwald (Weimar)
Ubach over Worms - CPN - Presse - Bergmann, wohnte in Waubach. Mitarbeiter von De vonk. Verhaftet am 30. März 1942.
Wand: rechts, Zeile 24-05
Soesman,
Gerard L.R.
∗ 1922-06-23
Valkenburg
† 1945-01-21
Auschwitz/Oświęcim
Maastricht - Valkenburg - CPN - Jude*in - früher Widerstand - Presse - Sekundarschüler. Wird in der Erelijst van gevallenen 1940 – 1945 geführt, in der Kategorie Widerstand, nicht wegen seines Jüdischen Vaters, Jacob Soesman. Seine Mutter, Christina Johanna Maria Prick, war keine Jüdin.
Dennoch steht er auch auf der Site des Joods Monument, mit dem Begleittext: „Gerhard Lodewijk Robertus Soesman, der eine kaufmännische Sekundarschule besucht hatte, wohnte in Maastricht. Er arbeitete im Untergrund für die niederländische kommunistische Partei (CPN). Er verteilte Zeitungen, darunter De Vonk. Durch Zutun des V-Mannes (Informanten) Engwirda wurde er am 24. Januar 1942 in Maastricht gefasst. Er wurde im Gefängnis in Maastricht eingesperrt und anschließend über das Konzentrationslager Vught nach Auschwitz deportiert.“
Siehe auch Genealogie Soesman
Mehr in unserer Geschichte Widerstand in Valkenburg
Gerard L.R. Soesman op de lijst van personen die tijdens de bezetting belangrijk waren voor Valkenburg.
Wand: links, Zeile 35-04
Sonneville,
Alphonse
Fons
∗ 1883-07-23
Maastricht
† 1945-02-25
Dachau
Maastricht - CPN - Presse - Vertreter für Wein, arbeitete für einen französischen Geheimdienst. Während der Besatzungszeit wurde er verdächtigt, während des Ersten Weltkriegs für den britischen und belgischen Geheimdienst und später für die französische Volksfrontregierung gearbeitet zu haben. Er war Propagandist für die Vereniging van Vrienden van de Sovjetunie (V.V.S.U., Vereinigung der Freunde der Sowjetunion) und Mitbegründer der Maastrichtse Culturele Filmliga (Maastrichter Kulturfilmliga). Die Liga wollte das negative Bild der Sowjetunion korrigieren, indem sie russische (Propaganda-)Filme zeigte und vor dem Faschismus warnte. (Cammaert X, S. 978 ff.). Am 10. Mai 1940 wegen antideutscher Gesinnung verhaftet. Er wurde am 27. März 1941 freigelassen, seine weiteren Aktivitäten wurden jedoch streng überwacht. Seitdem war er am Vertrieb von De Vonk, der Limburger Ausgabe von De Waarheid, beteiligt. Am 25. Juni 1942 schlug die SiPo in Zusammenarbeit mit der Ordnungspolizei erneut zu und verhaftete mindestens 27 Verteiler von De Vonk, darunter Sonneville.
Wand: links, Zeile 36-04
Span,
Petrus
Piet
∗ 1908-10-14
Nijmegen
† 0000-00-00
Leusderheide
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - CPN - Presse - Untergetaucht - Der Außenrand von Limburg - Piet Span war Zimmermann. Verteiler von De Waarheid, war im Waterkwartier untergetaucht. Er wurde verraten, die Identität des Verräters ist unklar. Verhaftet am 17. Juni 1944 um 1:05 Uhr nachts durch Wachtmeister C.L. Geerts. Um 11:00 Uhr wurde er mit drei anderen von Wiebe und Hidskes zur SD/SiPo in Arnheim gebracht. Am 21. Juli 1944 wurde er zusammen mit anderen Männern aus Nimwegen auf der Leusderheide hingerichtet, nachdem er sein eigenes Grab ausgehoben hatte. [1] Die Leiche von Span konnte erst im Oktober 1945 auf dem Friedhof Groenestraat (N-16-8) beigesetzt werden. Im Herbst 1969 wurde er auf das Ehrenfeld des Vredehof Friedhofs in Nijmegen umgebettet. [2]
Eine der Geschichten über das Attentat, das drei Wochen später auf den deutschen Soldaten Otto Geschefsky verübt wurde, besagt, dass dies ein Racheakt für die Verhaftung von vier kommunistischen Widerstandskämpfern aus Nimwegen (Arp Wagter, Jan van Eldert, Piet Treijtel und der hier genannte Piet Span) war.
Eine andere Geschichte besagt, dass zwei unerfahrene Jungen im Alter von 17 und 18 Jahren beauftragt wurden, diesem Geschefsky eine Liste mit Namen von Widerstandskämpfern aus Nimwegen wegzunehmen. Eine Freundin lockte ihn in den Kronenburgerpark und sie überfielen ihn. Geschefsky zog seine Pistole, wurde aber selbst erschossen. [3]
Vielleicht sind beide Geschichten wahr?
Auf seinem Trauerkärtchen [2b] ist als Geburtsdatum der 14. Oktober 1914 angegeben (fehlerhaft, auf dem Exemplar des Trauerkärtchens seiner Tochter mit Kugelschreiber auf 1908 geändert).
Aufgeführt in der Ehrenliste 1940-1945 des niederländischen Parlaments [4].

  1. Elf inhaftierte Widerstandsleute aus Nijmegen ermordet
  2. a.) Begraafplaats Vredehof te Nijmegen.
    b.) G.Thuring, Ereveld Vredehof, Groesbeek 2010, p. 24-25:bidprentje en foto
  3. Otto Geschefsky
  4. Erelijst 1940-1945
  5. J.Rosendaal, "Theo Dobbe en de Nijmeegse Knokploeg", in: Jaarboek Numaga 2008, p. 69-77
  6. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/145086/petrus-span
  7. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/span/40892157-11d5-48d6-85c1-ebc731ba325f
  8. Digital Monument

  9. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Spillenaar Bilgen,
Marinus
∗ 1892-10-25
Salatiga, NOI
† 1944-09-04
Vught
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - L.O. - K.P. - Presse - Der Außenrand von Limburg - Der Apothekersohn Marinus Spillenaar Bilgen lieferte als Direktor der Papierfabrik Gelderland in Nijmegen große Mengen Papier an Untergrundzeitungen wie Trouw [2][5] und sammelte Geld für die NSF (Nationaal Steun Fonds, Nationaler Unterstützungskasse [1], finanzierte den Widerstand). Er war auch Mitglied der Knokploeg (Kampfgruppe). Er hat in Delft Maschinenbau studiert, wo das später prominente NSB-Mitglied Meinoud Rost van Tonningen sein Ruderkamerad war. Er wurde am 7. August 1944 im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für Trouw verhaftet und wurde am 4. September 1944 im KZ Herzogenbusch hingerichtet. (Artikel Peter Bak, Zeitung Trouw vom 4. Mai 2020 [2])

  1. Nationaal Steun Fonds
  2. Peter Bak: Dit zijn de 196 doden van trouw. Zij die stierven voor de krant
  3. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/146052/marinus-spillenaar-bilgen
  4. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/spillenaar%20bilgen/5dd65193-e52c-448e-a860-07941a58ff5d
  5. Wikipedia NL: Trouw (verzetsblad)
  6. Digital Monument

  7. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Spreksel,
Charles
∗ 1916-07-03
Heerlen
† 1945-01-07
KZ Schömberg, KZ Natzweiler
Heerlen - früher Widerstand - Presse - Gruppe Smit - Ehemaliger Soldat und Schaufensterdekorateur. Zunächst verteilte er illegale Zeitschriften und selbst abgezogene Flugblätter, die von Kaplan E. Hennekens aus Valkenburg geliefert wurden. Sie erhielten zunehmend Unterstützung von jungen Leuten, vor allem von Familienangehörigen und engen Freunden. Ende 1940 hatten die Sekundarschüler A.J.A. Rameckers, P.L.W.A. Leclou und H.H. Baeten eine kleine Widerstandsgruppe gebildet (Cammaert Kapitel II, S. 109 -110). Laut dem Betkärtchen wurde er am 2. Februar1942 verhaftet und gelangte über Maastricht, Amsterdam, Amersfoort, Vught, Buchenwald, Natzweiler, Dachau, Ottobrünn nach Dautmergen, wo er am 6. Januar 1945 starb.
Sterbeurkunde auf oorlogsbronnen.nl
Wand: links, Zeile 19-03
Stad, van der
Nicolaas
∗ 1890-02-07
Nijmegen
† 1942-05-11
Oranienburg
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Maastricht - Presse - Ordedienst - Cellist, muziekleraar, directeur Muziek Lyceum Amsterdam en Nijmeegsche Volksmuzieschool. Oprichter O.D. en Parool in Nijmegen. Zat in de landelijke OD-top. gearresteerd op 4 oktober 1941. Waarschijnlijk gefusilleerd in kamp Sachsenhausen te Oranienburg.


Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.-
Tersteeg,
Nol
∗ 1890-01-01
Huissen
† 1943-01-21
Neuengamme
Nieuwenhagen - CPN - Presse - Johannes Arnoldus T. war Bergmann. Verhaftet am 31. Mai 1942. Grund: „Unterstützung für Untergetauchte und De Waarheid (Die Wahrheit)“ (CPN-Archiv)
Laut Ad van Liempt war er nur ein mehr oder weniger zufälliger Leser und geriet so in den Fokus der Sipo. Siehe hierzu Die Gefahr von Listen. Dann bleibt aber immer noch seine „Unterstützung für Untergetauchte“.
Wand: rechts, Zeile 02-02
Theunissen,
Johannes Wilhelmus Hubertus
Giel
∗ 1904-01-30
Mesch (L)
† 1944-09-08
Stadbroek, gem.Sittard
Munstergeleen - CPN - Presse - Wohnte in Munstergeleen. Unverheiratet. Zeitungszusteller. Mitglied des Widerstands unter dem Pseudonym Giel. Siehe auch Crauwels, Paulus Nicolaas.
„Am 7. September 1944 wurden zwei Verteiler von De Waarheid, J.W.H. Theunissen und P.N. Crauwels, die kurz zuvor einige Exemplare bei S. Beyer abgeholt hatten, von einigen Landwächtern (NS Hilfspolizei) in Munstergeleen festgenommen. Am nächsten Tag wurden die beiden in Sittard ermordet.“ (Van Aernsbergen)
Wand: links, Zeile 39-02
Tholen,
Hein
∗ 1907-01-23
Willich
† 1942-11-14
Neuengamme
Schaesberg - CPN - Presse - Bergmann. Verhaftet wegen Verbreitung der illegalen Zeitung De Vonk.
Laut Ad van Liempt war er ein mehr oder weniger zufälliger Leser von De Vonk und geriet so in den Fokus der Sipo. Siehe hierzu Die Gefahr von Listen.
Wand: rechts, Zeile 12-03
Tholen,
Sjeng
∗ 1917-12-04
Urmond
† 1945-04-05
Mauthausen (A)
Urmond - Presse - Johannes Matheus Lambertus Tholen, ein Bergmann aus Geleen, verteilte aus Heerlen stammende antideutsche Flugblätter, in denen zur Grubensabotage aufgerufen wurde und außerdem gezeigt wurde, wie dies am besten zu bewerkstelligen sei. Da ein Exemplar in die falschen Hände geriet, konnte ihn die SiPo am 23. Juni 1944 verhaften. Tholen starb am 5. April in Mauthausen.
Wand: rechts, Zeile 25-03
Tobben,
Harrie /Harry
∗ 1917-08-24
Heerlen
† 1945-03-15
Hameln (D
Heerlen - früher Widerstand - Presse - Ordedienst - Netzw. Bongaerts - Polizei - Glockenspiel - Ehemaliger Soldat und nach seiner Demobilisierung durch die Deutschen in 1940 Mitglied der Grubenpolizei. War unter anderem an Sabotageakten in der Oranje-Nassau Mine I (O.N. I) in Heerlen beteiligt, was von der SiPo aufgedeckt wurde. Im Juni 1942 tauchte er auf Anraten von Polizeifreunden in Baexem unter, half aber weiterhin Flüchtlingen. Aus der Rede von Dr. Fred Cammaert bei der Enthüllung der Gedenktafel am Friedensglockenspiel): „Unter der inspirierenden Führung von Charles Bongaerts widmeten er und andere ehemalige Militärangehörige sich allen möglichen Widerstandsaktivitäten. Sie reichten von der Hilfe für Juden, alliierte Flieger und Untergetauchte über das Sammeln von Waffen und Geheimdienstinformationen bis hin zur Herstellung und der Verteilung „illegaler“ Zeitschriften und Sabotageakten. Durch die Infiltration durch Provokateure in deutschen Diensten wurde er am 6. August 1943 verhaftet.“
Wand: links, Zeile 19-05
Toussaint,
Christiaan Canisius
Christ
∗ 1896-10-21
Nijmegen
† 1944-07-21
Leusden
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - Presse - Der Außenrand von Limburg - Christ Toussaint war Abteilungsleiter bei der E.R.K. (Eerste Rooms Katholieke Levensverzekering Maatschappij). Er verbreitete Rundfunknachrichten aus London und verbotene Zeitungen und unterstützte den Widerstand finanziell. [1] Viele biografische Details verdanken wir seiner Tochter C. Beukering-Toussaint. [4]
Am 29. Juni 1944 wurde er zusammen mit seinem Nachbarn Ernest van Geuns verhaftet und am 21. Juli 1944 zusammen mit sieben anderen Nimwegener Bürgern auf der Leusder Heide als Vergeltung für Angriffe auf deutsche Soldaten hingerichtet, nachdem er zuvor sein eigenes Grab geschaufelt hatte. [2]
Er wurde auf den städtischen Friedhof Vredehof umgebettet [3], Erehof 20 [5]

  1. Oorlogsdoden Nijmegen
  2. Elf inhaftierte Widerstandsleute aus Nijmegen ermordet
  3. Vredehof in Nijmegen
  4. https://www.noviomagus.nl/Gastredactie/Beukering/Beukering.htm
  5. https://oorlogsgravenstichting.nl/personen/154888/christiaan-canisius-toussaint
  6. Digital Monument

  7. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Treytel /Treijtel,
Petrus Laurentius
Piet
∗ 1877-08-09
Rotterdam
† 1944-07-21
Leusderheide
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - CPN - Presse - Der Außenrand von Limburg - Piet Treijtel war Tischler. Er arbeitete an der Parteizeitung De Waarheid mit und entfaltete verschiedene andere illegale Aktivitäten. Er wurde am 17. Juni 1944 um 4:00 Uhr morgens von dem berüchtigten Wiebe verhaftet. Eine der Geschichten über das Attentat, das drei Wochen später auf den deutschen Soldaten Otto Geschefsky verübt wurde, besagt, dass dies ein Racheakt für die Verhaftung von vier kommunistischen Widerstandskämpfern aus Nimwegen (Arp Wagter, Jan van Eldert, Piet Treijtel und Piet Span) war. Eine andere Geschichte besagt, dass zwei unerfahrene Jungen im Alter von 17 und 18 Jahren beauftragt wurden, diesem Geschefsky eine Liste mit Namen von Widerstandskämpfern aus Nimwegen wegzunehmen. Eine Freundin lockte ihn in den Kronenburgerpark und sie überfielen ihn. Geschefsky zog seine Pistole, wurde aber selbst erschossen. [1] Piet ist begraben in Nimwegen [2].

  1. Otto Geschefsky
  2. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/154998/petrus-laurentius-treijtel
  3. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/treijtel/fcfc50b0-1c26-4498-aba2-da336af0bc47
  4. Digital Monument

  5. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Vallen,
Stephanus Hubertus
∗ 1901-03-11
Rothem, B
† 1943-05-02
Neuengamme
Venlo - CPN - Presse - Er war Maurer und ein Bekannter von Lubbert Bos. Verteiler der Parteizeitung De Vonk (Cammaert X, S. 1001). Letzte Adresse: Maasschriksel 13, Venlo, Verhaftet am 24. Juni 1941. Akte Nummer in Neuengamme: 347/1946, Lagernummer ?0736.
Wand: mittel, Zeile 22-01
Veerman,
Christiaan Jac.
Lou
∗ 1887-07-27
Kesteren
† 1945-01-17
Siegburg (D)
Geleen - Presse - Ordedienst - Ehemaliger Soldat und nach seiner Demobilisierung Aufseher in der Staatsmine Maurits in Geleen. Er stand in Kontakt mit der OD-Gruppe in Heerlen und Charles Bongaerts und wurde so Mitglied des Netzwerks, das die Limburger Widerstandszeitung Het Vrije Volk herausgab, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Nachkriegszeitung. Sie richtete sich vor allem an Bergleute und war sehr gut informiert, denn sie hatten überall ihre Leute, sogar bei der SiPo in Maastricht! Die Nachfrage nach dieser Zeitschrift war viel größer als die 30 bis 50 Exemplare, die Veerman aus Heerlen bekam, so dass sie mindestens weitere hundert Exemplare selbst druckten. Viele des Geleen Teams der Zeitschrift, darunter auch Veerman, wurden als Folge von Verrat verhaftet, wahrscheinlich durch die Schwägerin eines der Mitglieder dieses Teams. (Cammaert XI, S. 1077)
Starb als Zwangsarbeiter nach fast vier Jahren Gefangenschaft. Siehe auch seine Sterbeurkunde. Liegt auf dem Nationaal Ereveld (Nationalen Ehrenfeld) in Loenen. In Geleen ist eine Straße nach ihm benannt.
Wand: links, Zeile 09-05
Vinerius /Vienerius,
Engelbert Joseph
∗ 1893-05-10
Rheine
† 1942-11-17
Neuengamme
Heerlen - CPN - Presse - Bergmann, Verteiler von De Vonk und De Waarheid, im August 1942 verhaftet. Gestorben im Stammlager KZ Neuengamme.
Wissen Sie mehr? Schreiben Sie uns!
Wand: mittel, Zeile 08-02
Vlemmings,
Lambert
∗ 1918-11-10
Breda
† 1945-02-23
Dachau
Heerlen - früher Widerstand - Presse - Gruppe Smit - Lambertus Arnoldus Vlemmings war ein ehemaliger Soldat und nach seiner Demobilisierung durch die Deutschen in 1940 Paketzusteller bei Van Gend & Loos. Am Anfang des Krieges verteilte er illegale Zeitschriften und selbst erstellte Flublätter, die von Kaplan Hennekens aus Valkenburg geliefert wurden. „Ab dem Frühjahr 1941 konzentrierte sich die Gruppe Smit auch auf das Sammeln von Informationen sowie das Beschaffen und Kaufen von Waffen, Munition und Sprengstoff. Smit übertrug L. Vlemmings die Verantwortung dafür.“ (Cammaert Kapitel II, S. 110.) Verhaftet am 02-02-1942, verurteilt zu 12 Jahren Gefängnis, goud-militair en na zijn demobilisatie door de Duitsers in 1940 estorben in Dachau am 23-02-1945.
Wand: links, Zeile 19-04
Wagter,
Arp
∗ 1907-01-17
Groningen
† 1944-07-21
Leusden
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - CPN - Presse - Der Außenrand von Limburg - Arp Wagter war Schmied und Schlosser. Am 6. Juni 1944 wurde er in Nijmegen verhaftet.
Auf oorlogsdodennijmegen.nl lesen wir über ihn [6]:

Arp Wagter, verheiratet mit Hendrika Coenders und kinderlos, verteilte in Nijmegen verbotene Zeitungen. Er war Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe. Er wurde am 17. Juni 1944 um 1 Uhr nachts von Wachtmeister C.L. Geerts verhaftet und am nächsten Tag um 11 Uhr von Wiebe und Hidskes zum SD in Arnheim gebracht. Am 21. Juli 1944 wurden er und 7 weitere Nimwegener auf der Leusder Heide [1] hingerichtet, nachdem er zuvor sein eigenes Grab hatte schaufeln müssen. Wagter wurde nach dem Krieg auf dem Friedhof Rustoord begraben (Y 238). [2]

Eine der Geschichten über das Attentat, das drei Wochen später auf den deutschen Soldaten Otto Geschefsky verübt wurde, besagt, dass dies ein Racheakt für die Verhaftung von vier kommunistischen Widerstandskämpfern aus Nimwegen (Arp Wagter, Jan van Eldert, Piet Treijtel und Piet Span) war. Eine andere Geschichte besagt, dass zwei unerfahrene Jungen im Alter von 17 und 18 Jahren beauftragt wurden, diesem Geschefsky eine Liste mit Namen von Widerstandskämpfern aus Nimwegen abzunehmen. Eine Freundin lockte ihn in den Kronenburgerpark und sie überfielen ihn. Geschefsky zog seine Pistole, wurde dann aber selbst damit erschossen.[3]
Arp saß bis zu seiner Hinrichtung am 21. Juli 1944 im KZ Amersfoort.

Sein Name steht auf der Ehrenliste der Gefallenen 1940-1945 des niederländischen Parlamentes. [4]

  1. Leusderheide: Open Street Map
  2. Begraafplaats Rustoord te Nijmegen graf 2e kl. Y 238
  3. Otto Geschefsky
  4. Erelijst van Gevallenen 1940-1945 van de Staten-Generaal
  5. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/166558/arp-wagter
  6. https://www.oorlogsdodennijmegen.nl/persoon/wagter/9b7ea536-6a59-4878-ab87-4804b02c003c
  7. Digital Monument

  8. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Wetering, van de
Maricus
∗ 1905-05-06
Heesch
† 1942-11-14
Neuengamme
Schaesberg - CPN - Presse - Bergmann. Verhaftet wegen Verteilung von De Vonk. Cammaert gibt als Todesdatum den 14. November 1942 an. Die oorlogsgravenstichting.nl gibt als Todesdatum den 20. Dezember 1942 an.
Laut Ad van Liempt war er ein mehr oder weniger zufälliger Leser von De Vonk und geriet so in den Fokus der Sipo. Siehe hierzu Die Gefahr von Listen.
Wand: rechts, Zeile 12-04
Will,
Peter
∗ 1896-08-21
Schoonhoven
† 1945-04-24
Transport
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Nijmegen - L.O. - Presse - Polizei - Der Außenrand von Limburg - Qualitätsprüfer im Schlachthof von Nijmegen [1] und ehrenamtlicher Polizist. Nach Mai 1940 half er Menschen, die sich der Zwangsarbeit in Deutschland entziehen wollten. Er verteilte die Untergrundzeitung Trouw [8], kümmerte sich um Untergetauchte, half gestrandeten alliierten Fliegern und war als Mitglied der Radiogruppe der Organisation von Hauptmann Hogerland an Spionageaktivitäten beteiligt. [2] Am 1. Dezember 1943 verhaftet, weil er für Trouw arbeitete. Nach Angaben seiner Familie starb er zwischen dem 13. und 18. April 1945 in Deutschland. Im Frühjahr 2021 beschloss der Stadtrat von Nimwegen, eine der Straßen im Stadtviertel Hof van Holland nach ihm zu benennen.

Unser Vater, Peter Will, … war vom 2. Dezember 1943 bis zu seinem Tod im April 1945 Gefangener des deutschen Sicherheitsdienstes. In den Niederlanden war er ab dem 2. Dezember 1943 im Gefängnis in Arnheim inhaftiert. Am 20. Mai 1944 wurde er in das "Polizeiliche Durchgangslager" Amersfoort eingewiesen.
Am 11. Oktober 1944 wurde er in das deutsche Konzentrationslager Neuengamme transportiert und wahrscheinlich direkt in das Außenkommando Meppen-Versen (Emsland) eingewiesen. Am 25. März 1945 wurde er als Kranker in das Stammlager transportiert und dann am 8. April mit Zügen (Viehwaggons) in Richtung Bergen-Belsen, Bergedorf, Neubrandenburg, Hamburg-Altona, Bremervörde und Brillit transportiert. Dort wurde sein Leichnam aus dem Zug geholt und zusammen mit etwa 300 anderen in einem Massengrab beigesetzt. Nachdem mein ältester Bruder, Bert Will, und ich auf diese Tatsachen aufmerksam geworden waren, schrieben wir eine Büchlein darüber. [3]

Nach 71 Jahren hielten seine überlebenden Verwandten, darunter sein inzwischen 92-jähriger Sohn Bert Will, zum ersten Mal den nicht abgeschickten Abschiedsbrief in ihren Händen, den sein Vater im KZ Amersfoort geschrieben hatte. [5]
Ein ausführlicher Artikel über Peter Will finden Sie in der deutschen Wikipedia [6].

  1. Gedenktafel im Schlachthof von Nijmegen
  2. oorlogsdodennijmegen.nl
  3. B.en P.Will, Peter Will 21-8-1896 - ??-4-1945. Een levensverhaal, (Eine Lebensgeschichte) Nijmegen -Veenendaal 2008, + cd mit Bildern und Videoclip, ISBN 978-90-90-23827-2
  4. Nationaal Ereveld, Nationales Ehrenfeld) in Loenen Grab A 372
  5. nos.nl: Zoon van verzetsheld krijgt na 71 jaar alsnog afscheidsbrief (Sohn eines Widerstandshelden erhält Abschiedsbrief nach 71 Jahren)
  6. Wikipedia DE: Peter Will (Widerstandskämpfer)
  7. https://oorlogsgravenstichting.nl/persoon/171502/peter-will
  8. Wikipedia NL: Trouw_(verzetsblad)
  9. Digital Monument

  10. Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.
Witvoet,
Marinus
∗ 1922-12-13
Emmen
† 1944-10-28
Venlo
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet. - Geleen - CPN - Presse - Mijnwerker uit Geleen, medewerker van de Waarheid maar geen partijlid. Opgepakt 24 maart 1944 in Geleen. Gedeporteerd naar Remscheid (D). Omgekomen tijdens bombardement op de Maasbruggen in Venlo tijdens zijn tweede ontvluchtingspoging. Opgegeven voor de erelijst.
Diese Person ist (noch?) nicht an den Wänden der Kapelle aufgelistet.04-32